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Entschädigung

Bundestag will sich um ausgebeutete Heimkinder kümmern

In den 50er und 60er Jahren wurden Kinder in deutschen Heimen zur Arbeit gezwungen und ausgebeutet. Für Wiedergutmachung will sich nun der Bundestag einsetzen.
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Berlin -  Nach der evangelischen Kirche will nun auch der Bundestag die lange verschwiegene Ausbeutung von Kindern in deutschen Heimen zwischen 1945 und 1970 thematisieren. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet, hat der Petitionsausschuss eine entsprechende Vorlage erarbeitet. Darüber hinaus will das Gremium nach Möglichkeiten der Wiedergutmachung für die Misshandlungen suchen.

Geplant sei eine bundesweite Konferenz, auf der Vertreter der Betroffenen mit ehemaligen Betreibern der Heime über konkrete Hilfen für die Geschädigten beraten sollen. Der Präsident der Diakonie, Klaus-Dieter Kottnik, habe Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, die Finanzierung zu übernehmen. Vorgeschlagen wurde demnach auch eine Stiftung, in der neben Kirchen und Staat diejenigen Firmen einzahlen sollen, die von der Kinderarbeit profitiert haben.

Anfang vergangener Woche hatte die Diakonie in Niedersachsen die Misshandlung und den Missbrauch von Kindern in ihren Heimen in den 50er und 60er Jahren eingeräumt. (ut/dpa)
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Kommentare [ 6 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von company company ist gerade offline | 21.9.2008 10:03 Uhr
Wer haftet moralisch?
Ich bin überrascht, dass die Diakonie eine Finanzierung von Entschädigungen durch das Bundesfamilienministerium fordert. Eigentlich würde man diese doch durch die "Täter", also die Heimbetreiber und hier insbesondere die Diakonie erwarten. Klar hatte damals die staatliche Aufsicht enttäuschend versagt, aber die Hauptverantwortlichen sind nur mal die meist kirchlichen Heimbetreiber.
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von bodo bodo ist gerade offline | 21.9.2008 10:58 Uhr
Ost-West Misshandlungen
Nicht nur im Westen sind Kinder mit Arbeit und Misshandlungen ausgebeutet worden. Bei den Kinderreichen-Familien in der damalige DDR kam es oft vor, dass Kinder ab 12-13 Jahren in den Schulferien schwere körperliche arbeiten in der Industrie und am Fließband, Waggons entladen (GHG-WTB) in Akkordarbeit 3 bis 4 Wochen Geld verdienen mussten, um der Mutter und den Geschwistern die Armut ein bisschen zu erleichtern. Aber auch tägliche schwere Arbeit für einen 12 jährigen nach der Schule war an der Tagesordnung, Vieh Kaninchenfutter,Hühner,Enten, Stallungen ausmisten und Füttern. Die Eigenversorgung mit Fleisch war für eine Großfamilie überlebendnotwendig. Die große Lüge der DDR-SED Bonzen war das Gegenteil, dass Kinderreiche-Familien in bitterster Armut lebten. Einen Gruß an die Linkspartei, die die Wirklichkeit der Armut die in der DDR herrschte, als gute soziale Errungenschaften darstellen. An eine wirkliche Aufarbeitung von Unrecht in Ost und West ist man kaum interessiert.
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade online | 21.9.2008 14:18 Uhr
@bodo - Schwerstarbeit durch 12-13Jährige
Sie wissen, daß das strafbar war? Warum haben Sie es nicht gemeldet?
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von mm1 mm1 ist gerade offline | 21.9.2008 16:57 Uhr
Kinderarbeit unter den Augen
von Kirche und Staat
Im 3. Reich mussten die KZ-Insassen und später die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, die arbeiten machen, die nach 1945 die Kinder in den Heimen machten.
Mit der Ausbeuteung von Menschen hat es schon immer gut geklappt.
Dreckig finde ich das Verhalten der Diakonie, die Last der Entschädigung auf den Staat zu verschieben. Haben nicht die katholische und die evangelische Kirche von den Einnahmen aus Kinderarbeit profitiert? Auch in den staatlichen Einrichtungen ging es nicht besser zu.
Das ist die deutsche Mentalität, wegsehen und nichts unternehmen. Erst wenn es öffentlich wird, sind wir empört.
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von TRUMPI TRUMPI ist gerade offline | 21.1.2010 19:39 Uhr
Kirchliche Zwangsarbeit
[b][/b]Die Kirchen haben viel Geld gebrauchen können
Die Naziflucht(Rattenlinie) kosteten viel Geld
Falsche Papiere und die Rastplätze waren sehr teuer.
Ausserdem müssen die K.reuze wieder vergoldet werden.
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von yogi1954 yogi1954 ist gerade offline | 22.9.2008 6:34 Uhr
heute heißt Zwangsarbeit für Jugendliche
Schulpraktikum und wird/ist staatlich forciert.

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