• Deutscher Botschafter bald in Nordkorea?: Außen-Staatsminister für Aufnahme diplomatischer Beziehungen

Politik : Deutscher Botschafter bald in Nordkorea?: Außen-Staatsminister für Aufnahme diplomatischer Beziehungen

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Die Bundesregierung steht einer Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Nordkorea positiv gegenüber. Nach einem Besuch in Nordkorea, dem ersten eines deutschen Regierungsmitglieds, zog der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer, am Dienstag in Peking eine zufrieden stellende Bilanz seiner Gespräche. In einem Bericht an Außenminister Joschka Fischer habe er "den Schluss gezogen, dass man die Aufnahme diplomatischer Beziehungen schnell und ernsthaft prüfen soll - mit positiven Vorzeichen".

Aus dem Außenministerium in Berlin hieß es, bei der Reise handele es sich um "einen weiteren Schritt auf diesem Weg". Wenn Volmer zurückkehre, werde man auswerten, "was er im Gepäck hat". Es bleibe aber dabei, dass vor einer Aufnahme diplomatischer Beziehungen von Nordkorea Fortschritte erwartet werden, vor allem im Bereich der Menschenrechte und bei der Haltung Pjöngjangs zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Man werde gründlich prüfen, ob die Veränderungen tatsächlich stattfinden oder nur Rhetorik sind.

Wie schnell es gehen könne, sei aber "nicht vorauszusehen". Doch kommt Nordkorea nach seinem Eindruck den von Berlin aufgestellten Kriterien für die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen nach. So lasse sich Nordkorea auf Rüstungskontrolle und Abrüstung ein. Die Gespräche mit den USA darüber dürften "an Dynamik gewinnen", sagte Volmer.

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