DEUTSCHE AUTOS : Mercedes für Kim

Die Bilder der Trauerfeierlichkeiten zeigen es eindeutig: Im Limousinen-Konvoi zu Ehren des toten Kim Jong Il befanden sich auch mehrere neuere Mercedes-Modelle, E- und S-Klasse. Die Kim-Dynastie verfügt traditionell über einen großen Fuhrpark. Auch, dass der Diktator ein Faible für die Marke Mercedes hatte, ist bekannt. Eigentlich dürfte es aber keine deutschen Autos jüngeren Baujahrs in Nordkorea geben. Ein Embargo der UN verbietet – wegen des Atomprogramms des Landes – die Ausfuhr von Luxuswaren nach Nordkorea. „Unser Unternehmen hat seit mehr als zehn Jahren keine Geschäftsbeziehungen zu Nordkorea“, sagte eine Daimler-Sprecherin am Mittwoch dem Tagesspiegel. Außerhalb der Kontrolle und Verantwortung des Unternehmens sei es, welche Verkäufe über Dritte getätigt würden. Bekannt sind Fälle, in denen Gesandte der nordkoreanischen Regierung von Österreich aus in Europa auf „Einkaufstour“ gingen. Denkbar ist auch, dass die Wagen über China ins Land gelangten. Dort werden einige Modelle gefertigt. mch

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