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Integration

Weniger deutsche Pässe für Zuwanderer

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 15 Prozent zurück gegangen. Während der 2007 eingeführte Sprachtest für manchen potenziellen Bewerber eine echte Herausforderung zu sein scheint, haben vor allem ausländische Jugendliche mit ganz anderen Barrieren zu kämpfen.
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33 Fragen pflastern den Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft. - Foto: dpa
Die Zahl der Eingebürgerten in Deutschland ist vergangenes Jahr unter 100.000 gesunken. Dies geht aus Antworten auf Parlaments-Anfragen der Linkspartei und einer Umfrage der "Süddeutschen Zeitung" in einzelnen Ländern hervor.

Alle neun Bundesländer, von denen die Daten bislang herausgegeben wurden, verzeichnen demnach deutlich weniger Neu-Bürger als ein Jahr zuvor, wie die Zeitung berichtet. Allein in Nordrhein-Westfalen, welches etwa ein Viertel der Einbürgerungen erteilt, wurde ein Minus von etwa 20 Prozent registriert. Im bundesweiten Schnitt sank die Zahl um 15 Prozent. Das Amt für Statistik Berlin Brandenburg teilte tagesspiegel.de auf Anfrage mit, dass auch hier die Anzahl der Einbürgerungen zurückgegangen ist. In Berlin lag das Minus bei elf Prozent und in Brandenburg bei 13.

Jugendliche scheitern an krimineller Vergangenheit

Grund für die rückläufigen Zahlen ist offenbar eine Reihe von Voraussetzungen, die die Bewerber erfüllen müssen und die eine bürokratische Hürde zu sein scheinen. Dazu zählt vor allem auch der 2007 von Bund und Ländern eingeführte Sprachtest. Neben flüssigem Deutsch müssen die Einbürgerungswilligen zudem sieben weitere Nachweise erbringen.
 
Fotostrecke: Einbürgerungstest (20 Bilder)

Wer beispielsweise seine Familie ohne staatliche Zuschüsse nicht ernähren kann, ist ebenfalls von der Einbürgerung ausgeschlossen. Auch, wer einmal zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt wurde, muss sich vom Traum eines deutschen Passes verabschieden. Dieser Nachweis trifft, so die "Süddeutsche Zeitung", vor allem Jugendliche.

EU-Ausländer haben kein Interesse an deutschem Pass

Zwar wirbt die Bundesregierung unter Zuwanderern dafür, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen. Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt.

Dem gegenüber stehen jedoch auch zahlreiche EU-Ausländer, die per se kein Interesse am deutschen Pass haben. Ihnen genügen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, wie aus einer Studie der Caritas hervorgeht. (Zeit online/ jz)

Welche Bedingungen erfüllt und welche Nachweise für eine Einbürgerung vorgelegt werden müssen, können unter der Website der Bundesregierung eingesehen werden. Wer nicht in Deutschland zur Schule gegangen ist, wird zum Beispiel einem Einbürgerungstest unterzogen.

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Kommentare [ 83 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von bernd2 bernd2 ist gerade offline | 29.4.2009 8:25 Uhr
Irreführend
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann verzichten EU Bürger auf den deutschen Pass; warum sollte man als EU Bürger auch die Nationalität wechseln? Dafür gibt es gar keinen Grund. Und die auffälligen Immigranten bekommen den Pass nicht, auch wenn sie ihn wollten. Und das ist auch richtig so und längt überfällig. Die Überschrift ist also irreführend.
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von cherokee cherokee ist gerade offline | 29.4.2009 8:31 Uhr
was soll's
dieses gezerre um den Pass ist sowieso nicht nötig. wieso kann duetschland keinen doppelte staatsbürgerschaft (wie so viele andere länder auch) nicht akzeptieren? ist wirklich schleierhaft, haben die verantwortlichen angst dass die arischen deutschen aussterben oder was?
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von aberhallo aberhallo ist gerade offline | 29.4.2009 8:40 Uhr
korrektur
Zu Ihrem Artikel sei hinzugefügt, dass eine Eintragung im polizeilichen Führungszeugnis nicht bei einer Strafe von 90 Tagessätzen bzw. Haft erfolgt, sondern erst ab 91 Tagessätzen bzw. Haft von drei Monaten und einem Tag. Sollte ein Einbürgerungswilliger somit zu einer Strafe von 90 Tagessätzen bzw. drei Monaten Haft verurteilt worden sein, so ist dies kein Hindernis für eine Einbürgerung, sondern erst eine Verurteilung zu 91 Tagessätzen bzw. Haft von drei Monaten und einem Tag.
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von bluitgen bluitgen ist gerade offline | 29.4.2009 8:43 Uhr
"die Latte für viele ... zu hoch gehängt"
Wenn nicht deutschsprechende, kriminelle Leistungsbezieher die Latte reissen, dann hängt sie meines Erachtens in der richtigen Höhe. Nicht allein die Quantität der Eingebürgerten muss stimmen.
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von hotzenplotz hotzenplotz ist gerade offline | 29.4.2009 8:47 Uhr
Wenn Leute
mit krimineller Vergangenheit auf den deutschen Pass "verzichten" (so stehts im Titel dieses sonderbaren Artikels), dann finde ich das ausgesprochen positiv.
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von unbekannt | 29.4.2009 8:59 Uhr
?
"Zwar wirbt die Bundesregierung unter Zuwanderern dafür, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen. Doch mit dem Anforderungskatalog und den bürokratischen Hürden hat sie die Latte für viele offenbar zu hoch gehängt."

Anforderungen...bürokratische Hürde...Latte zu hoch gelegt: nicht kriminell zu sein und als DEUTSCHER Staatsbürger die deutsche Sprache zu beherrschen? Häh?
Vielleicht verteilen wir Blankopässe..so zum Selbstausfüllen...erhältlich auf dem Grabbeltisch oder bei KIK.

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von unbekannt | 29.4.2009 9:34 Uhr
Das ist einmal eine wirklich gute Nachricht
endlich gibt es anscheinend Hürden. Endlich beginnt Deutschland, sich um eine gesteuerte Einwanderung zu kümmern. Denn wichtig für das Land wären Einwanderer, die etwas beisteuern, anstatt den Staat und die Solidargemeinschaft zu belasten und gleichzeitig zu verachten.
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von columbo columbo ist gerade offline | 29.4.2009 9:35 Uhr
Zu hoch gehängt?
Der Tag beginnt mit einem echten Lacher... da stellen wir die Mindestanforderung, dass jemand, der die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben will, nicht kriminell sein darf - und das ist dann eine zu hoch gehängte "bürokratische" Anforderung?

Da warte ich ja nur auf den ersten Grünen - Ratzmann vor! - der dagegen vors Bundesverfassungsgericht zieht.
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von josse josse ist gerade offline | 29.4.2009 9:37 Uhr
Der Titel ist falsch
Mit gleicher "Richtigkeit" könnte ein Artikel zur Bildungssituation von Sonderschülern lauten:
Sonderschüler verzichten aufs Abitur
Sie verzichten nicht, sie erfüllen die Bedingungen nicht.
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von quovadis quovadis ist gerade offline | 29.4.2009 10:11 Uhr
Hohe Hürden?
Es ist durchaus legitim, dass ein Staat bestimmte Mindestanforderungen an Einbürgerungswillige stellt. Dass Einwanderer
- sich ohne staatliche Zuschüsse ernähren kann
- zu keiner Strafe von 90 oder mehr Tagessätzen verurteilt wurde und
- die deutsche Sprache kann
ist nun wirklich nicht zu viel verlangt. Abgesehen davon ist Deutschland dicht besiedelt und die Prognosen hinsichtlich der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen sind ungünstig. Wer mag, kann sich mal den polemischen Artikel in der Süddeutschen antun:
http://www.sueddeutsche.de/politik/184/466763/text/
Man hat den Eindruck, für die Presse kommt es nur auf hohe Einwanderungszahlen an, wer da kommt, ist offenbar egal.
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von derverwalter derverwalter ist gerade offline | 29.4.2009 10:19 Uhr
Staatsangehörigkeit
Deutschland akzeptiert schon lange in vielen Fällen eine Mehrfachstaatsangehörigkeit, z.B. bei Kindern von Eltern mit verschiedenen Staatsangehörigkeiten. EU-Staatsangehörige und Schweizer können ihre Staatsangehörigkeit immer behalten, ebenso Ausländer, deren Herkunftsstaaten die Entlassung aus deren Staatsangehörigkeit nicht vorsehen oder schwer machen (vgl. § 12 StAG).
Und, mit Verlaub, einigermaßen flüssig deutsch sollte man schon können, wenn man deutscher Staatsangehöriger werden möchte.
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von borax borax ist gerade offline | 29.4.2009 10:28 Uhr
Tatsache ist doch...
dass die doppelte Staatsbürgerschaft längst die Realität ist - natürlich nicht offiziell, aber faktisch.

Jeder weiß, dass ein Großteil der eingebürgerten türkischstämmigen Menschen sich gleich nach Erhalt des deutschen Passes den türkischen Pass erneut beim türkischen Konsulat beantragt und erhält und somit faktisch die doppelte Staatsbürgerschaft erhält. Das haben tausende schon so gemacht. Offiziell ist das nicht erlaubt, wird aber geduldet. Deutsche Behörden hätten die Möglichkeit, solche Menschen aus der deutschen Staatsbürgerschaft wieder zu entlassen, was aber faktisch so gut wie nie passiert. Wozu also die Aufregung.

Abgesehen davon wird der deutsche Pass nach wie vor auf sonderbare Art Leuten förmlich hinterhergeworfen, die weder ausreichende Sprachkenntnisse haben noch richtige Berufsverhältnisse. Ich habe in Kreuzberg Nachbarn gehabt, deren "Einkommen" sich auf ein Scheinarbeitsverhältnis beim Cousin beschränkte und deren Frauen ÜBERHAUPT keine Sprachkenntnisse hatten, weil sie überhaupt so gut wie nie das Haus verlassen haben. Aber die hatten den deutschen Pass. Die offizielle Denkart geht wohl so, dass deren Kinder die Altenpfleger und Ingenieure von Morgen sind. Andererseits weiß ich von extrem gut integrierten Menschen, die massive Probleme haben, den deutschen Pass zu bekommen, was aber teilweise an den türkischen Behörden liegt, die sich weigern, diese Menschen aus der türkischen Staatsbürgerschaft zu entlassen. Offenbar überlegen sich die türkischen Behörden sehr genau, wen sie an Deutschland "loswerden" wollen und wen nicht.
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von maklervj maklervj ist gerade offline | 29.4.2009 10:33 Uhr
zum Kommentar von Cherokee
Deutsch verknüpft man noch heute mit Sauberkeit, Ordentlichkeit und Gründlichkeit. Deshalb will jeder alles von uns haben aber nichts geben.

Allein der Satz im Artikel " Ihnen genügen Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis" besagt doch schon alles.

Es lebe der patriotische Deutsche, der auch einmal zu seinem Land, s e i n e r Kultur, und seinen Idealen steht.

Nur wer dass laut sagt gilt als Rassist. Komisch die Millionen Rassisten im Ausland gegen andere hat noch keiner entdeckt.
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von dali dali ist gerade online | 29.4.2009 15:00 Uhr
@maklervj
was ist "Deutsche Kultur"???
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von vielleser vielleser ist gerade offline | 29.4.2009 18:08 Uhr
deutsche Kultur
Guten Tag,

enttäuschend das Sie sich diese Frage nicht selbst beantworten können, ich gebe Ihnen ein paar Beispiele:

- die Feuerwehr bringt im Falle eines Unfalls Verletzte in ein Krankenhaus, wo diese behandelt werden. Dann erst wird eine Rechnung erstellt.
- Frauen können einen Mini-Rock tragen
- Homosexuelle können ihre Orientierung outen.
- demokratische Wahlen
- Asylrecht für Verfolgte
- weitestgehende Meinungsfreiheit
- unabhängige Richter und Gerichte

ich könnte stundenlang weiterschreiben, aber vielleicht kommen Sie ja selbst auf das eine oder andere kulturelle "Highlight"

Sie dozieren an einer Universität?

mfg
Comment
von dali dali ist gerade online | 30.4.2009 21:23 Uhr
@vielleser
das sind Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaates,
was ist daran "deutsch"???
Comment
von invinoveritas invinoveritas ist gerade offline | 29.4.2009 18:46 Uhr
Wenn Ihnen dazu Informationen fehlen,
und Sie in einem Land leben, dessen Kultur Sie nicht kennen, dann sei folgender Link hilfreich:http://www.dk-taipei.org.tw/de/infocenter/spotlight/culture.html herausgegeben vom Deutschen Kulturzentrum.
Comment
von dali dali ist gerade online | 30.4.2009 22:22 Uhr
Na klar, @invinoveritas, aber auch ul
es gibt eine deutschsprachige Literatur,
aber nicht mal 'ne deutsche Malerei,
gar eine "deutsche" Militärgeschichte...
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 20:43 Uhr
@dali
Heinrich Böll, Walther von der Vogelweide, Friedrich Schiller, Rainer Werner Fassbinder, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Böll, Meister Eckhart, Joseph von Eichendorff, Georg Büchner, Bettina von Arnim, Peter Handke, Thomas Mann, Johann Sebastian Bach, Christoph Schlingensief, Emil Nolde, Heinrich von Kleist, Hermann Hesse, Paul Klee, Bertold Brecht, Karl-Heinz Stockhausen, Balthasar Neumann, Joseph Beuys, Max Reinhardt, Rudolph Steiner, Gerhard Richter, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff, Ingeburg Bachmann, Lyonel Feininger

und ein paar tausend anderer interessanter Menschen, die gedacht, gelebt, geliebt, geschrieben, komponiert, gedichtet, gesungen, Filme gemacht und Theater inszeniert haben.

Sie armer Deutscher "Forist", Sie. Ohne zu wissen, was deutsche Kultur ist, das ist wie ein Dahinvegetieren im leeren Raum der Sinnlosigkeit, lieblos und seelenlos. Horror.

Übrigens: auf die Frage, wer die "Mauer" gebaut hat, geben viele junge Leute als Antwort "Adolf Hitler". Ist das nicht lustig?
Comment
von dali dali ist gerade online | 30.4.2009 21:28 Uhr
ach ul
Goethe war "Deutscher", gar Bach und Kleist?
Mit der Logik kann man Frisch, Heller, aber auch den Postkartenhändler aus Braunau zu "Deutschen" machen.
Comment
von dali dali ist gerade online | 1.5.2009 1:05 Uhr
Na gut, etwas ausführlicher,
"Germanen" oder "Deutsche" waren römisch/italienische Beschimpfungsformen, die eigentlich nur abgrenzten, was diese Leute, die da gemeint sind eben nicht sind.
Im "Römischen Reich Deutscher Nation" waren die Sprachen in unseren Gebieten so vielfältig, wie es nun mal Friesland bis Sizilien sind.
Seit dem Hochmittelalter waren alle stets bestrebt, ihre Partikularinteressen, auch die sprachlichen und kulturellen, durchzusetzen.
Erst ein Luther schuf überhaupt eine Schriftsprache die weithin gelesen werden konnte.
Dennoch würde die Gegend nicht weniger partikular.
Die nun Herrschenden Kaiser herrschten noch immer über Vielvölkerstaaten.
1806 war gar das "Reich" ganz weg.
Das erste Deutschland, wie wir es verstehen, hat Bismarck geschafften. Es hielt 60 Jahre,
danach verstand einer unter "Deutschland" die halbe Welt,
was dazu führte, dass wir hier auch wieder zwei Kulturen (wie man ja noch heute schmerzlich erfahren kann).
"Deutsche Kultur"
sind sehr unterschiedliche Sprach- und Ausdrucksformen, die sich zu einer Verfassungseinheit zusammengeschlossen haben.
Eine kulturelle Einheit war es nie...
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 10:35 Uhr
Eigenartig
Wir wissen doch, dass wir in den nächsten Jahrzehnten nicht wachsen werden.

Zu diesen Ergebnissen kommen fast alle Prognosen. seit den 70zigern ist die Zahl der Geburten kleiner als die der Sterbefälle.

Ohne Zuwanderung und der damit verbundene größere Kindersegen hätten wir schon lange eine rückläufige Einwohnerzahl.
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 11:41 Uhr
@detlef
"Ohne Zuwanderung und der damit verbundene größere Kindersegen hätten wir schon lange eine rückläufige Einwohnerzahl. "

Was wäre daran schlecht?
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 14:17 Uhr
Das hat mit dem
Demografischen Wandel zu tun.

In Deutschland beschreibt die Überschreitung der Sterberate gegenüber der Geburtenrate seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Dadurch verlieren die so genannten industrialisierten Staaten, Länder oder Kommunen an Bevölkerung.

Dies stellt beispielsweise Rentenversicherungssysteme vor neue Probleme. Der Begriff "Demografischer Wandel" ist sehr stark auf die jüngeren Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung festgelegt (insbesondere die natürliche Schrumpfung der Bevölkerung bei relativ starker demografischer Alterung).
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 15:10 Uhr
@detlef
Die Rentenversicherung ist in der heutigen Form sowieso nicht mehr zu halten. Also weg damit. Und was spricht dagegen, hätte Deutschland "nur noch" 50 Mio Einwohner, meinetwegen sogar nur 30 Mio. Lesen Sie statt der taz oder des Grünen -Programms mal "Die Globalisierungsfalle"...wir brauchen keine Menschen mehr. 20% können 100% versorgen.... also machen wir bis auf Asyl dicht und lassen nur die Sahnehäubchen rein..nach hervorragenden Bildungsbedingungen für die eigenen Kinder
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 17:10 Uhr
@ignorant
Die Wanderungsstatistik spielt schon eine entschiedene Rolle.
Die Gesetzliche Rentenversicherung ist das Kernstück der Sicherung im Alter und muss es auch bleiben.
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 13:03 Uhr
Detail
In diesem Artikel geht es um Einbürgerung, nicht um Zu- bzw. Einwanderung. Eingewandert sind die betroffenen Menschen ohnehin. Nur die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen sie nicht.
Comment
von unbekannt | 1.5.2009 12:54 Uhr
@detlef
Es gibt auch den Begriff der Gesundschrumpfung. Warum muss eine Bevölkerung per se immer wachsen oder gleich groß bleiben??? Das Märchen von den Renten gehört langsam auf den Misthaufen der Sozialmärchenstunde. Von den "Zugewanderten" wird nur ein mikroskopisch kleiner Teil Ihre oder unsere Renten sichern. Masse ist kein Qualitätsmerkmal außer in primitiven Gesellschaften. In einer hochindustrialisierten, hochrationalisierten Gesellschaft, in der man nur 20% der arbeitsfähigen Bevölkerung braucht, um den gewohnten hohen Standard zu halten, wäre eine kleinere Bevölkerung vielleicht sogar besser...

Manchmal ist weniger mehr.

In den kommenden Sechzigerjahren werden laut Hochrechnung aufgrund eines "Kindersegens" die muslimischen Bürger die Mehrheit im Land stellen. Na, das werden dann tolle Renten werden. Endlich mit einer Regierung, die das umsetzt, was sie verspricht. Ich bin gespannt, wie dann die Kommentare ausfallen werden, falls es noch welche geben wird.
Comment
von columbo columbo ist gerade offline | 29.4.2009 11:24 Uhr
@ detlef
Nur leider sehen Sie ja an den aktuellen Zahlen zu Schulabbrecher-, Ausbildungsplatz- und Sozialleistungsempfängerquote, dass uns dieser Kinderreichtum die Probleme nicht lösen wird, sondern sie verursacht und potenziert; mal ganz abgesehen vom sozialen Unfrieden...
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 12:20 Uhr
Ja @ columbo
Nun wissen wir ja auch das heutzutage der Hauptschulabschluss, eine auf dem Arbeitsmarkt bereits überholte Minimalqualifikation darstellt.

Schon 2006 verließen rund 77 000 junge Menschen die Schule ohne Hauptschulabschluss.

Das waren 7,9 Prozent eines Altersjahrgangs. Vor zehn Jahren betrug diese Quote 8,7 Prozent.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert deswegen ein abgestimmtes Bund-Länder-Konzept gegen den Schulabbruch.

Zunächst stünden die Länder mit mehr Förderung und einer besseren Ausstattung der Schulen in der Pflicht.

Unter den Schulabbrechern finden sich deutlich mehr junge Männer als Frauen. So geht fast jeder zehnte deutsche Junge (9,1 Prozent) ohne Abschluss von der Hauptschule. Bei den deutschen Mädchen ist dies nur etwa jedes zwanzigste (5,3 Prozent). Bei Jungen aus Migrantenfamilien hat fast ein Viertel (22,1 Prozent) keinen Abschuss. Bei den ausländischen Mädchen ist dies etwa jedes siebte (13,1 Prozent).
Comment
von robert56 robert56 ist gerade offline | 29.4.2009 11:24 Uhr
Die Hürden sind schon in Ordnung
Die Sprache des Landes sollte man schon in Grundzügen beherrschen. Selbst Ernähren sollten man sich auch können. Sowie Kriminelle brauchen wir nicht noch mehr, die haben wir schon genug.

Wo ist also das Problem?
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 11:39 Uhr
@detlef
Übrigens: in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt ist der Rückgang der Einwohnerzahl nicht das Problem. Wohl aber das Gefälle zwischen Steuer-/Beitragszahlern und Leistungsempfängern.

Das kann man aber nur verbessern, wenn Zuwanderer (auch ohne deutschen Pass) ach in die Sozialkassen einzahlen und diesen zusätzlich noch auf der Tasche liegen.

Wenn diese Zuwanderer aber nicht mal in der Lage sind, 33 Fragen aus einem vorher bekannten Katalog zu beantworten und ein paar Unterlagen beizubringen, kann man aber wohl eher von letzterem ausgehen und froh sein, dass ihnen der deutsche Pass verwehrt bleibt.

Lesen Sie sich doch mal die Einbürgerungsbedingungen der USA durch:

General Naturalization Requirements

Die USA kann sich über mangelnden Zulauf Einbürgerungswilliger nicht beklagen. An den deutschen Einbürgerungsbedingungen, die im Vergleich zu den USA ja ein Lacher sind, kann es also nicht liegen. An den phantastischen Sozialleistungen der USA eher auch nicht.

Kann es sein, dass die hiesigen Zuwanderer zum Teil einfach ein übersteigertes Anspruchsdenken an den Tag legen bzw. es ihnen von Medienberichten wie diesem eingetrichtert wird?
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 13:04 Uhr
janberlin - in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt ???
(1) Monaco (2) Singapur (3) Vatikanstadt (4) Malediven
(5) Malta (6) Bahrain( 7) Bangladesch (8) Nauru (9) Barbados
(10) Taiwan(11) Mauritius (12) Palästinensische Gebiete
(13) Südkorea (14) San Marino (15) Tuvalu (16) Niederlande (17) Ruanda (18) Libanon (19) Indien (20) Israel (21) Belgien (22) Komoren (23) Japan (24) El Salvador (25) Sri Lanka
(26) Haiti(27) Philippinen(28) Burundi
(29) St. Vincent und die Grenadinen (30) Grenada (31) Vietnam (32) St. Lucia (33) Jamaika (34) Großbritannien
(35) Deutschland

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden in Deutschland im Verlauf des Jahres 2007 rund 113 000 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert.
Das waren 11 800 Einbürgerungen weniger als im Vorjahr (– 9,5%).

Im Jahr 2000 hatten die Einbürgerungen mit der Einführung des neuen Staatsangehörig­keitsrechts den Höchststand von knapp 186 700 Personen erreicht.

In den Folgejahren nahm ihre Zahl jeweils ab, lediglich unterbrochen von einer Zunahme um + 6,5% im Jahr 2006.
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 15:00 Uhr
Wenn Sie sich tottreten lassen wollen-
bitte sehr, nix wie hin, in eines der 34 noch dichter besiedelten Länder dieser Welt. Ich will es nicht und mein Wunsch ist mindesten genauso viel wert wie Ihrer. Vielleicht macht man mal bezüglich Einwanderung/Zuwanderung eine Volksbefragung...traut man sich aber nicht, weil jeder weiß, was dabei herauskommen würde..
Comment
von unbekannt | 29.4.2009 18:57 Uhr
@ ignorant
In einigen dieser Länder durfte ich schon verweilen und wie Sie mitbekommen bin ich noch am Leben.
Comment
von amue amue ist gerade offline | 29.4.2009 11:43 Uhr
Wozu?
Warum sollte ein Land die doppelte Staatsbürgerschaft einführen, wenn es keinen Nutzen daraus zieht?
Comment
von tagesspiegel.de tagesspiegel.de ist gerade online | 29.4.2009 11:45 Uhr
Überschrift
Sehr geehrte Leser,

wir haben die missverständliche Überschrift soeben editiert.

Mit freundlichen Grüßen, die Online-Redaktion
Comment
von zweifel zweifel ist gerade offline | 29.4.2009 11:49 Uhr
Aber Einwohnerzahl ist nicht alles.
Es reicht nicht, dass hier Kinder geboren werden; diese Kinder sollen nicht nur in Deutschland leben, sondern Angehörige der deutschen Nation sein - unabhängig davon, woher sie oder ihre Eltern stammen. Dies geschieht nicht durch ein Stück Papier.
Comment
von derverwalter derverwalter ist gerade offline | 29.4.2009 12:00 Uhr
@borax
Deutsche Staatsangehörige, die auf eigenen Antrag eine andere Staatsangehörigkeit erwerben, verlieren i. d. R. ihre deutsche Staatsangehörigkeit kraft Gesetzes, ohne dass es eines Rechtsaktes deutscher Behörden bedürfte (§ 25 StAG). Die repatriierten Türken verlieren ihre deutsche Staatsangehörigkeit mit der Wiederannahme der türkischen Staatsangehörigkeit. Nur wissen das die deutschen Behörden meist nicht und betrachten diese Menschen weiterhin als deutsche Staatsangehörige.
Comment
von krebstakis krebstakis ist gerade offline | 29.4.2009 12:05 Uhr
detlef
Jahrzehntelang hat man einst die Geburtenkontrolle gepredigt,jetzt wird kontrolliert und da ist es auch wieder nicht richtig.Was ist daran so schlimm ein paar Millionen Einwohner weniger zu haben,Massenarmeen werden wir ja wohl nicht mehr aufstellen wollen.Außerdem spricht das "Arbeitslosenheer"seine eigene Sprache.

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