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Hessen

Rot, rot, raus, rot, rot, rein

„Tricksilanti“ schimpfte man sie zuletzt und „Lügilanti“. Sie hatte versprochen, nicht mit den Linken zu paktieren – nun tut sie es doch. Am Dienstag will Andrea Ypsilanti sich mit ihrer Hilfe zur Ministerpräsidentin in Hessen wählen lassen. Es ist der zweite Versuch. Und ein gefährliches Spiel.
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Einsam am linken Rand. Andrea Ypsilanti, hessische SPD-Chefin. Foto: dpa
Es hätte ihr Moment werden können, vor ein paar Tagen auf dem Biobauernhof in Mechtildshausen bei Wiesbaden. Wochenlang hatten die hessische SPD und die Grünen hier darüber verhandelt, wie ihre Koalition aussehen könnte, und der Ort hätte nicht besser gewählt sein können. Hier hat zur Zeit der Karolinger die Reichsgerichtsstätte residiert. Todesurteile wurden gefällt und im Namen des Kaisers vollstreckt. Hier wollte Andrea Ypsilanti, SPD-Chefin, endlich dem Ärger der letzten Monate den Todesstoß versetzen. Ihre Ansprache zum Abschluss hätte der Moment sein können, in dem sie zum ersten Mal als Ministerpräsidentin spricht – nicht als amtierende, aber doch als gefühlte.

Sie verpasst die Gelegenheit. Die Kameras drängen sich vor ihr und ihrem Partner Tarek Al-Wazir von den Grünen. „Ich war schon lange nicht mehr im Bett“, lautet eine ihrer ersten, müden Botschaften. Ausgerechnet. Dann verkündet sie die Eckpunkte des Koalitionsvertrags. Politikwechsel, soziale Moderne – blutleere Phrasen, man hat sie schon oft von ihr gehört. Al-Wazir wirkt frischer. Andrea Ypsilanti muss es gemerkt haben. Immer wieder blickt sie ihn an, lächelnd, aber aus ihren Augen spricht Misstrauen. Kann auch er ihr noch gefährlich werden?

Am kommenden Dienstag, nach dem Parteitag an diesem Wochenende, will Andrea Ypsilanti sich im hessischen Landtag zur Ministerpräsidentin wählen lassen, von SPD, Grünen – und Linken. Es ist der zweite Versuch, nach ihrem Scheitern im März. Wenn es klappt,wäre es der vorläufige Höhepunkt einer Affäre, die Deutschland monatelang in Atem gehalten hat und die auch zukünftig noch viele unruhig machen wird. Das hessische Bündnis mit den Altkommunisten, zudem in einem der wirtschaftsstärksten Länder – wird es die ohnehin erodierte Sozialdemokratie im Bund endgültig zerbröseln? Oder wird es der ersehnte Befreiungsschlag?

Die Wahl wird aber auch deshalb ein waghalsiges Unterfangen, weil Andrea Ypsilanti mit Rot-Rot-Grün gegenüber CDU und FDP nur auf eine Mehrheit von zwei Stimmen bauen kann. Eine SPD-Abgeordnete, Dagmar Metzger, hat ihr die Zustimmung bereits verweigert. Bleibt ein Polster von einer Stimme. Sicherheitshalber werden diesmal besondere Stimmzettel ausgeteilt: Wahlkarten, auf denen vorgestanzte Löcher zu durchstoßen sind. Wahlbetrug sollen sie verhüten. Kritiker der Frau Ypsilanti gibt es schließlich noch zur Genüge.

Die CDU wiederum will offenbar auch auf Nummer sicher gehen. Von einem Boykott der Wahl ist am Donnerstag die Rede. Die 42 Abgeordneten müssen möglicherweise sitzenbleiben, wenn zur Wahl gerufen wird, damit nur ja keiner versehentlich seine Stimme für Ypsilanti abgibt (oder in Versuchung gerät, eine offene Rechnung mit Ministerpräsident Koch zu begleichen).

Begonnen hatte dieser Politkrimi bei den hessischen Landtagswahlen am 27. Januar. Damals hatte Andrea Ypsilanti als Underdog gegen den Favoriten Roland Koch ein sensationelles Wahlergebnis eingefahren. 36,7 Prozent! Und Koch verlor nicht nur seine absolute Mehrheit, sondern auch die Mehrheit im Landtag. Allerdings blieb die CDU knapp die stärkste Fraktion. Ein Patt war entstanden.

Ypsilanti hätte daraufhin als Vizeministerpräsidentin eine große Koalition schließen können, aber der Koch, der musste weg, das war der kleinste gemeinsame Nenner aller Oppositionsparteien – ist es bis heute. Dann sollte es eine Ampel mit der FDP und den Grünen sein, wobei wiederum die Liberalen nicht mitspielten. Blieb ein rot-rot-grünes Bündnis, zumindest die Tolerierung durch die Linke. Deren Beteiligung jedoch hatte Ypsilanti vor der Wahl selber schon verteufelt.

Dass es nun doch so weit kommen soll, war nur zu einem hohen Preis zu haben. Andrea Ypsilanti hat ihr Wort gebrochen, an Glaubwürdigkeit verloren und der gesamten SPD, die krampfhaft versucht, sich von den Linken abzugrenzen, eine hohe Hypothek auferlegt. Als machtgeil gilt sie seitdem. Auch unfähig wurde sie genannt, von Medien und von Parteigenossen. Aus Protesten wurden Parolen, aus Häme Hass, aus Ypsilanti „Tricksilanti“ und „Lügilanti“. Fast 70 Prozent der Hessen sind gegen ihren Weg. Auch über 50 Prozent der SPD-Anhänger.

Und trotzdem bekommt diese Frau am kommenden Dienstag womöglich die Macht im Land. Wieso?

Spricht man mit Weggefährten von Andrea Ypsilanti, muss man genau hinhören. Denn sie ist vor allem eins: eine widersprüchliche Person. Geradlinig und integrativ, sagen die einen. Kaltschnäuzig, unsozial und berechnend, sagen die Kritiker, die sich auch daran stören, dass alles, was Frau Ypsilanti anfasst, gleich zum „Kampf“ wird.

Das erklärt sich allerdings nicht nur aus ihrer persönlichen Biografie, sondern auch aus dem politischen Umfeld, in dem sie groß geworden ist.

Vor allem die südhessische SPD war schon immer eine spezielle Ecke der Politlandschaft, eine Art Widerstandsnest der SPD, geprägt von einer lokalen Ballung der Aufmüpfigkeit. In ihrem Einzugsgebiet hat die IG Metall ihren Hauptsitz, der DGB hatte lange eine Schule für Führungspersonal. Aus Frankfurt kamen 68er, Flughafengegner und Hausbesetzer. Hier sind Politiker sozialisiert worden wie die widerständige Heidi Wieczorek-Zeul oder „Dynamit-Rudi“ Arndt, unter anderem Oberbürgermeister von Frankfurt, der 1965 die zerbombte Alte Oper sprengen lassen wollte, statt sie neu aufzubauen.

Frau Ypsilanti ist anstrengend? Selber schuld, könnte man sagen.

Aufgewachsen ist Andrea Ypsilanti in Rüsselsheim; und gleich den ersten ihrer vielen „Kämpfe“ im Leben hat sie gewonnen. Der Vater wollte ihr das Abitur nicht erlauben. Stattdessen soll Ypsilanti, die damals noch Dill heißt, eine Banklehre machen. Sie setzt sich durch, der Vater, Meister bei Opel, gibt nach. Ein Charakterzug sticht schon hervor, der bis heute bedeutsam ist, wenn man sie begreifen will. Immer soll es das Besondere für sie sein, sie ist ehrgeizig. Sie heiratet Emmanuel Ypsilanti, einen verarmten griechischen Prinzen. Die Ehe hält nicht. Heute lebt sie mit dem Lebensgefährten, dessen Familie und ihrem Sohn in einem Frankfurter Vorort – als moderne WG, wie sie betont.

„Isch musste misch immer durschbeißen, auch in meiner Partei“, sagte sie gern in ihrem Frankfurter Dialekt. Dabei ist sie keine politische Quereinsteigerin. Schon als Studentin hatte sie mit Freundinnen ein kleines Polit-Netzwerk gegründet. „Frauen und Macht“, hieß es – genauso wie ihre mit Eins bewertete Diplomarbeit. Die Vorherrschaft des Patriarchats sollte bekämpft werden, und als sich die erste Möglichkeit ergab, schickten ihre Freundinnen sie vor: Der Juso-Vorsitz in Hessen war vakant, und Ypsilanti griff zu. Weil die anderen mit ihr nicht schritthalten konnten oder wollten, musste Ypsilanti sich Protegés suchen: allesamt Männer. Heute zählen Generalsekretär Norbert Schmitt, der Vorsitzende des Bezirks Hessen Süd, Gernot Grumbach, und der designierte Wirtschaftsminister Scheer zu den wichtigsten Beratern.

Manchmal hatte sie schlicht Glück. Profitierte von der Quote. Als 1999 in Frankfurt eine Landtagskandidatin kurzfristig verzichtete und ein Ersatz gefunden werden musste – eine Frau –, war Ypsilanti zur Stelle. Zeugen dieser Zeit bezeichnen sie als unauffällig. „Eine Kofferträgerin, die sich um Kinder- und Jugendpolitik gekümmert hat“, sagt einer, der mit ihr zusammengearbeitet hat.

Trotzdem kam sie voran. Einige sagen, dass sie gerne in die Rolle des verletzlichen Rehleins schlüpfe, um Beschützerinstinkte zu wecken. Bei einer so ehrgeizigen Person, bei einer Frau, die eine Frauengruppe gegründet hat, um sich gegen Männerstrukturen durchzusetzen, liegt der Verdacht nahe, dass das nur Berechnung ist. Aber egal wie: Sie meldet Ansprüche an und hat Erfolg. Wie 2003, als die hessische SPD die Wahlen krachend verliert. Ein neuer Fraktionsvorsitz muss her und ein neuer SPD-Chef. Um den Fraktionsvorsitz stritten zwei Männer, den Parteivorsitz will niemand. Da sagt Andrea Ypsilanti: „Ich mach’ es.“

Petra Fuhrmann wundert diese Entwicklung nicht. Die langjährige Landtagsabgeordnete aus dem Hochtaunuskreis gehört in der Welt von Andrea Ypsilanti zu den Guten. Fuhrmann soll Sozialministerin werden, und für sie ist die SPD-Chefin eine „zähe und kluge Frau“, Attribute, die sie sich vor allem zwischen 2003 und 2007 erarbeitet hat. Es ist die Zeit, in der aus der bis dato eher unauffälligen Hessin die Vorkämpferin der Linken in der SPD wurde. Am Anfang stand der Kampf gegen Gerhard Schröder und seine Agenda 2010. Ypsilanti rebellierte am lautesten.

Der 2. Dezember 2006 ist ihr bisheriger Karrierehöhepunkt. Sie wird Spitzenkandidatin für die anstehende Landtagswahl. Obwohl sie in der Mitgliederbefragung deutlich zurückliegt, legt sie ihre beste Rede hin – und gewinnt im zweiten Wahlgang knapp gegen den damaligen Fraktionsvorsitzenden Jürgen Walter, jetzt ihr schärfster Widersacher. Politisch ist er am weitesten weg von der linken Ypsilanti, persönlich pflegt er die größte Abneigung. Er ist nicht dabei im geplanten Kabinett. Wirtschaftsminister hatte er werden wollen – Ypsilanti bot das Verkehrsministerium. Ein Affront. Unklug, stöhnen die Parteigenossen.

Andere Politiker in ihrer Lage wären bedacht darauf, mit jedem Kollegen auszukommen, gerade die Gegner einzubinden. Vielleicht meint Ypsilanti, den feindlichen Herrn Walter ignorieren zu können? Dann wäre sie arrogant. Unglücklicher aber wäre es, wenn sie die Gefahr einfach nicht erkennt, die von mangelnder Verbindlichkeit ausgeht.

Sicher ist: Der größte Vorwurf an sie lautet, sie könne keine Geschlossenheit organisieren, sei nicht fähig zur Kommunikation. „Sie war überrascht von der Wucht der Kritik an ihr“, sagt ein Vertrauter. Im März versuchte sie, bei TV-Talker Beckmann zu erklären, was Sache ist. Heraus kam wirres Zeug. „Das ist in mir noch nicht entschieden“, lautete ihre Antwort auf die Frage, ob sie sich von den Linken wählen lassen wolle. Unruhig rückte sie hin und her. Einen Tag später das Bekenntnis: „Ich werde wohl eines meiner Versprechen nicht halten können.“

Dass sie sich heute selbst noch als glaubwürdige Person bezeichnet, lässt sich wohl nur aus ihrer Selbstwahrnehmung erklären. Eine Politikerin mit Vision sei sie, sagt sie – und eine Vision rechtfertigt offenbar alle Mittel. Auch einen Wortbruch. Visionen stehen über der Moral. Ist es nicht wichtiger, den versprochenen Politikwechsel zu ermöglichen? Das Erstaunen der Andrea Ypsilanti über die Empörung der Genossen und Wähler ist echt, wenn sie sagt: „Da hat mal jemand Erfolg mit ’ner Vision, da hat mal jemand ’ne Vision anzubieten, und dann reden die alles schlecht. Unglaublich schade.“

Aber was ist das für eine Vision? Andrea Ypsilanti bleibt gerne vage. „Politikwechsel, soziale Moderne, ökologische Erneuerung“ – die Adressaten ihrer Politik sind erkennbar nicht die Wähler, sondern die Funktionäre ihrer Partei. Ihr Stil ist akademisch. Ihr fehle die Erdung, wirft man ihr vor. Das Herz. Allein schon ihre Gestik: Der bodenständige Politiker nimmt gern die geballte Faust. Sie legt lieber Daumenspitze und Zeigefingerspitze zusammen, um ihre Zuhörer gleichsam aufzuspießen. Und: Sie denkt in Fernzielen. Alltag liegt ihr nicht. Wieso sonst hat sie so schnell und kampflos gleich beide Ministerien an die Grünen abgeben, die die wichtigsten Gestaltungszentren für ihre „soziale Moderne“ und die „ökologische Erneuerung“ wären: Bildung und Umwelt.

Gernot Grumbach beschreibt es so: „Sie ist keine Tagespolitikerin, sondern eine, die über den Tag hinaus denkt, das ist ihr wichtig.“

Andrea Ypsilanti geht es ähnlich wie Kurt Beck. Sie kann mit dem schnellen, medienzentrierten Politikgeschäft nicht viel anfangen. Selbst Vertraute sagen, dass Reden nicht ihre Stärke sind, genauso wenig wie lange Sitzungsnächte mit Bier und Zigaretten. Nachdem der erste Anlauf zur Minderheitsregierung gescheitert war, dauerte es eine Weile, ehe die Kritiker auf Ypsilanti zugingen. Sie selbst wurde nicht aktiv. Und beim ersten Treffen zwischen ihrem Lager und den Kritikern Ende August in Eschborn fordert sie gleich zu Beginn: „Die Sitzung darf heute aber nur bis neun gehen.“

Trotzdem: Ypsilanti ist nicht beratungsresistent. Sie lernt dazu. Vor einem Monat, beim Grillfest der Hessen in der SPD-Bundestagsfraktion, wirkte sie nachgerade locker. Sie hielt eine stolperfreie Rede und trug eine lässige schwarze Lederjacke statt des kühlen Kostüms. Dann ging sie von Tisch zu Tisch. Das Projekt „Ypsilanti und die Bodenhaftung“ ging sie so ehrgeizig an wie alle anderen. Manchmal merkte man noch, dass es eine Pflichtübung war. Ihr Blick glitt auch im Gespräch oft durch den Raum, abwesend, unruhig, wachsam, als sondiere sie ein Schlachtfeld. Ihr Lachen knipste sie aus, als der offizielle Teil vorbei war.

Am Dienstag wird man sehen, wie erfolgreich die Charmeoffensive war.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 31.10.2008)
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von berndmy berndmy ist gerade offline | 30.10.2008 21:14 Uhr
Deutsche Tageszeitungen
lieben Frau Ypsilanti - sie einfach ein prima Sack auf dem man schlagen kann, sie ist wirr, hat Glück gehabt, keine Ziele usw. Aber vorallem arbeitet sie mit der Linken zusammen. Das scheint ihr "Verbrechen" zu sein. Dieser Artikel ist wieder einer der üblichen Verunglimpfungen. Nutzt es was? Es wird sich zeigen.
Wäre Andrea Ypsilanti in einer anderen Lage hätte sie vermutlich taktisch geschickt reagiert, wäre zur rechten Zeit am richtigen Ort gewesen und eben all das Andere was dem Erfolg ausmacht.
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von peterbricks peterbricks ist gerade offline | 30.10.2008 23:47 Uhr
Selbe Haltung
Die Frau hat dieselbe Haltung zur Wahrheit vor der Wahl wie ihre Partei zur Mehrwertsteuer - und dann über soziale Gerechtigkeit labern. Für Einheitsschule sein (für das Volk und den Wahlkampf), das eigene Kind auf ner Privatschule haben, oder inzwischen neue Situation, die nur mir nicht bekannt ist?
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von besserwisser besserwisser ist gerade offline | 31.10.2008 0:58 Uhr
viel glück
bei ihrem vorhaben, frau ypsilanti. ich hoffe, sie werden in der nächsten woche den als ministerpräsident ablösen
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von kgue kgue ist gerade offline | 31.10.2008 10:00 Uhr
Frau Y. oder Herr K.
ist doch immer der selbe Mist. Alle Politiker die es soweit "geschafft" haben, sind abgeschliffen wie Kieselsteine im Meer. Da gibts dann nur noch das Denken an Macht, Karriere und Polit-intrige. Dann wirds in Hessen halt Frau Y. und? wen interessierts wirklich?
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von hoernerw hoernerw ist gerade offline | 31.10.2008 13:22 Uhr
@berndmy
Richtig. Die Hamburg war kurz nach der Hessen-Wahl. Frau Hajduk hat in verschiedenen Tageszeitungen gelogen, was das Zeug hält - nämlich, indem sie sagte, daß es kein Zusammengehen mit der CDU geben könnte, weil die inhaltlichen Differenzen zu groß seien. Nach dr Wahl war alles vergessen. Ebenso mit Moorburg. Dies wird dann als verantwortungsvoll bezeichnet.
Übrigens, die meisten politischen Karrieren unserer Spitzenpoitiker beruhen auf Zufälligkeiten.
Z.B.: Wäre Schäuble nicht mit illegale Geldannahmen involviert gewesen, wäre Merkel nie Vorsitzende und Bundeskanzlerin geworden. Hätte Bush nicht den Irak-Krieg ausgerufen im September 02, hätte Schröder die Wahl verloren und die SPD hätte keinen Pyrrhus-Sieg erlebt.
Wenn der Hund nicht ......, usw..
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von hdschmidt hdschmidt ist gerade offline | 31.10.2008 13:50 Uhr
der zweite Versuch????
Mir ist nicht geläufig, dass Sie schon mal im Landtag angetreten ist oder habe ich was verschlafen. Also ist es der erste Versuch Ministerpräsidentin zu werden.
Ich freue mich, wenn Roland Koch endlich weg ist und Frau Ypsilanti Ministerpräsidentin geworden ist. Es wird der SPD helfen bei der nächsten Bundestagswahl.
Allerdings bin ich mir nicht sicher ob nicht der Trickser Franz Müntefring noch ein As im Ärmel hat mit Ihrem Stellvertreter Herr Walter um Frau Ypsilanti zu stürzen und damit aus der Politik zu verdrängen. Dies dann nur um die Voraussetzungen für die Bundestagswahl 2009 zu verbessern, indem er sagen kann "DIE SPD PAKTIERT IM WESTEN NICHT MIT DEN LINKEN". Und somit auch keine Koalition mit den Linken nach der Bundestagswahl.
Ich traue ihm das zu nachdem er im Willy Brandt Haus mit eisernem Besen alles weggefegt hat was ihm nicht passte vom Bundespressesprecher über den Bundesgeschäftsführer bis hin zum Generalsekretär Hubertus Heil. Wer hört eigentlich noch was von Frau Nahles? Gibt es die noch neben Münte??
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von knuteisbeer knuteisbeer ist gerade offline | 31.10.2008 13:50 Uhr
Hetze
Der bösartige Artikel von Journalist Tretbar weckt in mir den Impuls,Ypsilanti in Schutz zu nehmen. Nach dem, was ich von Tretbar und über Koch weiß, ist Andrea einfach die Bessere.
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von rivka rivka ist gerade offline | 31.10.2008 14:33 Uhr
Altkommunisten
"Das hessische Bündnis mit den Altkommunisten..."

Die Linke, das sind längst nicht mehr nur die Altkommunisten. Geschlafen?
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von fotoluchs fotoluchs ist gerade offline | 31.10.2008 14:41 Uhr
keine Mehrheit
Nach allem wie sich die Lage entwickelt hat, kann sie keiner Mehrheit im eigenen Hühnerhaufen sicher sein. Daher bin ich sicher, dass sie kommende Woche die "Simonis" machen wird.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 31.10.2008 15:53 Uhr
Politikwechsel!! Das hatten wir schon einmal 1982
Da hieß das noch ebenso hochtrabend geistig-moralische Wende.

Und ausgerechnet Herr Kohl wähnte sich am Ende über dem Gesetz. Frau Ypsilanti macht sich dagegen bereits am vermeintlichen Anfang zum Kasper, wenn sie ausgerechnet mit einem Wortbruch einen Politkwechsel herbeiführen will.

Dabei hätte sie einfach nur VOR der Wahl keine Koalition ausschließen sollen. Aber DAS hätte vielleicht einen prinzipienlosen Eindruck beim Wähler hinterlassen.
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von knuteisbeer knuteisbeer ist gerade offline | 31.10.2008 16:35 Uhr
Was der Tagesspiegel so aushält!
Mit dem Abo des Tagesspiegels hoffte ich, vom Springer-typischen Journalismus befreit zu sein. Und nun obiger Artikel!

Neben Gerüchten aus der zweiten Hand- "wie die Kritiker sagen", "sagen die andern..", "bezeichnen sie als..","wirft man ihr vor" - wird nun auch noch Ypsilantis Gestik kritisiert. Sie lege Daumenspitze u Zeigefinger zusammen,"um ihre Zuhörer gleichsam aufzuspießen". Und weiter: "Der bodenständige Politiker gestikuliert gern mit der geballten Faust." Ja eben DER! Merkel u Ypsilanti wirken mit geballter Faust nicht bodenständig, sondern lächerlich.
Und zusammengeführter Daumen u Zeigefinger weisen auf feinmotorische Qualitäten hin. Y. geht ins Detail, kann Feinarbeit leisten.

Sollte Y. nicht original Y. sein, könnte sie sich der Inszenierung Merkels anschließen u Gestik u Rhetorik von Willy Brandt annehmen, plus das Orange aus der "Willy-wählen"-Kampagne. Das war schon 2mal erfolgreich.

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von kuerzel_007 kuerzel_007 ist gerade offline | 31.10.2008 17:01 Uhr
Gekauft oder "ministrabel"
Gleich vier nordhessische SPD-Abgeordnete wurden auf Y-Linie gebracht: WK-Kassel wird Minister, was interessiert Herrn Schaub dann noch die Region aus der er kommt oder Baunatal, die Stadt, deren Bürgermeister er noch ist; WK-Waldeck wird Minister, was interessiert den Herrn dann noch die Arbeitsplätze und der Flughaben Calden; WK-Eschwege wird Minister, der Radikal-Quantz forderte Dagmar Metzger wegen ihrer Haltung auf, das von ihr gewonnene Direktmandat zurück zu geben (welche ein "verquantzes" Demokratieverständnis ist das denn?; WK-Schwalm-Eder-Nord wird Minister, was interessiert den Abgeordneten Rudolph die Region, den endlos geplanten und durch alle Justizinstanzen endlich abgesegneten Autobahn-Lückenschluss und die fehlenden und auf der Kippe (200 im Krankenhaus Ziegenhain) stehenden Arbeitsplätze in der Region. Mit dem dicken Ministergehalt können die Herren auch mal über ihre Schatten springen. Mögen sie die Bruchlandung ebenso heftig und schmerzhaft erleben, wie es so manchen Wähler schmerzt, wie er von der Politik ausgelaugt wird!
Dann hoffen wir mal auf X, Y, Simonis!
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von michaelm michaelm ist gerade offline | 31.10.2008 17:25 Uhr
Auf einem Auge mehr als blind!
Was der Kommentator vor lauter Häme über Frau Ypsilanti verschweigt, ist daß jede grosse Koalition ein grober Bruch von Wahlversprechen darstellt. Erst mit grossen Worten über den "Gegner" herziehen und sich dann mit ihm ins Bett legen.
Erst gegen die MWSt.Erhöhung in Worten wettern und dann in der großen Koalition gleich 3% beschliessen.
Hält der Autor das für das Einhalten von Wahlversprechen?
Schlägt er das als Alternative in Hessen vor?

Ansonsten ist das Ganze ein ziemlich grottenschlechtes Elaborat, was sogar weit unter Springer-Niveau liegt.
Der Herr Tretbar, der Frau Ypsilanti wohl für besonders tretbar hält, sollte sich nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen, hier nervt er nur.
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von ebenrot ebenrot ist gerade offline | 31.10.2008 17:56 Uhr
Ein aufschlußreicher Artikel
Es wird ein innerliches Gabelfrühstück sein, wenn Frau Ypsilanti am kommenden Dienstag den 'Abflug' macht. Ansonsten besteht noch die Gefahr, daß diese Dame auch noch in der Bundespolitik auftritt. Von diesem Kaliber gibt's dort schon überreichlich VertreterInnen. Die hessische SPD wäre gut beraten, nach dem 04.11. wieder für geordnete Verhältnisse in ihrem Laden sorgen. Ohne Tricks und doppelten Boden.
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von hades hades ist gerade offline | 31.10.2008 19:36 Uhr
@ebenrot
"Ansonsten besteht noch die Gefahr, daß diese Dame auch noch in der Bundespolitik auftritt."

Wie auch immer die Wahl am 04.11 in Wiesbaden ausgehen mag, ich glaube es besteht kein Grund zu der Sorge :), dass Frau Ypsilanti je mal vor großem Publikum auftreten könnte – so am Dienstag ihre traurige Vorstellung nicht schon zu Ende ist, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat...
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von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 1.11.2008 10:48 Uhr
Schön,
daß die Linken Kommentarschreiber Ihre Hoffnung, Ypsilanti sei gut für Hessen nicht aufgeben! Sie faseln von Mehrheiten die es nicht gibt, denn die große Mehrheit der Hessen will die Chaoskoalition aus rot/grün/(dumm)rot gar nicht haben! Es ist zu hoffen, daß in der SPD und bei den Grünen Abgeordnete sind die Charkter haben und die Lüge von Ypsilanti nicht unterstützen, d.h. ihr nicht ihre Stimme geben! Koch muß weg (ist auch meine Meinung) ist kein Wahlprogramm das verhindern kann, daß Ypsilanti das Länd hinab zu dem Schlußlicht Berlin führt, das ja auch von einer knallroten/roten Koalition kaputtregiert wird und diesem dann "unten" Gesellschaft leistet!
Der größte Fehler nach der Hessenwahl war/ist, daß die CDU Koch nicht sofort von allen seinen Ämtern enthoben hat!
Es gibt in Hessen viele ehrliche und politisch kompetente Politiker von der CDU die eine andere Koalition zustande gebracht hätten!
Schade für das Land Hessen! Der Artikel sagt die Wahrheit über Ypsilanti!
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von ralfr ralfr ist gerade offline | 1.11.2008 11:09 Uhr
schlechte Verlierer
Man kann das gut heißen oder schlecht, fackt ist das in der deutschen Politikgeschichte auch bei anderen Partein Bündnisse geschmiedet wurden die keiner wollte. Diese Hatz die Parteien vor der Wahlentscheidung sich auf einen Koalitionspartner festlegen zu müssen ist der Versuch die Protagonisten in eine Zwangsjacke zu stecken. Schon bevor Frau Andrea Ypsilanti ins Amt kommt, mit Hilfe von Parteien deren Programme Ihres ähnlich ist, wird Sie schon des Versagens bezichtigt. Das ist Sudeljournalismus. Die Macht geht vom Volke aus und so bekommt jeder seine Regierung die er gewählt hat. Das ist gut so, wo kommen wir denn hin wenn die Presse entscheidet wer hier zu koalieren hat. In der DDR hat die SED den Kurs bestimmt, in der BRD die Presse? Das ist nicht die Demokratie die ein freies Volk wünscht. Augen auf und selber denken, nicht denken lassen. Ich wünsche jedenfalls Hessen und den Hessen eine gute Zeit.
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von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 1.11.2008 11:37 Uhr
von ralfr 01.11.2008 11:09:00 Uhr
Sie irren, nicht die Presse macht die Politik, sondern die Politiker/ Oder glauben Sie der Tagespiegel oder die FAZ oder andere Presseorgane hätten das Programm von rot/grün/knallrot geschrieben! Die Presse berichtet und jeder hat das Recht sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch kundtun! Ypsilanti hat ein Programm von dem die Mehrheit der Meinung ist, daß es Hessen nicht weiterbringt nach oben, sondern auf den absteigenden Ast nach unten Richtung Schlußlicht Berlin!
Nicht die Parteien werden "bekämpft" sondern es wird sich mit deren Programmen auseinander gesetzt! Was ist daran falsch? Viele Wähler, wie auch ich, sind der Meinung daß Ypsilanti kein gutes Programm hat!
Comment
von dali dali ist gerade online | 1.11.2008 13:23 Uhr
@segelflieger
nehmen wir mal das ganze Gewirr um die Wahl selbst weg und fragen uns, was Koch dem Land gebracht hat und noch hätte bringen können:
Noch weniger Kindergartenplätze,
noch weniger Richter, Polizisten, Sozialarbeiter,
noch gestresstere Schüler und Eltern,
Noch weniger Studienanfänger, dafür noch mehr Abbrecher,
noch mehr Benachteiligung alternativer Energien???
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 1.11.2008 18:30 Uhr
Herr Dali, sie vermitteln mal wieder den Eindruck,
dass Sie das hier diskutierte Problem nicht verstanden haben.

Wir diskutieren hier nicht die Regierungsleistung von Herrn Koch.
Wir diekutieren hier auch nicht das Wahlprogramm der SPD oder der ex-PDS.
Wir diskutieren hier die Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit von Politikern.
Wir diskutieren hier die Akzeptanz von politischen Lügen und Wortbrüchen.
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von dali dali ist gerade online | 1.11.2008 20:23 Uhr
Doch @hannibal
es geht vor allem um eines:
WEG MIT KOCH
und zwar pronto!!!
aber gemach hannibal,
wie ich schon in einem Kommentar am Tag der Wahl schrieb:
"Ypsilanti wird Ministerräsidentin,
wenn die SPD sie wählt"
Comment
von ralfr ralfr ist gerade offline | 2.11.2008 19:12 Uhr
An Segelflieger
ich denke nicht zu irren. Die Presse ist nicht unabhängig, kein Presseorgan, statt zu berichten werden die Meinungen von Intressengruppen oder des Reporters wiedergegeben. Die Art und Weise wie unterschiedlich entsprechend der Politischen Ausrichtung berichtet wird zeigt wie "unabhängig" die Medien sind. Berlin ist wegen der Vetternwirtschaft der CDU geführten Regierung in diese Lage geraten, die Arbeit der jetzigen Regierung ist nicht zu beneiden. Arm aber sexy muss Berlin Deutschland präsentieren.

Es gibt keine negativen Erfahrungen über ein rot grün dunkelrotes Bündnis in Deutschland, geben Sie den Protagonisten eine Chance.

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