Politik : Deutschland-Trend: Schilys Sicherheitspaket kommt bei den Bürgern gut an

Für den Deutschland-Trend hat das Institut In

Für den Deutschland-Trend hat das Institut Infratest/dimap vom 25.bis 30. Oktober im Auftrag von ARD ("Bericht aus Berlin") und Tagesspiegel 1300 Wahlberechtigte (900 West, 400 Ost) befragt.

Die Wirtschaftslage ist nach Auffassung der meisten Deutschen kritisch. Drei Viertel machen sich Sorgen wegen der schlechten Konjunktur. Jeder zweite wünscht sich ein staatliches Konjunkturprogramm, nur vier von zehn Bürgern geben dagegen der Haushaltssanierung noch oberste Priorität.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes macht die Bundesregierung Punkte gut. Die Kritik an ihrer Arbeit geht zurück (minus drei Punkte), die Zufriedenheit steigt (plus zwei Punkte). Die verbesserte Position geht dabei allein auf das Konto der Sozialdemokraten. Die Leistung der SPD überzeugt mehr als die Hälfte der Bürger, die Zustimmung zur Arbeit der Grünen verharrt dagegen auf dem Niveau des Sommers. Grafiken: Politiker in der Wählergunst
Die Sonntagsfrage
Fortsetzung der Luftangriffe Eine unionsgeführte Regierung ist für die Wähler nach wie vor keine überzeugende Alternative. Nur ein Viertel traut der CDU/ CSU zu, die anstehenden Aufgaben besser zu lösen. Auch personell kann die Union nicht überzeugen. In der hypothetischen Direktwahlfrage liegt Schröder wie im Vormonat mit 49 Punkten vor der CDU-Chefin. Besser schneidet der CSU-Vorsitzende Stoiber ab. Trotz eines verkürzten Abstandes von 22 Punkten auf 18 Punkte liegt aber auch hier Schröder deutlich vorne.

Die Stärke der SPD dürfte nach wie vor mit dem Krisenmanagement des Bundeskanzlers und des Innenministers nach den Terroranschlägen in den USA in Zusammenhang stehen. Die umstrittenen Vorschläge für das Sicherheitspaket II werden von 71 Prozent der Deutschen gebilligt. Offensichtlich kommen die Vorschläge dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Bürger entgegen. Schily findet Unterstützung in allen Bevölkerungsgruppen, insbesondere aber bei den Älteren (77 Prozent). Auch über die eigenen Reihen hinaus kann Schily überzeugen. Bei den Anhängern von CDU (79 Prozent) und FDP (68 Prozent) unterstützt eine deutliche, bei den Wählern der PDS eine knappe Mehrheit (51 Prozent) die Bemühungen des Bundesinnenministers zur Terroristenbekämpfung. Gespalten sind nur die Wähler der Grünen (49:49 Prozent).

Deutlich weniger Unterstützung findet die Bundesregierung mit ihrer Absage gegen eine humanitär begründete Feuerpause in Afghanistan. Die militärische Reaktion der USA auf die Terroranschläge vom September bewerten zwar sechs von zehn als prinzipiell richtig, gleichwohl plädieren 45 Prozent für ein zumindest vorübergehendes Aussetzen der Luftangriffe.

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