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Ausbildungsförderung

Mehr Bafög – und 300 Euro für die Besten

Die Bundesregierung will das Bafög erhöhen und besonders leistungsstarke Studenten belohnen.
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Foto: dpa dpa
Berlin - Die Bundesregierung will zum 1. Oktober 2010 die Ausbildungsförderung Bafög (Bundes-Ausbildungs-Förderungsgesetz) erhöhen. Zugleich soll ein nationales Stipendiensystem für besonders leistungsstarke Studenten eingeführt werden. Der Umfang der Bafög-Erhöhung müsse mit den Ländern noch besprochen werden, sagte ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums. Mehr Bafög gehört auch zu dem Forderungskatalog der überall in Deutschland protestierenden Studenten.

SPD und Linke warnten davor, ein höheres BaföG von der Zustimmung der Länder zu dem umstrittenen Stipendiensystem abhängig zu machen: Beides habe nichts miteinander zu tun. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am 16. Dezember mit den Ministerpräsidenten der Länder über beide Themen sprechen. Das Bafög wird zu 65 Prozent vom Bund, zu 35 Prozent von den Ländern finanziert.

Die Länder-Kultusminister hatten sich bereits Mitte Oktober geschlossen für eine Bafög-Erhöhung ausgesprochen. Das Stipendienmodell ist bei ihnen hingegen umstritten. Dessen Kosten werden auf rund 360 Millionen Euro geschätzt, die sich Bund und Länder je zur Hälfte teilen sollen. Die Opposition fürchtet deswegen Abschläge beim Bafög.

Union und FDP wollen künftig die leistungsbesten zehn Prozent der rund zwei Millionen Studenten mit einem Stipendium von 300 Euro monatlich unterstützen. Das Geld soll unabhängig vom Einkommen der Eltern und vom Bafög-Bezug gezahlt werden. Die Hälfte des Geldes soll der Staat zahlen, die andere Hälfte sollen die Hochschulen bei der lokalen Wirtschaft einwerben.

Beim Bafög soll neben der Erhöhung der Fördersätze und der Elternfreibeträge auch die bisherige Altersgrenze von 30 Jahren fortfallen: Damit soll Studenten, die nach dem Bachelorabschluss in den Beruf gehen, ein späteres Masterstudium ermöglicht werden.

SPD-Fraktionsvize Dagmar Ziegler lehnte das Stipendienmodell aus inhaltlichen Gründen ab. Die Förderungen seien abhängig von der Wirtschaftskraft des Hochschulstandortes, von Brancheninteressen und der jeweiligen Konjunkturlage. Auch hätten die Stipendien keine Sozialkomponente. Die Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, die frühere sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange, bezeichnete die Koppelung von Bafög-Erhöhung und Stipendieneinführung als „blanke Erpressung“ und „Ohrfeige für die Protestierenden“. In den wirtschaftsschwächeren Ländern werde durch das Modell den öffentlichen Haushalten das notwendige Geld für eine solide Bafög- Erhöhung entzogen. dpa

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 21.11.2009)
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von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 21.11.2009 11:32 Uhr
Leistung
muss sich lohnen, der Druck muss wachsen bis zum erbrechen, da werden Studenten gegeneinander ausgespielt und Ellenbogen eingesetzt. Was ist mit den Studenten, die 0,1 über dem Schnitt liegen, wer will das festsetzen? Wird nur derjenige der einen Durchschnitt von 1,0 hat mit 300 Euro "belohnt" ?

Frau Schavan hat bisher zu nichts eine Haltung gehabt, alles war Ländersache nun plötzlich tut sie sich mit Dingen hervor, die völlig an den Problemen der Studenten vorbei geht. So werden die Hörsäle nicht kleiner und so gibt es kein besseres Personal, komplette Elitenförderung auf dem Rücken der anderen und das zieht sich durch alle Bereiche unserer Gesellschaft, dass wird nicht gut enden mit den schwarz/gelben, die wollen eine Politik wie in Amerika, nur verkennen die, dass Deutschland dafür garkeine Voraussetzungen hat, weil die Menschen hier überhaupt keinen Freiheitsgedanken kennen und zum 2. auch kein Gemeinschaftsgefühl entwickelt haben, wie auch nach 2 Diktaturen, dass ist fatal.
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von unbekannt | 21.11.2009 12:46 Uhr
aber oliver111
das wollte ich jetzt gerade schreiben...wie sieht ein leistungsstarker student aus? wie denkt er, was fühlt er, welchen bezug hat er zum volk...etc. pp.welche art von chef wird er?
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von dali dali ist gerade online | 21.11.2009 15:50 Uhr
Aber @gany, das musst Du doch wissen,
ein "leistungsstarker Student" denkt gar nicht, sondern tut, was man ihm sagt und vorschreibt.
Natürlich tut er das vorwiegend aus eigenen Mitteln, die Bücher, die er ausleihen bzw. lesenwill, kauft er sich natürlich selbst und die notwendige Bildungsökonomie hat er sich bereist auf einer Privat-Uni, die dies lehrt, angeeignet.
Selbstverständlich ist er in die akademischen und außer-akademischen Netzwerken verankert.
Wenn er dann auch noch garantiert, in den Regelstudioenzeiten sein Studium (natürlich mit summa cum laude) abzuschließen und eidesstattlich, dass seine Eltern ihn das gesamte Studium über finazieren werden,
hat er doch 'ne Belohnung verdient

oder???
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von andrej andrej ist gerade offline | 21.11.2009 20:54 Uhr
und, nochmal, @dali
nach welchen kriterien vergibt den die stiftung vom alten fritz, pardon, die friedrich-ebert-stiftung, ihre stipendien???
Wichtigstes Kriterium für die Aufnahme ist neben der Qualifikation bzw. überdurchschnittlichen Studienleistungen ein überdurchschnittliches gesellschaftspolitisches Engagement.
Aha, entweder man kriegt, ihre worte, mit "summa cum laude" n stipendium, oder mit "summa cum dem SPD-abgeorneten-die-tasche-tragen".
auch ne möglichkeit, junge akademiker zu formen, eh, sorry, fördern!
Comment
von dali dali ist gerade online | 21.11.2009 23:25 Uhr
@andrej
nach anderen...

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