In Deutschland lebende Türken und türkischstämmige Einwanderer orientieren sich einer aktuellen Studie zufolge stärker an türkischen als an deutschen Werten. Besonders bei den jüngeren Deutschtürken ist eine "Rückbesinnung auf traditionelle Werte" zu beobachten.
Berlin -
Zwar gebe es
bei gesellschaftlichen Grundwerten und Rechten wie Freiheit, Respekt
und Frieden eine weitgehende Übereinstimmung zwischen Deutschen,
Deutschtürken und Türken, sagte der Geschäftsführer des
Meinungsforschungsinstituts Liljeberg Research International, Holger
Liljeberg, am Donnerstag in Berlin. Auch seien die türkischstämmigen
Einwanderer weitgehend in die Arbeits- und Bildungswelt integriert.
Dramatische Unterschiede gibt es der Studie zufolge aber bei
kulturellen und religiösen Wertevorstellungen, etwa dem
Rollenverständnis in der Familie oder der sexuellen Identität.
Besonders bei den jüngeren Deutschtürken sei eine "Rückbesinnung auf
traditionelle Werte" zu beobachten, sagte Liljeberg. Dies sei auch
eine Gegenreaktion auf den gesellschaftlichen Druck zur Anpassung an
die deutsche Gesellschaft.
Bei wichtigen
Entscheidungen fragen 66 Prozent der Deutschen die Familie
um Rat. Von den hier lebenden Türken tun dies 84 Prozent, von den
Türken in der Türkei 88 Prozent. Ein Zusammenleben von Mann und
Frau vor der Ehe lehnten acht Prozent der Deutschen ab, deutlich
weniger als in der Gruppe der Türken hierzulande (47 Prozent) und
in der Türkei (67 Prozent).
Auch verbringt nur jeder Vierte der befragten Türken in
Deutschland der Studie zufolge nahezu täglich seine Freizeit mit
Deutschen. Tradition stuften 65 Prozent der Deutschen als wichtig
ein, aber 83 Prozent der Türken in Deutschland und sogar 90 Prozent
ihrer Landsleute in der Türkei. Beim Thema Heimat zeigt sich unter
den hier lebenden Türkischstämmigen ein Bild der Zerrissenheit: 62
Prozent gaben an, sie fühlten sich in Deutschland als Türke und in
der Türkei als Deutscher.
Der Studie zufolge fühlen sich 45 Prozent der Türken
hierzulande unerwünscht, 82 Prozent sind der Auffassung, dass die
deutsche Gesellschaft stärker auf die Gewohnheiten türkischer
Zuwanderer Rücksicht nehmen sollte.
Für die Vergleichsstudie "Türken in
Deutschland" wurden 1000 Deutsche, in Deutschland lebende
Türkischstämmige sowie in ihrem Heimatland lebende Türken befragt.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Assimilation der
hierzulande lebenden Türken und türkischstämmigen Einwanderer
innerhalb der nächsten Generation nicht zu erwarten sei. Diese
Bevölkerungsgruppe stehe "fest zu ihren kulturellen und religiösen
Wurzeln und den türkischen Wertewelten" und sei auch nicht bereit,
diese aufzugeben.
42 Prozent der Einwanderer planen der Umfrage zufolge eine Rückkehr
in die Türkei. Die meisten von ihnen hätten aber keine
konkreten Pläne. Nur vier Prozent wollten in den kommenden zwei Jahren
in ihre beziehungsweise die Heimat ihrer Eltern zurück. Dabei ziehe
es deutlich mehr junge als ältere Deutsch-Türken in die Türkei.
(smz/AFP/ddp/dpa)
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Bei allem Respekt, aber darauf werden sie lange warten können.
Interessante Studie: das Gefühl der Fremdheit scheint mir allerdings nicht daher zu rühren, wen die Deutschen als erwünscht oder unerwünscht betrachten, sondern vielmehr aus den herausgearbeiteten Unterschieden zu resultieren.
Exemplarisch: 47 Prozent der Türken in Deutschland lehnen das Zusammenleben von Mann und Frau vor der Ehe ab. Wahnsinn. 47 Prozent. Welche Mentalitätsunterschiede nach 40 Jahren türkischer Einwanderung... und nein, für solche Ansichten können wir Deutschen nun wirklich nichts.
" die Kunst , die Landschaft , das Essen , der Wein etc "
Aber er wird im Herzen trotz deutschem Paß auch nie Deutscher werden, heiratet dazu auch noch eine Italienerin, die eine richtige MAMA sein kann. Sprechen zu Hause italienisch - bei der Arbeit hochdeutsch. Nachbarn, wie man sie hier gerne sieht.
Warum sollten Fremde denn diese ihre Eigenheiten ablegen, frage ich mich immer wieder bei der Integrationsdebatte.
Und was, bitteschön sollten sie denn von der deutschen Alltagskultur annehmen ? Was ist denn so gut an unserem Lebensstil denke ich mir immer, wenn ich zufällig aufs Billigfernsehen stoße.
Nein, Türken, bleibt so wie Ihr seid. Lernt gut Deutsch und legt den Schwerpunkt auf Bildung. Vielleicht geht es Euren Kindern dann so wie dem Italiener aus der Toskana, mit einem Unterschied:
Man bewundert " die Weltstadt Istanbul , die antiken Tempel und Theater , die türkische Küche , die weite Landschaft Anatoliens "
Welchen Grund gäbe es dafür? Wir leben schließlich in Deutschland und nicht in der Türkei. Wenn ich im Ausland lebe, habe ich mich nun mal den dortigen Gesetzen und Gebräuchen anzupassen. Und wenn mir das nicht zusagt ziehe ich eben in Land das mit meinen Vorstellungen übereinstimmt.
Die Ergebnisse sind erschreckend: 30 Prozent der Türken und Türkischstämmigen haben demnach keinen Schulabschluss. Nur 14 Prozent hätten das Abitur, nicht einmal halb so viele wie in der deutschen Bevölkerung und weniger als bei den anderen Zuwanderergruppen. Auch hätten Menschen mit türkischem Migrationshintergrund den geringsten Erfolg aller Migranten im Arbeitsleben: Sie seien häufig erwerbslos, die Hausfrauenquote sei hoch, viele seien abhängig von Sozialleistungen.
"Schlecht gebildet und arbeitslos"
Besonders schlecht schneidet laut "Spiegel" das Saarland ab: 45 Prozent der Türken und Türkischstämmigen dort seien ohne jeglichen Bildungsabschluss. Der Schlüssel zu Bildung und Erfolg sei die Sprache, sagte Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts. "Wir haben uns viel zu lange daran gewöhnt, dass wir Grundschulklassen haben, in denen 80 Prozent kein Deutsch verstehen", kritisierte er dem "Spiegel" zufolge." [...]
Klick!http://www.n-tv.de/politik/Tuerken-schneiden-schlecht-ab-article49922.html
Eine fand sich in der Tageszeitung DIE WELT 14.2.08: "Die Hälfte der Deutschen hält das Zusammenleben von Türken und Deutschen in der Bundesrepublik nach einer Umfrage für problematisch. Demnach sehen 41 Prozent der Bundesbürger große Probleme und 12 Prozent sogar sehr große Probleme. Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstituts Forsa für den Nachrichtensender n-tv erstellt. 36 Prozent sahen weniger große, 8 Prozent überhaupt keine Probleme. Mit 91 Prozent sprach sich die große Mehrheit gegen türkischsprachige Schulen und Hochschulen aus."
http://www.welt.de/politik/article1672140/Erdogan_schuert_Aengste_unter_Deutsch_Tuerken.html
z.B. "Beim Thema Heimat zeigt sich unter den hier lebenden Türkischstämmigen ein Bild der Zerrissenheit: 62 Prozent gaben an, sie fühlten sich in Deutschland als Türke und in der Türkei als Deutscher"
Fragen sie mal Deutsche - was diese beim Thema Heimat fühlen?
Viele werden sagen - wir haben sie verloren - und nun sind wir einfach hier -wo wir sind - ohne darüber viel zu lamentieren! Die Umfrage unterschlägt ganz die ethnischen Unterschiede als Ursache aufzudecken.
(Nach Wikipedia) :Ethnische Gruppierungen definieren sich entweder aus der gemeinsamen Vergangenheit oder durch eine gemeinsame Zukunftsperspektive. Die Gemeinsamkeit zeigt sich in Tradition, Sprache, Religion, Kleidung oder Lebensmitteln usw..
Durch diese Unterlassung der ethnischen Eigenarten kommen dann folgende Sätze zustande:
"82 Prozent sind der Auffassung, dass die deutsche Gesellschaft stärker auf die Gewohnheiten türkischer Zuwanderer Rücksicht nehmen sollte. "
Das war einmal in der deutschen Gesellschaft nach 1945 nicht anders - nur das man da den Satz -Gewohnheiten deutscher Zuwanderer mehr Rücksicht nehmen sollte- setzen könnte.
Man hat sich gegenseitig durch die Zeit "gebissen" - . alles hat sich eingerenkt. Die Enkelgeneration ist nicht mehr zu unterscheiden von der "Urbevölkerung" . Es gibt sie also als Zuwandererstamm" nicht mehr , die so genannten deutschen Vertriebenen. Sie sind wie alle jetzt "in Europa" angekommen ohne je ihre Heimat deshalb vergessen zu müssen.
Viele Rentner haben sich dort zum Überwintern ein günstiges Eigenheim angeschafft.
Man verbringt die Vorweihnachtszeit eigeölt am Strand mit eingeflogener Bild-Zeitung und Bier in der Hand. - Türkisch spricht keiner.
Für die notwendigen Behördengänge leistet man sich einen Dolmetscher.
Unerwünscht ist der, der sich selbst ein schlechtes Image verschafft und beleidigt ist, das er dann ein schlechtes Image hat. Das nennt man dann "Rassismus" ...
"Der Studie zufolge fühlen sich 45 Prozent der Türken hierzulande unerwünscht, 82 Prozent sind der Auffassung, dass die deutsche Gesellschaft stärker auf die Gewohnheiten türkischer Zuwanderer Rücksicht nehmen sollte."
Ich nehme mal an, dass dies so zu verstehen ist, dass die Türkischen Mitbürger ständig mit negativ beladenen Klischees konfrontiert werden und dass Sie sich einfach nicht immer für Ihre kulturellen Gewohnheiten rechtfertigen möchten. Wieso auch? Kann man nicht in einem anderen Land leben und dennoch seine religiösen und kulturellen Wurzeln bewahren und leben?
Was soll den Deutschen daran stören, dass viele Türken ein voreheliches Zusammenleben ablehnen? Kann doch jeder so handhaben wie ermöchte, solange niemand dazu gezwungen wird.
Verschiedene Religionen und Kulturen können doch auch wunderbar in friedlicher Koexistenz nebeneiander leben.
Leider haben das die provinziellen deutschen Mitbürger immer noch nicht kapiert.
Wem es in Deutschland nicht gefällt,
sollte die Option "Rückkehr" ernsthaft in Erwägung ziehen.
Mir wäre liebe, es bleiben in Deutschland
nur diejenigen Immigranten,
die tatsächlich integriert sein wollen
und sich bei und wohlfühlen.
Vermutlich gäbe es dann weitaus weniger
Probleme im Zusammenleben.
Ja: ihre Tradition, Kultur und Religion kollidieren teilweise mit dem Leben in einem modernen, aufgeklärten, westlichen Industriestaat. Das ist so, reden wir nicht drumherum. Inwieweit die Türken sich selbst ändern wollen, muss ihnen überlassen bleiben. Ich kenne viele, deren Weltanschauung, Lebensauffassung und Alltag sich keinen Deut von "unserer" unterscheidet - die fühlen sich aber auch nicht fremd.
Diejenigen, die (wie Erdogan) Assimilation für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit halten und das dann auch noch mit Integration verwechseln, dürfen sich dann aber nicht wundern, wenn sie sich hier weiterhin fremd fühlen oder im schlimmsten Fall sogar Ablehnung erfahren für ihre Auffassungen von Ehre und Respekt, für Gedanken, Worte oder Taten, die als inkompatibel mit dem Leben in der Bundesrepublik im 21. Jahrhundert erscheinen.
Es ist nach wie vor Sache der Einwanderer, wie weit sie hier ankommen wollen.
Und ich sehe nicht, dass sich die ach so anpassungsfähigen und integrationswilligen Deutschen im Ausland anpassen. Allein auf Reisen hab ich viele Deutsche gesehen, die nicht sehr sensibel mit den Gegebenheiten des Reiselandes umgehen konnten.
Auch wenn dies nicht gutzuheißen ist: der Unterschied zwischen einem kurzfristigen Reiseaufenthalt und einer langfristig angelegten Wohnsitznahme ist Ihnen aber schon klar, oder?
Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht wieder mit dem uralten Gastarbeiter-Argument: erstens gilt bereits seit der ersten Hälfte der 1970er Jahre ein Anwerbestopp, zweitens wurden die Menschen nicht in Sklaventransporten nach Deutschland verschafft, sondern kamen (zurecht) aus völlig eigennützigen Gründen hierher.
Warum integrieren sich andere Nationalitäten Italiener, Griechen, Spanier, Franzosen usw. so einfach in unsere Gesellschaft ? … weil es für sie genauso wie für mich selbstverständlich ist, sich in einem fremden Land dem seit Jahrhunderten gewachsenen Leben, den Traditionen und Gebräuchen anzupassen und vor allem die Sprache zu lernen und zu sprechen.
Und letztlich noch eines: Wem es in Deutschland nicht passt, der kann doch gern dahin gehen, wo er sich besser verstanden fühlt.
NICHT der Alteingesessene muss sich anpassen,
sondern der Zugezogene.
So ist das überall auf der Welt!
Die Vorstellung, dass der Alteingesessene mehr auf Zugezogene zugehen müsse, ist in gewisser Weise geradezu dreist.
Wenn jemand hauptsächlich in einer türkischen Kultur, mit türkischen Traditionen, türkischen Läden und in einem türkischen Umfeld leben möchte - und eben nicht in Anpassung an hiesige Werte und Normen, dann frage ich mich, warum er das ausgerechnet hier tun möchte ...
Wenn ein großer Teil der Nachkommen seinen/ihren Ehepartner wiederum aus der Türkei holt, beginnt der Integrationsprozess jeweils bei Null.
Solange das so ist, werden sich Türkischstämmige und Deutsche relativ fremd bleiben.
Dazu kommt, dass die Türkei ein ausgeprägt nationalistischer Staat ist. Wer einmal erlebt hat, wie in türkischen Schulen vor Unterrichtsbeginn auf dem Schulhof das nationale Pathos beschworen wird, kann sich kaum darüber wundern, dass solche Einstellungen verinnerlicht und so auch nach Deutschland transportiert werden.
"Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Assimilation der hierzulande lebenden Türken und türkischstämmigen Einwanderer..."
Eine Assimilation ist ja meines Erachtens gar nicht erwünscht. Es reicht, wenn die Menschen sich integrieren. Und das wird noch schmerzhaft lange dauern.
Wollt ihr unsere Kultur, Tradition usw. neu definieren? Man kann Menschen nicht ändern!! Versucht es einfach nicht!
Wir müssen uns gegenseitig so akzeptieren, wie wir sind. Ich denke, dass sich die meisten Türken den Zuständen entsprechen sehr gut integriert haben.
Vielleicht ist das ja das Problem, was euch stört!
Daher kann man da auch gar nicht von "den Türken" sprechen. Sie sind zum Glück ebenso heterogen wie andere Bevölkerungsgruppen.
Was wir als Land, in das Sie eingewandert sind, von Ihnen erwarten, sind ein paar Selbstverständlichkeiten:
Erlernen der Sprache
Einhaltung der hiesigen Gesetze
Das sind zwei Grundvoraussetzungen, die ein Zusammenleben erleichtern.
Wenn dazu noch gegenseitiger Respekt kommt, wäre die Sache doch perfekt.
Oder?
Das hindert keinen türkischstämmigen Menschen daran, sich seiner Wurzeln und seiner Kultur bewusst zu bleiben.
Häh..?? Wieso denn das..??
...kann ja heiter werden...so in Zukunft...bald werden diese Leute in manchen Gegenden in der Mehrzahl sein.....na, vielleicht sind die Deutschen dann anpassungsfähiger....
Ich glaube weniger, dass die in dem Artikel aufgeführten Unterschiede in den Verhaltensweisen eine Gegenreaktion darstellt, als dass es sich hier um ein Verharren in überkommenen Gesellschaftsstrukturen und einem Festhalten an traditionellen Lebensweisen handelt. Viele türk. Einwanderer haben von Anfang ein westliches Wertesystem abgelehnt und sich in ihrer Arbeitswelt lediglich mit den Einheimischen für das nötigste arrangiert. Außerdem ist Anpassungsdruck doch gerade dort so gut wie gar nicht vorhanden, wo die Bereitschaft zur Integration am geringsten und die daraus resultierenden Probleme am größten sind.
In diesem Zusammenhang muss auch darauf verwiesen werden, dass andere Einwanderungsgruppen wesentlich weniger Schwierigkeiten haben, in der neuen Gesellschaft anzukommen und ihr Wertesystem zu akzeptieren.
Vor zehn, zwölf Jahren haben in Interviews Vertreter türk. Migrantenverbände ausgesagt, dass sie an Intergartion weniger interessiert seien und vielmehr in Ruhe gelassen werden wollen. Solche Interviews wurden damals, sofern ich mich recht erinnere, auch vom TSP geführt.
1. vier Kinder
2.40 Jahre gearbeitet
3.ein Vermögen von 250000 € angesparrt
4.über die Frau ein Im&Ex Geschäft geführt
5.ein Mehrfamilienhaus gekauft
er hat alles ausgenutzt was es so gibt,so geht es auch))))))))))))