Deutscher Hilfskonvoi und ein kickender Staatsmann : Was Montag wichtig wird

Der letzte Bundesminister, der sich gerne inszenierte, landete vergessen in Amerika. Nun sucht Gerd Müller (CSU) den großen Auftritt. Außerdem: Mit dem IS und dem Welthungerindex zwei globale Probleme im Fokus.

Ukrainische Jugendliche jubeln für ihr Land. Auf ähnliche Bilder hofft Gerd Müller (CSU) am Montag. On die den deutschen Hilfskonvois für die Ukraine zufällig auch ein paar schwarz-rot-goldene Flaggen liegen?
Ukrainische Jugendliche jubeln für ihr Land. Auf ähnliche Bilder hofft Gerd Müller (CSU) am Montag. On die den deutschen...Foto: dpa

Was tun gegen den IS?

 Um diese Frage zu beantworten, hat US-Generalstaabschef Martin Dempsey am heutigen Montag 20 seiner Amtskollegen nach Washington geladen. Während die Generäle bis Dienstag diskutieren wollen, könnte die syrisch-kurdische Grenzstadt Kobane von den IS-Terroristen eingenommen werden. Es klingt zynisch, doch aus Sicht der US-Militärs ist Kobane „kein strategisches Ziel.“ Was überhaupt eine Strategie gegen die Terrormiliz sein kann, wenn nicht niemand Bodentruppen schicken will, soll in Washington geklärt werden.

Wer hungert in der Welt?

 Die Ukraine-Krise, der Krieg in Syrien, Ebola und IS… bei so vielen Problemen geraten drängende, latent aktuelle Fragen schon mal ins Hintertreffen. Am heutigen Montag stellt die Welthungerhilfe ihren Bericht 2014 vor. Der Bericht von 2013 weist die ostafrikanischen Staaten Eritrea und Burundi als die am meisten von Hunger betroffenen aus. Insgesamt ist das Problem jedoch im südlichen Teil Asiens am stärksten.

Wie helfen die Deutschen?

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat aus dem deutschen Hilfskonvoi in die Ukraine eine Personality-Show gemacht. Am Montag nun reist er nach Kiew, um die Wagen persönlich "entgegenzunehmen". Müller wurde für seine Selbststilisierung viel kritisiert. Werden zumindest die Hilfsgüter wirklich helfen?

Wer ist der größte südamerikanische Antikapitalist?

Nach dem Tod von Hugo Chavez ist die Antwort klar: Evo Morales. Der erste indigene Präsident Boliviens wird am Montag vermutlich seinen Wahlsieg feiern, das Ergebnis wird in den Morgenstunden erwartet. Seit Kurzem ist Morales nicht nur Staatsmann, sondern auch Fußballprofi. Der Mann hat einen Lauf.

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