[Kommentare: 23]

Dresden

War der Täter rechtsextrem?

Die Ermittlungen zur Tötung der ägyptischer Apothekerin gehen weiter - und auch die Kritik an den offiziellen Reaktionen hält an.
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Berlin - Er ließ seinem Hass freien Lauf. Mit 18 Stichen tötete der Russlanddeutsche Alex W. vor einer Woche die Ägypterin Marwa E. im Landgericht Dresden, die Staatsanwaltschaft sucht weiter nach Ursachen. „Wir prüfen, ob das Motiv spezifisch islamophob war oder generell ausländerfeindlich“, sagte der Dresdener Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Dienstag dem Tagesspiegel. Jedenfalls sei wahrscheinlich, dass als Merkmal für Mord neben Heimtücke der Ausländerhass „eine große Rolle spielt“. Offen bleibt zudem, ob Alex W. in Deutschland oder in Russland Kontakte zu Rechtsextremisten unterhielt. Die Staatsanwaltschaft hofft auch auf Informationen der russischen Behörden.

In Sicherheitskreisen hieß es, vermutlich habe W. „seine Prägung schon in der alten Heimat erhalten“. Gerüchte, W. habe in Tschetschenien gegen die Rebellen gekämpft, blieben unbestätigt. In Russland sind Ressentiments gegen Muslime vor allem wegen der Tschetschenienkrise weit verbreitet. Bei Angriffen junger Neonazis starben viele Muslime.

Durch den Mord in Dresden ist die Öffentlichkeit nun mit einem Problem konfrontiert, das bislang kaum wahrgenommen wurde: Ein Teil der Russlanddeutschen erscheint, wie die Gesellschaft insgesamt, anfällig für Rassismus und Rechtsextremismus. Andererseits werden Russlanddeutsche Opfer brauner Gewalt. Härtestes Beispiel: 2003 erstach ein Rechtsextremist in Heidenheim (Württemberg) drei deutschrussische Jugendliche.

Die Sicherheitsbehörden schließen es derzeit eher aus, dass Alex W. in Deutschland einer rechtsextremen Gruppierung angehört. Bei der Durchsuchung der Wohnräume von W. wurde offenbar kein einschlägiges Indiz entdeckt. Es sei aber denkbar, dass rechtsextreme Agitation seine Ressentiments gegen Muslime gestärkt hat, sagte ein Experte. Die NPD gründete im Februar 2008 einen „Arbeitskreis der Russlanddeutschen“, in Wahlkämpfen verteilte die Partei schon Flugblätter in russischer Sprache. Eng liiert mit der NPD ist zudem die Gruppierung „Die russlanddeutschen Konservativen“, die ebenfalls russischstämmige Aussiedler mit rassistischen Parolen aufheizt.

Der Zentralrat der Muslime hat am Dienstag erneut die aus seiner Sicht laue Reaktion deutscher Regierungsstellen auf die Tat gerügt. Der Vizesprecher der Regierung hatte am Montag von unklarer Sachlage gesprochen. „Die Indizien für eine islamophobe Tat sind erdrückend“, sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Aiman Mazyek. Vorsicht sei gut, aber hier grenze sie an Beschwichtigungspolitik. Angemessen wäre „ein Signal der Anteilnahme, die das menschliche Antlitz Deutschlands zeigt“. Damit könne man auch helfen, die wütenden Reaktionen in Ägypten zu beschwichtigen. Unterdessen versuchen Islamisten, den Mord propagandistisch zu nutzen. Der Prediger Pierre Vogel ruft für Sonntag zu einer Demonstration in Berlin auf, gegen die „Diskriminierung muslimischer Frauen“. Gemeint ist offenbar nur die Diskriminierung von Muslimas durch Nichtmuslime. Andrea Dernbach/Frank Jansen



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 08.07.2009)
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Kommentare [ 23 ] Kommentar hinzufügen »

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von berggeist berggeist ist gerade online | 7.7.2009 22:04 Uhr
Wer einen Menschen vorsätzlich tötet, ...
ist vorerst ein gewöhnlicher Verbrecher, die Motivation und Zuordnung zu Gruppierungen ändert daran nichts. Ob nun einer Auftragsmorde oder aus welchem Grunde auch immer ausführt, ist unerheblich, es handelt sich um jeden Falle um Schwerstverbrecher, dabei spielt es auch keine Rolle, wer der Auftraggeber wäre. Die Szene und die Ursachen, das Motiv zu erkennen, ist wichtig für die Prävention und natürlich auch für die Bewertung des Verbrechers. Trotzdem Mörderpack nicht unter 25 Jahren wieder rauslassen, möglichst zeitlebens ohne Chance auf Feilassung vergattern. Bei Serienmördern jede Begandigung von Beginn an ausschließen.

Berggeist
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von unbekannt | 7.7.2009 22:56 Uhr
es besteht offensichtlich ein Interesse, ...
... einem eingewanderten und geistig gestörten Russlanddeutschen eine Neonazi-Vita anzudichten.

Will hier jemand sein politisches Süppchen kochen?

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von rollvieh rollvieh ist gerade offline | 8.7.2009 0:09 Uhr
Kompliment


Zitat von Andrea Dernbach/Frank Jansen

Unterdessen versuchen Islamisten, den Mord propagandistisch zu nutzen. Der Prediger Pierre Vogel ruft für Sonntag zu einer Demonstration in Berlin auf, gegen die „Diskriminierung muslimischer Frauen“. Gemeint ist offenbar nur die Diskriminierung von Muslimas durch Nichtmuslime.



Dieser letzte Satz gefällt mir, auch wenn der direkte Zusammenhang zum Geschehen fehlt. Unter islamistisch motivierter Gewalt aus den eigenen Reihen leiden auch in Deutschland viele Muslimas, das sollte - ohne relativieren zu wollen - nicht vergessen werden.

Ob nun islamfeindlich, ausländerfeindlich, frauenfeindlich oder rechtsextrem, es war ein Verbrechen, für das der Täter zur Verantwortung gezogen werden muss.
Der Mord an der jungen Frau tut mir sehr leid, besonders natürlich für ihren kleinen Sohn, der nun ohne Mutter aufwachsen muss.
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von aberration aberration ist gerade offline | 8.7.2009 3:00 Uhr
Keine Panikmache bitte
Es handelt sich doch hier augenscheinlich um einen Mord im Affekt. Dieser junge Russlanddeutsche ist offensichtlich aus Ärger ausgerastet, weil er in der Berufungsverhandlung kein Recht zu bekommen schien. Er hat die Nervern verloren und zugestochen. Deswegen muss das Ganze doch nichrt gleich überbewerten und aufbauschen. Die ägyptische Presse betreibt reine Panikmache, wenn sie die westliche Reaktion auf diesen Vorfall mit der Reaktion auf den Mord an Theo van Gogh vergleicht. Dort handelte es sich wirklich um vorsätzlichen, rassistisch motivierten Mord, dem Hass auf alle freiheitsliebenden Menschen entsprungen.
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von papuatriade papuatriade ist gerade offline | 8.7.2009 11:45 Uhr
Wenn der "Gruß aus Solingen",,
...Bestandteil der Streitkultur vor Gericht und im Alltag wird,
und die Legislative die freiheitlich demokratische Grundordnung
ignoriert,dann ist Selbstjustiz auf der einen Seite und Selbstschutz andererseits angesagt.Konsequenz: das Waffenrecht
der USA zur Entlastung des weichgespültem Gewaltmonopol der BRD.
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von hw8 hw8 ist gerade offline | 8.7.2009 8:09 Uhr
Warum so ein Theater?
Zwei Tage nach dem Mord im Gericht wurden wieder 2 moslemische Frauen abgestochen. Allerdings von ihrem Bruder... Warum wird darüber kaum berichtet? (http://www.radiogong.com/index.php?id=426&singelid=6728) Gut, die sind nicht gestorben, aber ist es weniger schlimm, wenn der eigene Bruder die Frauen ersticht?

Der Typ war einfach gestört und nun konstruiert wieder jeder ein Nazideutschland.
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade offline | 8.7.2009 9:49 Uhr
@hw8
Ich kann nicht erkennen, dass irgendjemand "ein Nazideutschland" konstruiert. Aber wenn der Täter rechtsextremistische Motive hatte, dass muss dies auch thematisiert werden. Ebenso wie in dem von Ihnen genannten Fall die Motive des Täters betrachtet werden müssen.

Es gibt mehr als nur ein Problem, das es zu lösen gilt. Die Integration bisher nicht-integrierter Menschen mit MH gehört dazu und die Bekämpfung des Rechtsextremismus gehört ebenso dazu.

Ich verstehe nicht, warum so viele Teilnehmer in diesem Forum das Thema Rechtsexremismus negieren, bzw. bagatellisieren. Bei einem Artikel über Alltagsrassismus in Berlin vor einigen Tagen konnten sich nur einige Kommentatoren dazu durchringen, Rassismus ohne jede Einschränkung zu verurteilen.

Jedes Aufrechnen (wie in Ihrem Beitrag, hw8) entfernt uns von der Problemlösung. Glaubt irgendjemand hier, man kann unterschiedlich motivierte Gewalttaten (rechtsextremisch motivierte, linksextremistisch motivierte, islamistisch motivierte, durch Familien"ehre" motivierte) auf die gleiche Art und Weise bekämpfen?

Jedes dieser Probleme muss gesondert analysiert werden, um gesonderte Lösungsansätze zu erarbeiten. Es ist kontraproduktiv, ein Problem unbearbeitet zu lassen, weil man meint, ein anderes wäre schlimmer.

mog
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von coyote coyote ist gerade offline | 8.7.2009 9:49 Uhr
Nein !!!!!!!!!!!!
Es war ein ganz " normales Verbrechen " , ohne rassistischen Hintergrund .
Comment
von toppo toppo ist gerade offline | 8.7.2009 10:37 Uhr
@coyote
Wenn jemand eine kopftuchtragende Frau auf einem Spielplatz als "Islamistin" und "Terroristin" bezeichnet dann ist das definitiv rassistisch. Wegen dieser Beleidigungen kam es ja überhaupt erst zu der Gerichtsverhandlung.
Comment
von vielleser vielleser ist gerade offline | 8.7.2009 14:31 Uhr
Rasse
Guten Tag,

wusste bisher nicht, dass Islam und Terror "Rassen" sind.

Ist Rassismus also nicht auf Ethnien bezogen?

Wäre die Bezeichnung "Fremdenfeindlichkeit" nicht zutreffender?

mfg


Comment
von zweifel zweifel ist gerade offline | 8.7.2009 17:24 Uhr
Wenn wir fremdenfreindliche Äußerungen...
...grundsätzlich unter Strafe stellen, dann rollt eine Prozesswelle auf uns zu, die auch viele Migranten erfassen wird.
Rassismus ist eine Ausprägung von Fremdenfeindlichkeit, besonders beliebt deswegen, weil man unter Rasse die "Anderen" beliebig zusammenfassen kann (einheitliche Rassen gibt es in kaum einem Land noch und noch seltener sind Rassen mit Nationen identisch).
Eigentlich Rassisten mag es vereinzelt in den Südstaaten der USA unter der weißen oder in einigen afrikanischen Staaten unter der schwarzen Bevölkerung geben - bei uns ist Rassismus doch inzwischen gleichbedeutend mit Fremdenfeindlichkeit geworden.
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von coyote coyote ist gerade offline | 8.7.2009 12:23 Uhr
@ toppo
Ob es wirklich ein rassitischer Hintergrund gibt , ist doch nicht erwiesen . Die Muslime sprechen schon wieder von " Islamphobie " - lächerlich .

Deutschland ist ein ausländerfreundliches Land , Muslime oder andere Ausländergruppen haben hier nichts zu befürchten . Der Mord von Dresden war ein schlimmer , bedauerlicher Einzelfall .
Comment
von toppo toppo ist gerade offline | 8.7.2009 15:10 Uhr
@coyote
Wenn wir hier über die Hintergründe der Tat sprechen, dann geht es doch um das Motiv des Täters, bzw. die Faktoren die ihn zu einer solchen Tat getrieben haben. Diese sind wohl nur im Gehirn des Täters zu finden. Und da wollen Sie wirklich abstreiten, dass die dort offensichtlich vorhandenen rassistischen Tendenzen hier eine Rolle gespielt haben? Sie mögen nicht alles sein, diese Betrachtung wäre zu einseitig, aber genauso einseitig ist Ihre strikte Negierung einer rassistischen Tat.

Ansonsten kann ich mich den Ausführungen von @mogberlin nur anschließen.
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von reverseangel reverseangel ist gerade offline | 8.7.2009 15:57 Uhr
So, so-
"Deutschland ist ein ausländerfreundliches Land"... hahaha-Halluzinieren Sie? Das ist ja eine beinahe groteske Behauptung
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von zweifel zweifel ist gerade offline | 8.7.2009 17:10 Uhr
Zumindest ist Deutschland...
...bei Einwanderern beliebter als viele andere westliche Länder.
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von metin metin ist gerade offline | 10.7.2009 3:29 Uhr
@zweifel,
also das ist einfach durch die deutsche brille gesehen, deutschland ist mit sicherheit nicht das beliebteste einwanderungsland, wenn jetzt zahlen kommen, dann lach ich mich tot.
wenn überhaupt, dann kommen einwanderer wegen des hartz4-satzes. nicht weil es hier so vor ausländerfreundlichkeit strahlt. im fall der ägypterin handelt es sich um einen doktor. seine ehefrau kam mit, weil der mann ein job beim institut hatte. übrigens sind wenn überhaupt, multikuti-gegenden beliebt wie berlin kreuzberg, oder neukölln, kein marzahn, oder dresden.
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von bernie0711 bernie0711 ist gerade offline | 8.7.2009 12:35 Uhr
Motiv: Rache
Ich sehe hier als einziges Motiv Rache. Der Täter wurde bereits wegen Beleidigung verurteilt. Er nahm ein Messer mit zur Berufungsverhandlung; das läßt den Schluß zu, daß er die Absicht hatte, die Zeugin im Gericht zu töten. Insofern verstehe ich nicht, daß man hier wegen Totschlags ermittelt, und nicht wegen Mordes.
Ferner verstehe ich nicht, warum man hier nach angeblichen rassistischen oder islamfeindlichen Motiven sucht. Ich meine, das Urteil sollte nicht strenger oder milder ausfallen, nur weil angebliche rassistische oder islamfeindliche Motive naheliegen. Mord bleibt Mord. Und lebenslänglich sollte auch lebenslänglich bleiben.
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von giacomo giacomo ist gerade offline | 8.7.2009 13:12 Uhr
@toppo!
Solange die Islamophobie weiterhin negiert wird, wird dieser Mord mit Sicherheit kein Einzelfall bleiben.
Comment
von Geronimo Geronimo ist gerade offline | 8.7.2009 14:29 Uhr
Nah ja....
Pierre Vogel ist ein bekannter Feind der Integration ( s. Pierre Vogel, Wikipedia )
Comment
von Geronimo Geronimo ist gerade offline | 8.7.2009 14:49 Uhr
Islamophobie ?
@ giacomo
Die Islamophobie wird leider, für politische Zwecke, benötigt.
Die Wahlbeteiligung ist niedrig....
Comment
von unbekannt | 8.7.2009 15:46 Uhr
Instrumentalisierung


Zitat von TSP

Unterdessen versuchen Islamisten, den Mord propagandistisch zu nutzen. Der Prediger Pierre Vogel ruft für Sonntag zu einer Demonstration in Berlin auf, gegen die „Diskriminierung muslimischer Frauen“. Gemeint ist offenbar nur die Diskriminierung von Muslimas durch Nichtmuslime.



Wird nicht das gleiche im Meinungsartikel von Frau Dernbach gemacht?
Comment
von jakob jakob ist gerade offline | 8.7.2009 16:01 Uhr
Eine abscheuliche Tat.
Darüber wird keiner, der seinen gesunden Menschenverstand zusammen hat, diskutieren. Diese Tat fällt auch deswegen so auf, weil ein derartiges Verbrechen in unserem Land selten ist (zum Glück).

Mich wundert es nicht, daß Aiman Mazyek und Pierre Vogel jetzt versuchen, dieses Verbrechen in ihrem Sinne zu instrumenatlisieren. Beiden kommt diese Tat gelegen. Mazyek benutzt dies Verbrechen im Rahmen seiner Lobby-Arbeit für den Zentralrat der Muslime. Pierre Vogel als überzeugter islamischer Fundamentalist und Prediger um sein salafitisches Weltbild zu verbreiten.

Mazyek und Vogel wären viel glaubhafter, wenn sie sich mit der gleichen Vehemenz gegen "Ehrenmorde" in moslemischen Gesellschaften aussprechen würden. Die grosse Anzahl dieser Verbrechen läßt es nicht zu, sie als Einzelfälle abzutun.



Zitat von http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,556404,00.html

48 Menschen wurden seit 1996 in Deutschland Opfer von sogenannten "Ehrenmorden" - das ergab im Mai 2006 eine Untersuchung des Bundeskriminalamts (BKA). 36 der Opfer waren Frauen. Experten schätzen, dass die Dunkelziffer der Ehrenmorde sehr groß ist - denn viele der Morde tauchen nicht in der Zeitung auf oder werden nicht so zur Anzeige gebracht, dass sie als Ehrenmord zu identifizieren sind. In der Türkei sind nach Regierungsangaben in den vergangenen sechs Jahren etwa 1800 Frauen im Namen der Ehre ermordet worden - das heißt fast jeden Tag eine. Die Uno schätzt die Zahl der Ehrenmorde jährlich weltweit auf etwa 5000. Die höchste Ehrenmordrate hat Pakistan.

Comment
von coyote coyote ist gerade offline | 8.7.2009 18:36 Uhr
@ reverseangel
Als Berliner mit Migrationshintergrund ( unkorrekt Ausländer ) erlaube ich mir das zu beurteilen . Ich bin inzwischen deutscher Staatsbürger und NUR Deutscher .

Es gibt hier keine FN , Vlaams Belang oder Geert Wilders .

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