[Kommentare: 40]

Gesundheitskosten

Philipp Rösler - Minister ohne Beitrag

In einer Aktuellen Stunde wollte die Opposition im Bundestag über die Gesundheitspolitik von Schwarz-Gelb debattieren - speziell über die Zusatzbeiträge der Krankenkassen. Doch der entscheidende Gegner auf der Regierungsbank fehlte.
Anzeige
Bild vergrößern
Unter Handlungsdruck. Nicht nur die Opposition, auch Politiker der eigenen Koalition erwarten von Gesundheitsminister Rösler stärkere Sparanstrengungen. Foto: dpa dpa-Zentralbild
Berlin -  Berlin - Bei den Zusatzbeiträgen sitzt die SPD im Glashaus, doch das scheint deren Expertin Carola Reimann nicht weiter zu stören. „100 Tage Rösler“, so polemisierte die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, „heißt für Millionen von gesetzlich Versicherten fast 100 Euro mehr Beitrag.“ Die angekündigten Aufschläge der Krankenkassen bringen FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler, obwohl von der großen Koalition ersonnen, zunehmend unter Handlungsdruck.

Von dem Ressortchef war am Freitag nur via „Bild“-Zeitung zu erfahren, dass er die Zusatzbeiträge für „unsozial“ hält – und als Gegenmittel seine Kopfpauschale samt Sozialausgleich empfiehlt. Dem Schlagabtausch in einer von den Grünen beantragten Aktuellen Stunde ging Rösler aus dem Weg. SPD, Grüne und Linke indessen nutzten die Debatte, um der Regierung Untätigkeit vorzuwerfen — und sie aufzufordern, jetzt zumindest gegen überhöhte Arzneipreise vorzugehen. Auch vom Koalitionspartner aus München kamen scharfe Handlungsanweisungen. Rösler müsse die Beteiligten an einen Tisch holen, forderte CSU-Chef Horst Seehofer in der „Passauer Neuen Presse“. Nötig seien „verbindliche Vereinbarungen über Kostendämpfung und Einsparungen im Gesundheitswesen“.

Dass dabei alle als Erstes an die Pharmabranche denken, ist kein Zufall. Den Ärzten oder Klinikbetreibern auf die Füße zu treten, wäre weit unpopulärer. Und unergiebiger: Medikamente sind der zweitgrößte Ausgabeposten der gesetzlichen Kassen, und sie haben die höchsten Kostensteigerungsraten. Für dieses Jahr ist wieder ein Ausgabenzuwachs von 6,1 Prozent anvisiert. „Wenn man eine Stellschraube bei den Kosten sucht“, sagt die Vorstandschefin der Barmer GEK, Birgit Fischer, „dann ist sie eindeutig hier zu finden.“

Mehr als 30 Milliarden Euro haben die Kassen im vergangenen Jahr für Medikamente ausgegeben. Und laut Arzneimittelreport ließen sich davon mindestens 6,1 Milliarden sparen – rein rechnerisch sind das 0,6 Beitragssatzpunkte. Doch im Koalitionsvertrag ist vom Sparen im Pharmabereich nur vage die Rede. Man wolle „die Chancen innovativer Arzneimittel künftig besser nutzen, ohne die Finanzierung der Krankenversicherung zu gefährden“, heißt es darin. Und: „Vereinbarungen zwischen Krankenversicherung und pharmazeutischen Herstellern können ein Weg sein, um dieses Ziel zu erreichen.“

Rösler hat mehrfach betont, dass er von verordneter Kostendämpfung nichts hält – egal in welchem Sektor. Doch allmählich muss er handeln. So kündigt er nun an, darüber diskutieren zu wollen, „wie die Effizienz im Pharmabereich verbessert werden kann“. Man werde „Einsparpotenziale suchen und für die Versicherten nutzen“ – dabei aber „intelligenter“ vorgehen als früher, sagte Rösler der „Frankfurter Allgemeinen“ – nämlich „in fairem und wettbewerblichem System“.

Will heißen: Kassen und Pharmaindustrie sollen selber zu Potte zu kommen. Das ist zwar nicht der Druck, den sich Opposition und CSU wünschen, kommt aber den großen Versicherern entgegen. Auch sie verhandeln lieber direkt mit den Herstellern, als sich staatlichen Vorgaben zu unterwerfen. Allerdings findet es die Barmer-Chefin nicht gerade förderlich, dass das Ministerium als Erstes auf die Pharmaindustrie zugeht. Auch das sei ein Signal, sagte Fischer dem Tagesspiegel.

Daneben produziert das Ministerium Widersprüche. Während Rösler die Rabattverträge für Nachahmerpräparate lobt, kündigt sein Staatssekretär Daniel Bahr an, diese unterlaufen zu wollen. „Warum sollten die Versicherten nicht das Recht haben, gewohnte Medikamente zu erhalten und dafür die Mehrkosten zu zahlen?“, fragt er. Wer Patienten in der Apotheke Wahlmöglichkeiten eröffnen wolle, untergrabe das erfolgreiche Rabatt-Instrument, kontert Fischer. Die Firmen ließen sich nur auf Niedrigpreise ein, wenn man ihnen hohe Abnahmemengen garantiere. Das sieht auch die Union so. „Rabattverträge leben davon, dass Masse gemacht wird“, sagte Fraktionsexperte Jens Spahn dem Tagesspiegel. Rabattverträge erhalten und gegen Aufpreis freie Arzneiwahl ermöglichen zu wollen, schließe sich aus.

Die Hersteller versuchen derweil, die Erwartungen zu dämpfen. „Es hilft nichts, immer zu sagen, die Pharmabranche muss sparen“, heißt es beim Verband der Pharmazeutischen Industrie. In bestimmten Bereichen könne nicht weiter gekürzt werden. Allerdings sei man offen für Preisverhandlungen bei patentgeschützter Arznei. Das dürfte den vorsichtigen Minister immerhin hoffnungsfroh stimmen – denn diese Medikamente sind die teuersten.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 30.01.2010)
Sie interessieren sich für dieses Thema und wollen keinen Artikel im Tagesspiegel dazu verpassen? » Informieren | » Login

Aus anderen Ressorts

Berlin und Hertha:

Verlierer sind wir alle
Herthas Abstieg wäre eine Tragödie für ganz Berlin, für Basketballfans ebenso wie für Union-Anhänger. Gewinnt Hertha, gewinnt Berlin – verliert Hertha, verlieren wir alle. Wenn Hertha nicht mehr erstklassig ist, dann wird sich auch die Stadt zweitrangig anfühlen.

Poker-Raub:

Auf die heiße Spur lauern
Neun Tage ist der Überfall auf das Pokerturnier im Grand Hyatt jetzt nicht aufgeklärt – denn trotz des immer wieder beschriebenen Dilettantismus gibt es keine unzweifelhaften Hinweise auf die Täter.

Hertha BSC:

Zeit des Leidens

Kommentare [ 40 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von nielas.aran nielas.aran ist gerade offline | 29.1.2010 18:17 Uhr
Ich hoffe...
.. inständig, dass Herr Rössler es schafft die Kopfpauschale einzuführen und unser Gesundheitssystem damit Fit für dieses Jahrhundert macht!
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 29.1.2010 19:37 Uhr
nielas.aran
lesen Sie den Kommentar von Herrn Casdorff zu Ihrer heissgeliebten Kopfpauschale, besser und treffender kann niemand es sagen, und da können Sie noch so oft und lange posaunen, oder sind Sie etwa Hr. Rösler, der machts so wie Sie
Comment
von welu welu ist gerade offline | 29.1.2010 19:44 Uhr
nachgefragt
das meinen Sie aber Ironisch oder?
Comment
von kaleu kaleu ist gerade offline | 30.1.2010 11:46 Uhr
Wenn er das will nielas.aran, na dann...
...soll er`s doch mal deutlich anschieben. Doch zu sagen, hat er bislang nicht viel dazu.
Kaum zu glauben, dieser Minister zeigt irgendwelche abstrusen Vorstellungen von einer Reform. Wie das ganze vernünftig und stabil zu realisieren wäre, davon fehlt ihm allerdings noch jede Vorstellung.
Oh doch, das darf nicht unterschlagen werden. Eine Vorstellung beherrscht er sichtbar und glänzend: Nämlich die, sich erfolgreich den Erfolgsvorstellungen der Pharmaindustrie zu nähern.
Comment
von labcool labcool ist gerade offline | 29.1.2010 18:40 Uhr
Fit für dieses Jahrhundert
da mache ich mir mit der FDP keine sorgen.
Die schafft es wirklich,die Kuh die schon geschlachtet ist noch
einmal zur Schlachtbank zu führen.
Comment
von serafin serafin ist gerade offline | 29.1.2010 18:44 Uhr
Ich hoffe....
man erkennt, dass Rösler nur Sprechblasen produziert und ersetzt ihn!
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 29.1.2010 18:45 Uhr
was bildet
dieser Pbberlobbyist der Pharmaindustrie sich eigentlich ein. Zu einem Thema, das sehr sehr viele Bürger angeht, und im Bundestag diskutiert wird, fehlt er einfach. Ungeheuer, noch wird er von uns alimentiert, oder täusch ich mich da.

Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 29.1.2010 19:25 Uhr
meinte
Oberlobbyist

epunion

nielas hat nichts anderes drauf, als zu allen Artikeln dieses bürokratische Monster anzupreisen. Das kann schon gar nicht kommen, da dieses andere Highlight dieser Regierung, Brüderle, doch den Bürokratieabbau genauso predigt, wie seine Steuersenkungen.
Comment
von epunion.de epunion.de ist gerade offline | 29.1.2010 18:45 Uhr
@nielas.aran
Warum wollen Sie in Deutschland etwas aufwärmen, was in Schweiz schon lange nicht mehr schmeckt.

Letztlich würde die Kopfpauschale rückwirkend der Steuerzahler finanzieren müssen.

Die Kopfpauschale nutzt nur wenigen und schadet vielen.

Zitat:




Rat- und rastlos wird in der Schweiz das Gesundheitswesen reformiert - eine Dauerbaustelle. Dabei glaubten die Eidgenossen, mit der Großreform im Jahr 1996 würde alles besser werden.

Im Durchschnitt muss jeder erwachsene Schweizer etwa 250 Euro für die obligatorische Grundversicherung zahlen. Hinzu kommt eine generelle Franchise (Selbstbehalt) von 300 Franken im Jahr sowie eine Eigenbeteiligung von zehn Prozent der Behandlungskosten - bis zu einer Grenze von 700 Franken, bei Kindern und Jugendlichen 350 Franken. Immer mehr Familien sind damit finanziell überfordert. 2010 steigen die Prämien schweizweit im Schnitt um 8,7 Prozent. Im vergangenen Jahr mussten die Kantone bereits 3,4 Milliarden Franken für Prämienverbilligungsprogramme aufbringen.



Quelle :
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/jahresendausgabe-2009/article/581470/schweizer-ihrer-kopfpauschale-kreuzungluecklich.html
Comment
von zacha zacha ist gerade offline | 30.1.2010 12:55 Uhr
qepunion.de
3,4 Mrd. Franken, das sind doch gut 2 Mrd. Euro. Das ist im Vergleich zu den veranschlagten Kosten für die Prämienverbilligung im deutschen System, auch wenn man den Bevölkerungsunterschiedt mit berücksichtigt, noch relativ wenig.

Vor allem aber ist die Kopfpauschale selbstverstänclih nich tin jeder Ausgestaltung eine eierlegende Wollmilchsau die Jahrzehnete lange immer super funktioniert. Die Zahlen die da stehen sind recht wenig aussagekräftig, außer dass das System in der Schweiz natürlich auch immer wieder angepasst werden muss.

Ich persönlich denke nicht, das die Kopfpauschale die Antwort auf alle Fragen ist. Trotzdem halte ich das Prinzip einer Solidarität der Gesunden mit den Kranken für eine Versicherung sinnvoll, mit einer steuerfinanzierten Unterstützung für diejenigen, die sich sonst die Grundversorgung nicht leisten können. Diese Steueruntersützung sorgt dann auch wieder für einen rein sozialen Ausgleich, nicht für die Gesundheitsversorgung an und für sich, sondern für das gesamtstaatliche Zahl einer allgemeinen Gesundheitsversorgung.

Der Teufel liegt dann natürlich im Detail. Und selbstverständlich würde es nicht allen Entwicklungen unverändert trotzen können. Aber das Prinzip ist meiner Ansicht nach gut. In jedem Fall besser, als das derzeitige, dass ohnehin schon am Ende ist. Und wirklich ungerecht ist. In jeder erdenklichen Art.
Comment
von thoughts thoughts ist gerade offline | 31.1.2010 10:50 Uhr
schweiz ungleich deutschland
Rechnen sie diesen Betrag doch mal hoch, immerhin hat die Schweiz nicht ganz so viele Einwohner wie Deutschland. Dann haben wir da eine ganz andere Zahl stehen.
Comment
von uthi uthi ist gerade offline | 29.1.2010 19:27 Uhr
Typisch FDP
Dieser Gesundheitsminister macht nichts anderes als das, wofür die FDP bekannt ist, nämlich ihre Klientel zu bedienen. Er wird dem maroden Gesundheitssystem in Deutschland den Rest geben und brav dafür sorgen, dass ja keine Gewinneinbrüche bei der Pharmaindustrie auftreten. Sein Ziel sind vietnamesische Verhältnisse im deutschen Gesundheitssystem, einfach mal danach googlen. Weiter hat er auch überhaupt gar kein Charisma und wirkt unfähig und völlig fehl am Platze.

Meine Empfehlung an Hr. Rösler: bitte verschwinden Sie so schnell wie möglich aus der Bundesregierung und machen Platz für einen kompetenten Nachfolger.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 29.1.2010 20:28 Uhr
Rösler...
wird nicht verschwinden. Gelegentlich aber, wenn es unangenehm wird, drückt er sich. Ich höre immernoch Westerwelles Geschrei über Werte, die die FDP angeblich verkörpert. Das Verhalten dieser Leute können sich jetzt alle, die Geld... nein Gelb gewählt haben, mal durch den Kopf gehen lassen.
uthi hat das gut beschrieben. Ich hoffe nur, dass die Opposition jetzt auch tatsächlich eine ist und Rösler in die Enge treibt. Sie muss von ihm fordern, mehr zu tun, als nur seine Klientel zu bedienen und sie muss Haushaltsdisziplin von ihm fordern. Die ist der FDP nämlich fremd.
Comment
von Peligro Peligro ist gerade offline | 29.1.2010 21:15 Uhr
@eilbekermicha
Wenn die, die Gelb gewählt haben, stattdessen - wie Sie sagen -Geld gewählt haben, dann ist jetzt Schwarzgeld an der Regierung.
Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 29.1.2010 20:32 Uhr
@nielas.aran
Was antworten Sie auf das Kommentar von epunion.de?


Comment
von Pound.Espiner Pound.Espiner ist gerade offline | 29.1.2010 21:28 Uhr
Weil Naturheilkunde nun mal besser ist .....
..... als Politik - Herr Dr. med. Rösler!
Comment
von klarsfeld klarsfeld ist gerade offline | 29.1.2010 22:46 Uhr
Vorbild Merkel
Na da hat Herr Rössler offensichtlich das Prinzip Merkel übernommen. Einfach Probleme aussitzen, immer nett dabei lächeln und gute Miene zum Lobbyistenklügel machen.
Aber das ein FDP-Minister sich nicht für die Interessen der gesetzlich Versicherten einsetzt überrascht ja nicht wirklich.
FDP halt...
Und wenn man bedenkt das FDP-Mitglieder bei der DKV Rabatt bekommen, nur aufgrunddessen das sie Mitglieder der FDP sind.
Na das is doch dreistester Lobbyismud der übelsten Sorte.
Comment
von leser107 leser107 ist gerade offline | 29.1.2010 23:17 Uhr
Es wird " krachen"
Das Gesundheitssystem ist krank. Herr Rösler wurde als Marionette eingesetzt um dringende Korrekturmaßnahmen vorzunehmen. Aber Herr Rösler kann nichts verändern. Er ist eine Marionette der FDP Fraktion und kann den unglaublich finanzstarken Lobbyisten nichts - aber auch gar nichts - entgegensetzen.

Die Bürger sind Geisel der Gesundheitslobby, die keine Hemmung hat unser Gesundheitssystem „krachen“ zu lassen. Diese Industrie ist mittlerweile soweit in unser politisches System eingedrungen, dass nichts dagegen unternommen werden kann. Es bestehen finanzielle Abhängigkeiten – nicht nur bei der FDP.



Comment
von 09we 09we ist gerade offline | 29.1.2010 23:52 Uhr
Herr Woratschka irrt !!
Herr Rösler war wärend der Debatte anwesend.Beweis: Mehr als 20 Fotos von dpa/picture alliance.
Herr Rösler saß sehr angespannt auf seinem Platz, selbst dann, wenn ihn die FDP-Gesundheitsexpertin lobte.
Wir sollten bei der Wahrheit bleiben, lieber TSP. Entweder hat Herr Woratschka bei der Debatte geträumt oder falsch abgeschrieben. Herr Rösler war auch schon vor dieser Debatte auf seinen Platz auf der Regierungsbank.

Auch ich neige dazu, ihm wenig Kompetenz für diesen Job zuzuschreiben.

Der Wähler hat aber entschieden. Da müssen wir durch.
Comment
von shizuka shizuka ist gerade offline | 30.1.2010 1:18 Uhr
Null Ahnung - aber Minister spielen.
Mal wieder einer mir null Ahnung, der auf Kosten unserer Gesundheit Minister spielen darf.

Comment
von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 30.1.2010 2:45 Uhr
Rösler...
ist eine Marionette der Lobbyisten bzw. er ist selbst Lobbyist. Er wird immer zugunsten des Kapitals entscheiden. Wer hat, bekommt. Wer nichts hat, bekommt wenig - und in Zukunft immer weniger. Die Rendite ist der Gott der FDP.
Comment
von juergenspiegel juergenspiegel ist gerade offline | 30.1.2010 8:32 Uhr
"... die Beteiligten an einen Tisch holen" ist für Herrn Rösler schwieriger ...
der schwärmt von seinem 1. Dienstsitz in Bonn: „... das auch leben wollen“,
wahrscheinlich weil er seinem Geburtsland auch lieber Regierungs-Zerteilung und Shuttle zwischen Saigon und Hanoi wünschte, wie er es so schön EINZIG in Deutschland umsetzen kann.
Wie man sieht, bringt aber leider die Reiserei keine besseren Gedanken.
Comment
von R.Evolution R.Evolution ist gerade offline | 30.1.2010 9:06 Uhr
...Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig' um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf's Riff. ...

Reinhard Mey - Das Narrenschiff
Comment
von R.Evolution R.Evolution ist gerade offline | 30.1.2010 9:08 Uhr
Zitat
Demokratie ist die Verfallsform des Staates.
Friedrich Wilhelm Nietzsche
Comment
von bienban16 bienban16 ist gerade offline | 30.1.2010 9:19 Uhr
Lobbyist Mit Ministertitel
Wer diesen gelackten Möchtegern-Minister bestellt hat gehört in die Verantwortung genommen. Ja, der Fisch stinkt vom Kopf her und das gewaltig. Das Volk hat die Regierung bekommen, die es verdient. Leider müssen die anderen Nichtwähler dieser Regierungsbande die Suppe mit auslöffeln. Bleibt zu hoffen, daß die Opposition gemeinsam mit dem anständigem Volk für ein vorzeitiges Ende von diesem Spuk sorgt. Das Thema ist zu ernst um einfach mal so weiterzumachen!
Comment
von peter peter ist gerade offline | 30.1.2010 9:46 Uhr
Nicht so streng, Herr uwemohrmann
vielleicht mußte der Gute mal schnell zum Arzt!
Hoffe aber er legt uns seinem Arbeitgeber nun auch ein Attest vor.
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 30.1.2010 11:17 Uhr
peter
Ich, und streng? Na wenn er zum Arzt war, hoffentlich stellt er fest, das sein Pharmavertreter arbeitsunfähig ist, und auf Rente gehen muss
Comment
von avelon avelon ist gerade offline | 30.1.2010 9:49 Uhr
Herr Rösler saß
ueber wichtigeren Projekten, deshalb fehlte er im Deutschen Bundestag bei der Debatte.

Er sinnierte ueber seiner Kopfpauschale und wie er uns als Volk dieselbe sinnvoll erklaeren wird.

Schließlich muß er uns ja auch jene Kopfpausche und den daraus resultierenden Mehraufwand an Verwaltung (Buerokratieabbau?)fuer ca. 80 Prozent der bislang gesetzlich Versicherten (Solidaritaetsprinzip?)schmackhaft machen.
Comment
von chris412 chris412 ist gerade offline | 30.1.2010 10:12 Uhr
Möwenpickpartei
Solange die Interessen der Apotheker und der Pharmaindustrie offensichtlich wichtiger sind als die Interessen der Beitragszahler, sind keinerlei Zuzahlungen gerechtfertigt.

Die Gesundheit wird an die Versicherungskonzerne verkauft.
Comment
von lafbln lafbln ist gerade offline | 30.1.2010 10:37 Uhr
Alles eine Frage der Ansichten
Wenn man sich das Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009 anschaut.
Fragt man sich ob diese Bundesregierung wirklich Legitim ist.
Comment
von zacha zacha ist gerade offline | 30.1.2010 12:58 Uhr
@lafbln
Hm, wenn man sich diese Frage stellt und sich das Wahlgesetz dazu ansieht, kann die Antwort auf diese Frage nur ein eindeutiges "Ja" sein.
Comment
von muellaw muellaw ist gerade offline | 30.1.2010 10:37 Uhr
Wieso
sollte das denn so sein? Ich meine die Politiker sollten nur ihren Job machen, dann ist es doch herzlich egal was die jeweilige Lobby will.
Und Parteien finanziell abhängig? Ja dann stimmt was am System der Parteifinanzierung nicht und man könnte sich neu positionieren, aber selsbt das ist nicht gewollt. Es ist die Gier die viele antreibt.
Comment
von Hajoneukoelln Hajoneukoelln ist gerade offline | 30.1.2010 10:59 Uhr
Rösler ohne Beitrag
[b][/b]Rösler ohne Profil, müsste die Überschrift wohl lauten. Dem möchtegerne Gesundheitsminister ist das Amt eindeutig mehrere Nummern zu groß. Zunächst guter Hoffnung, dass nun nach Ulla Schmidt mehr Kompetenz und Engagement folgt, kann man nur feststellen, dass Rösler ja noch schlimmer ist. Es bleibt bei den unverschämt hohen Gewinnen der Pharmaindustrie und den unseligen Verwaltungs- und Managerkostenbei viel zu vielen Krankenkassen. Warum dies ein Minister nicht zu ändern vermag, knn nur mit Lobbyismus erklärt werden. Rösler hat weder Profil, noch Rückgrat, noch die Fähigkeit, im Gesundheitswesen endlich aufzuräumen. Da lässt er eher weiter die Versicherten im Stich und zu, dass sie noch mehr geschröpft werden. Sozialstaat ade!!!
Comment
von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 30.1.2010 11:30 Uhr
So viel Aspirin...
...kann der Rösler gar nicht nehmen, um seine Kopfschmerzen loszuwerden. Die Altlasten der Großen Koalition fallen ihm auf den Kopf und die Pharmaindustrie hat schon die Lobbyisten-Keule in der Hand, um ihn daran zu erinnern, wo der Weg jetzt hinzuführen hat. Kopfpauschale nennt man dann diesen Migräne-Anfall bei der FDP und der Krankenversicherte zahlt die Zeche, so oder so.
Comment
von Gockeline Gockeline ist gerade offline | 30.1.2010 11:31 Uhr
Gebt uns unseren Guttenberg wieder zurück
Viel hatten wir von Rösler erwartet.
Nun sind wir verwirrt und enttäuscht was da so kommt.
Wir protestieren und streiken weil wir unseren Guttenberg wieder haben wollen in der Wirtschaft.
Der hat mehr mehr Anstand,Wissen und Gefühl für die Sache.
Comment
von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 30.1.2010 11:40 Uhr
Ich bin jetzt auch etwas verwirrt...
...das verstehe ich jetzt nicht ganz...
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 30.1.2010 12:27 Uhr
stachelvtagesigel
Ich auch nicht, Was hat denn der für Leistungen in der Wirtschaft gebracht? Den Opel Deal versaut. Na ja, wenn er durch den Untersuchungsausschuss hoffentlich blossgestellt wird, kann er ja vielleicht das Ministerium auch noch schaffen. Und Anstand und Wissen, tolle Eigenschaften, habe ich auch noch nicht festgestellt, wäre er doch in diesem Kabinett des Grauens der Einzige. Anstand, weil die CSU nur 800000 angenommen hat?
Comment
von zacha zacha ist gerade offline | 30.1.2010 13:00 Uhr
@leser
"Rösler ist eine Marionette der FDP-Fraktion."

Ah ja. Lustig. Sie.
Comment
von zweifel zweifel ist gerade offline | 30.1.2010 20:05 Uhr
Wer hat denn ernsthaft erwartet, ...
...dass ein FDP-Minister gegen die Interessen der Industrie handelt? Die FDP ist die einzige Partei, bei der man definitiv weiß, was einen erwartet, wenn man sie wählt.
Und... bei der FDP bekommt man noch etwas für sein Geld.
Comment
von dime1 dime1 ist gerade offline | 31.1.2010 0:13 Uhr
Wenn
Rösler sparen will, soll er mal bei den in der GKV mitversicherten Angehörigen von Ausländern, die nicht hier leben anfangen. Ist ein Unding, dass Eltern von Ausländern, die noch nie deutschen Boden betreten haben, kostenlos mitversichert sind. Für deutsche Eltern gilt das leider nicht. Da muss man zusätzlich löhnen.
Und bei der Pharmaindustrie gibt es natürlich auch noch Sparpotenzial. Aber davon ist ein FDP-Minister bestimmt nicht begeistert von.

Kommentar hinzufügen Neue Community-Funktionen Richtlinien


Sie können noch Zeichen schreiben.
Kommentare werden nicht sofort angezeigt. Beachten Sie hierzu unsere Richtlinien.

Um diesen Beitrag absenden zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Benutzername  
Passwort  
     
Sie haben noch keinen eigenen Account? Dann bitte
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 10 - 2 = 


Anzeige
Weitere Themen

Westerwelle und die linke Verschwörung Lesezeichen hinzufügen

Von Jürgen Zurheide, Siegen
Guido Westerwelle bezeichnet die Vorwürfe gegen ihn auf dem NRW-Parteitag der ... mehr...

Gesundheitspolitik: Ein Preis für alle Lesezeichen hinzufügen

Von Rainer Woratschka
Die Kommission zur Finanzreform des Gesundheitswesens trifft sich am Mittwoch zu ... mehr...

Thailands Regierungschef lehnt Rücktritt ab Lesezeichen hinzufügen

Erneut strömen Tausende gen Bangkok, um gegen die Regierung zu protestieren. mehr...

Jeder vierte Deutsche sehnt sich manchmal nach der Mauer Lesezeichen hinzufügen

Jeder vierte Deutsche wünscht sich manchmal einer Umfrage zufolge die Einheit ... mehr...

Steuerreform – die FDP hört auf Genscher Lesezeichen hinzufügen

Von Antje Sirleschtov
Die Ankündigung des FDP-Generalsekretärs Christian Lindner, die geplante ... mehr...
Fotostrecken

Dresden im Ausnahmezustand (11 Bilder)

Die glorreichen Sieben (7 Bilder)

100 Tage Schwarz-Gelb (16 Bilder)

Taliban attackieren Kabul (7 Bilder)

Präsidentenwahl in der Ukraine (8 Bilder)

2009 in Bildern (30 Bilder)
Mauerfall 1989 - Foto: dpa
Lesen Sie hier persönliche Geschichten aus dem Wendejahr