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Murat Kurnaz im Interview

"Deutschland hat Folter indirekt akzeptiert"

Genau 60 Jahre ist es her, dass die Erklärung der Menschenrechte vor den Vereinten Nationen verlesen wurde. Trotzdem werden Menschenrechte weltweit noch immer mit Füßen getreten. Einer, der selbst Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt war, ist Murat Kurnaz. Tagesspiegel.de hat mit ihm gesprochen.
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Murat Kurnaz heute. - Foto: privat

60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte - ist das Jubiläum ein Hohn für Sie?

Für mich ist das kein Freudentag. Ganz im Gegenteil. Es ist der 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte, aber trotzdem werden Menschenrechte weiterhin verletzt. Noch immer gibt es Foltergefängnisse auf der Welt und es werden sogar immer mehr. Dass Menschenrechtsorganisationen so wenig dagegen tun können, außer es immer wieder öffentlich anzuprangern, ist ernüchternd.

Sie haben fast fünf Jahre ihre Lebens im Gefangenenlager Guantánamo verbracht. Ist das Camp ein komplett rechtsfreier Raum oder werden dort wenigstens gewisse Grundrechte gewahrt?

Alles, was dort geschieht, ist rechtswidrig, gegen die Menschenrechte und illegal. Guantánamo ist kein Gefängnis, sondern ein Foltercamp. Allein der Aufenthalt dort war eine physische und psychische Folter.

Was ist das Schlimmste, was Ihnen angetan wurde?

Von Anfang an haben die Amerikaner nichts gegen mich in der Hand gehabt. Ich bin kein Terrorist gewesen, sie mussten mich also zu einem Terroristen machen. Ich sollte gezwungen werden, Geständnisse zu unterschreiben. Unter anderem, dass ich ein Mitglied der Al Qaida bin.

Da ich nicht unterschrieben habe, wurde ich gefoltert - mit Elektroschocks und mit "Water Treatment". Das heißt, sie haben meinen Kopf in einen Eimer gesteckt und mir in den Magen geschlagen, sodass ich einatmen musste und sich meine Lungen voller Wasser gesaugt haben. Und sie haben mich aufgehängt, sodass meine Füße nicht mehr den Boden berührten. Das ging fünf Tage lang so. Alle paar Stunden kam jemand, um mich zu verhören. Ich wurde runtergenommen und gefragt, ob ich unterschreiben würde. Wenn ich nein gesagt habe, wurde ich einfach wieder hochgezogen. Das war in Kandahar.

In Guantánamo waren Schlagen und Treten Alltag. Da gab es keinen bestimmten Ort und keine bestimmte Zeit für. Das hat überall und immer stattgefunden. Guantánamo ist ein Camp ohne Gesetze.

Was ist für Sie die prägendste Erinnerung an die Zeit?

Der jüngste Guantánamo-Häftling ist neun Jahre alt gewesen. Zuzusehen, wie Kinder gefoltert werden, war das Schlimmste. Ich musste von meinem Käfig aus zusehen und konnte nichts, absolut gar nichts, dagegen unternehmen. Als ich diese Kinder gesehen habe, wie sie gefoltert wurden, da war mir klar, dass es mir viel, viel besser ging als ihnen oder auch als den alten. Der älteste Mensch dort war ja immerhin 105 Jahre alt.

Sie wurden vom Verfassungsschutz beobachtet und stehen auf einer Verdächtigenliste. Wie war die Rückkehr in ein "normales Leben" für Sie?

Ich hatte nie Probleme, wieder ins normale Leben zurückzukehren. Ich bin nicht der einzige in Deutschland, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ob mir ein paar Beamte hinterherfahren oder mein Telefon abhören, macht keinen Unterschied. Ich habe mich davon nicht stören lassen. Nach fünf Jahren in Guantánamo ist das ein Witz gewesen.

Von den US-Behörden gefoltert und der Türkei und Deutschland im Stich gelassen – wer trägt Ihrer Meinung nach die Schuld für die Menschenrechtsverletzungen, die Sie haben erdulden müssen?

Frank-Walter Steinmeier hat die Entscheidung getroffen und trägt die Verantwortung dafür. Die amerikanische Regierung war zu dem Schluss gekommen, dass ich keinerlei Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen und zu Al Qaida oder den Taliban hatte. Eine Aussage, die auch deutsche Beamte hinterher bestätigt haben, nachdem sie mich in Guantánamo – einem illegalen Foltercamp – verhört haben. Die US-Behörden haben Deutschland angeboten, mich freizulassen. Die Bundesregierung und Steinmeier aber haben dieses Angebot geheim gehalten - vor der Öffentlichkeit und auch vor meiner Familie.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die deutsche Regierung so gehandelt hat?

Dafür gibt es keine Erklärung. Steinmeier hatte erklärt, ich sei angeblich gefährlich. Aber sowohl Amerikaner als auch deutsche Beamte haben bestätigt, dass ich sauber war. Trotzdem hat Steinmeier das Angebot ausgeschlagen und mich vier weitere Jahre in Guantánamo schmoren lassen. Dadurch hat Deutschland Folter durch die Hintertür akzeptiert.

Was bedeutet es für Sie, dass Frank-Walter Steinmeier nun Kanzlerkandidat der SPD ist?

Dass er trotz allem, was er zu verantworten hat, Karriere macht, hat mich erstaunt.

Hat Ihnen die Regierung jemals eine Wiedergutmachung angeboten?

Nein. Steinmeier hat gesagt, sein Verhalten sei richtig gewesen. In Zukunft würde er sich in einem ähnlichen Fall wieder so verhalten. Das ist das Problem.

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, Schadenersatz zu verlangen?

Das steht für mich nicht an erster Stelle. Ich werde es natürlich versuchen, aber wichtiger ist es für mich, etwas für die Menschen zu tun, die immer noch in Guantánamo und anderen Foltergefängnissen einsitzen. Alles andere kommt danach.

Trotz allem, was Ihnen angetan wurde, wollen Sie einen deutschen Pass beantragen. Warum?

Das ist ganz einfach: Weil ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Mein Zuhause ist Bremen. Ich habe nie irgendwo anders gelebt und ich habe nie etwas anderes gesehen außer Deutschland. In der Türkei bin ich nur im Urlaub gewesen - wie viele andere Deutsche auch.

Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland wird der "Kampf gegen den Terror" mit Prävention und Kontrollen geführt, namentlich dem BKA-Gesetz. Wie finden Sie das?

Wenn man das gezielt gegen Terroristen einsetzt, ist das in Ordnung. Aber es wird leider missbraucht, um in die Privatsphäre Unbeteiligter einzudringen. Dass unter dem Namen des Antiterrorskampfes auch andere Sachen gemacht werden, ist meines Erachtens nicht akzeptabel.

Was haben Sie für einen Wunsch zum 60. Jahrestag der Menschenrechte?

Ich wünsche mir, dass sich Menschen weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen und ich wünsche mir, dass Foltergefängnisse weltweit abgeschafft werden. Obama hat angekündigt, Guantánamo schließen zu wollen, aber auch er hat keinen Zeitraum angegeben. Und selbst wenn er das Lager schließen lässt, gibt es dort Menschen, die nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können. Viele von ihnen sind in den letzten 20 Jahre nicht in ihren Ländern gewesen, weil sie Jahre vor ihrer Haft geflohen sind, weil sie politisch verfolgt wurden. Was soll mit ihnen geschehen? Das ist ein großes Problem. Die europäischen Länder haben sich bis heute nicht bereit erklärt, diesen Menschen Asyl zu gewähren. So lange der Fall so ist, wird es nicht so leicht möglich sein, Guantánamo von heute auf morgen zu schließen. Aber ich bin Optimist.

Das Gespräch führte Nicole Scharfschwerdt

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Kommentare [ 107 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von hades hades ist gerade offline | 10.12.2008 12:10 Uhr
Ach TSP... nich der schon wieder
Das ist ja wohl das schlechste Beispiel, dass man in dem Zusammenhang anführen kann. Der ist durch eigene Schuld in jene Situation gekommen, denn was, wenn nicht den Dischihad hatte er 2 Wochen nach 9/11 im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet gesucht... etwa Pilze. Kurnaz ist türkischer Staatsbürger, die hätte sich um ihn kümmern müssen - aber diese tat es nicht. Unser Problem? Und jetzt will er Deutscher werden, fällt ihm ein, dass er hier geboren ist... na klasse.
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von hades hades ist gerade offline | 10.12.2008 13:09 Uhr
Ein noch unpassenderes Beispiel als Herr Kurnaz
Wären dann vielleicht noch die "politischen Gefangenen der BRD" gewesen...
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von spearhead spearhead ist gerade offline | 10.12.2008 21:51 Uhr
link
als bereicherung für sie: http://www.amnesty.de/
(viel spaß beim stöbern)
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von sct sct ist gerade offline | 10.12.2008 13:28 Uhr
Was will man schon Pakistan...?
Ich wüste nicht was ich in Pakistan zu suchen hätte. Warum ist der Mann dahin gefahren? Ein "normal" denkender Mensch würde nie auf die Idee kommen in's Pakistanisch-Afghanische Grenzgebiet zu fahren.
Und wieso soll Deutschland für ihn verantwortlich gewesen sein? Nur weil er hier geboren wurde? Hatte er zur Haftzeit einen deutschen Pass? Nein, er war/ist Türke.
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von iris.s iris.s ist gerade offline | 10.12.2008 14:27 Uhr
@hades @sct
ihre kommentare sind an zynismus nicht zu übertreffen! kein wort zu der
folter, der herr kurnaz ausgesetzt war, kein mitleid. nein, selbst schuld ist
er. sind der neunjährige und 104jährige auch selbst schuld? das erinnert mich an vergewaltungen, bei denen frauen auch selbst schuld waren, wenn der rock zu
kurz war.

mitmenschen wie sie machen mir angst!


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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 10.12.2008 15:57 Uhr
iris.s
Das Einzige womit ich Ihnen recht gebe, ist das mit der Folter. Alles andere was die anderen Kommentatoren geschrieben haben, finde ich nicht zynisch, sondern nachfragenswert. Aber darauf habe ich noch keine schlüssigen Antworten erhalten, und deshalb finde ich jegliche Kritik an Herrn K für berechtigt
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von wusch wusch ist gerade offline | 10.12.2008 14:29 Uhr
Und wie hält Herr Kurnaz es mit Menschenrechten in islamischen Ländern?
Mir wäre neu, dass in Ländern mit islamischer Bevölkerungsmehrheit Menschenrechte auch nur angestrebt werden. Muslime bedrohen Menschen mit dem Tode, nur (!) wenn diese vom z.B. Islam zum Christentum wechseln. Sogar in den USA kann man seine Religion wechseln, ohne mit dem Tode bedroht zu werden. Mein Eindruck ist, dass aus islamischer Sicht Menschenrechte immer nur *für* Muslime gelten sollen, aber Muslime selber aus ihrer Sicht in ihren Ländern die Menschenrechte nicht zu beachten brauchen. Soll heissen, Menschenrechte sollen immer für Moslems gelten, gleichzeitig wollen Muslime aber ein "Menschenrecht, selber Menschenrechte nicht beachten zu müssen" (dabei aber sehr wohl über Menschenrechte anderer schwadronieren zu dürfen).

Oder was sagt Herr Kurnaz zu Scharia und Menschenrechten?

Oder ist das "was anderes"?

Heuchlerischer geht es doch kaum noch!
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von karnival karnival ist gerade offline | 10.12.2008 14:53 Uhr
Propagandaopfer
Die verehrten Vor-Kommentatoren scheinen ja schon ganz auf Staatslinie gebürstet zu sein oder kann es sein, dass im AA auch der TSP gelesen werden kann?
Mit Verlaub, selbst wenn Herr Kurnaz auf dem Scheißhaus von Osama Bin Laden festgenommen worden wäre, hätte es die Rechtsstaatlichkeit unserer wie auch der amerikanischen Verfassung geboten,ihm einen fairen Prozess zu machen. Stattdessen hat man Ihn solange gefoltert, bis seine Unschuld nicht mehr zu negieren war. Und die Weigerung der Bundesregierung, Kurnaz aufzunehmen (wenn schon nicht die hier geborenen, dann doch wohl die Kinder unserer Staatsbürger?!), hat doch erst zu weiteren Verdächtigungen beigetragen, somit hat sie die Verlängerung seines Martyriums wohl wissend in Kauf genommen.
Feigheit vor der eigenen Courage hat das Handeln von Schröder und Steinmeier bestimmt, erst das Maul weit aufmachen und dann kuschen. Aber nichts anderes ist man ja von Sozialdemokraten gewohnt.
Unser Außenminister ist ein zynischer Technokrat,schlimmer noch, er ist ein Schreibtischtäter und ich werde nicht zurück schrecken, dies nächstes Jahr bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu benennen, wenn diese feine Herr sich anschickt, Kanzler zu werden.
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von zp zp ist gerade offline | 10.12.2008 15:54 Uhr
DANKE ..........
hinzuzufügen bleibt nur noch, dass dieser Steinmeier niemals Kanzler werden darf. So arg könnte ich mich als Deutscher überhaupt nicht schämen!

@catweazle @hades @sct >>> der man ist gefoldert worden, mit dultung unserer regierung, da gibts nicht zu rütteln. und dann kommen solche däml.... kommentare ? bin fassungslos, was bei uns schon wieder geht!
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von hades hades ist gerade offline | 10.12.2008 20:43 Uhr
Das die Türkei sich nicht für Kurnaz eingesetz hat, ist simpel
Die Türkei wollte ihn nämlich keinesfalls haben, oder sonst wie mit ihrem Staatsbürger in Verbindung stehen - denn in Ankara hielt man ihn (auch) für einen Dschihadisten. Von Folter wußte damals noch niemand etwas konkretes. Oder jemand hier bringt mir den Beleg, dass diese Vorwürfe damals schon konkret im Raum standen.

Kurnaz galt als Sicherheitsrisiko - Der Chef des Bremer Verfassungsschutzes, Wilhelm schrieb einen Bericht für Innensenator Röwekamp, der Kurnaz unter Terrorverdacht stellen und damit seine Wiedereinreise verhindern sollte. Das geschah Ende 2005 während das Bremer Verwaltungsgericht den Entzug der Aufenthaltsgenehmigung von Kurnaz prüfte. Diese war formal im August 04 vom Innensenator entzogen worden.

Der BND-Untersuchungsausschuss kam Februar 07 zu der Erkenntnis, dass die deutschen Behörden Murat Kurnaz im Herbst 02 unter keinen Umständen wieder in die Bundesrepublik einreisen lassen wollten. Nach Anhörungen von Verfassungsschutz-Präsident Fromm und seines Bremer Kollegen Wilhelm ist auch weiterhin unklar, ob es ein konkretes Angebot zur Freilassung von Kurnaz aus den USA gegeben habe.

Für den Verfassungsschutz war Kurnaz 02 ungeachtet aller bereits damals bekannten Zweifel ein Sicherheitsrisiko und ein gewaltbereiter Mann. Demnach sei Kurnaz durch angebliche Kontakte zu radikalen islamischen Fundamentalisten ein Sicherheitsrisiko gewesen. Diese Einschätzung teilte die Ausschussmehrheit von CDU und SPD damals! auch. Wilhelm, der inzwischen sein ursprüngliches Urteil über die Gefährlichkeit von Kurnaz revidiert hat, beurteilt ihn heute nur noch als Islamisten, nicht mehr als einen gewaltbereiten Terroristen.

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von tunichtgut tunichtgut ist gerade offline | 10.12.2008 14:54 Uhr
Zumindest fragwürdig
Der gute Mann wollte den Islam in pakistanischen Madrasas studieren, will aber nichts mit Islamisten zu tun haben.
Das ist so, als würde man eine NPD-Kaderschmiede mit einer Kreisvolkshochschule verwechseln.
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von coyote coyote ist gerade offline | 10.12.2008 15:16 Uhr
Ausgerechnet Kurnaz !!
In Oktober 2001 ist er nach Pakistan geflogen , kurz nach den Anschägen vom 9/11 - er hatte dort Kontakt zu islamistischen Gruppen .

Und ob ein Typ wie Kurnaz die Wahrheit über die USA sagt , kann ich mir nicht vorstellen .

Ich möchte aber nicht Guantanamo verteidigen .
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von unbekannt | 10.12.2008 15:46 Uhr
Guantánamo ist kein Gefängnis, sondern ein Foltercamp
Korrekt. Der gewählte US Präsident will es auflösen.
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von guybrush guybrush ist gerade offline | 10.12.2008 15:47 Uhr
Danke Iris
Gut zu wissen, dass es auch noch Menschen unter den Tagesspiegelartikel-Kommentatoren gibt.

Unglaublich was hier einige so vom Stapel lassen. Möcht nicht wissen, wie dick deren Bäuche sind....
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von unbekannt | 10.12.2008 15:49 Uhr
Unser Problem? @hades
Einfach widerlich! Ja, natürlich ist es unser Problem, wenn ein Mensch gefangen gehalten, gefoltert oder mit dem Tode bedroht wird. Egal welcher Nationalität, Rasse oder Religion er angehört. 60 Jahre Menschenrechte - sagt Ihnen wahrscheinlich nicht viel.

@iris.s. danke für den treffenden Kommentar.
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von blumentopfche blumentopfche ist gerade offline | 10.12.2008 16:01 Uhr
wer hernn kurnat mal im tv sah, wird
feststellen, dass der mann ein hervorragendes deutsch spricht.
seine ausführungen machten mich schon sehr betroffen, dann erfuhr ich, dass er türkischer staatsbürger ist.

da verstand ich dann seine vorwürfe gegenüber deutshcland garnicht mehr.

gegen seine unberechtigte inhaftierung hätte sein land, die türkei, vorgehen müssen, sollen. weshalb er nun deutschland vorwürfe macht, weiß ich nicht, kann ich nicht nachvollziehen.

er sollte sich an ankara wenden und den türkischen staat fragen, weshalb der nichts für ihn unternommen hat.
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von timchen timchen ist gerade offline | 10.12.2008 16:36 Uhr
hier in den meisten Kommentaren kann man mal...
... schön sehen, wie manche Menschenrechte verstehen:

nämlich gar nicht.

Menschenrechte sind unteilbar. Entweder sie gelten für alle(!) Menschen, oder sie gelten gar nicht.
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von kaefermichnicht kaefermichnicht ist gerade offline | 10.12.2008 17:03 Uhr
Folter wird Salonfähig?
Jedenfalls scheint es so, wenn man sich die Kommentare einiger Leute hier ansieht. Das sind die gleichen, die auch "ein Bischen Folter" befürworten, oder auch mal ein Bischen mehr, wenn das Opfer es ihrer Meinung nach verdient hat. Ihr Irrtum besteht darin, daß aber in Wahrheit kein Mensch Folter verdient. Der Zeigefinger auf andere Staaten oder auf Terroristen ändert daran auch nichts. Im Gegenteil: Sie verwechseln Gerechtigkeit mit Vergeltung. Ein Unrecht kann jedoch ein anderes nicht ausgleichen oder rechtfertigen.
Wann wurde eigentlich der Tagesspiegel zum Forum für Rechtpopulisten?
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von juergenf juergenf ist gerade offline | 10.12.2008 17:21 Uhr
Erschreckend, was hier für Meinungen auftauchen
Da wird ein Unschuldiger jahrelang gefoltert, und hier gibt es immer noch welche, die sinngemäß unterstellen, der wird ja doch irgendwie selbst schuld sein. Weder CIA noch BND haben auch nur den Hauch einer Schuld gefunden. Und ein selbstherrlicher Staatssekretär hat an unseren Gesetzen vorbei einfach den Daumen gesenkt, so wie man es aus dem alten Rom kennt, und damit diesen Unschuldigen weitere Jahre seinen Folterknechten überlassen. Dieser Staatssekretär ist heute Außenminister und will gar Kanzler werden.
Beides, die obigen staatstreuen und ebenso dummen Meinungen und das dieser Minister nicht nur noch im Amt ist sondern gar noch nach höherem strebt, zeigt in was für einer gruselig schlechten Verfassung unser Rechtsstaat ist.
Es macht einen fassungslos und ohnmächtig.

Menschenrechte gelten universell und die Bundesrepublik hat sich auch im Fall Kurnaz schäbig und menschenverachtend verhalten. Aber als treuer Vasall sind wir wohl zu einer anderen Haltung nicht in der Lage.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 10.12.2008 17:22 Uhr
timchen
Eines vergessen Sie aber bei Herrn K., wollte er nicht evtl auch die Menschenrechte mit Füssen treten??????? Jedenfalls ist es nicht zweifelsfrei erwiesen, warum er dort war. Ansonsten gebe ich Ihnen recht, die Menschenrechte gelten für alle und seine Folter ist mit nichts zu entschuldigen
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von charles charles ist gerade offline | 10.12.2008 17:38 Uhr
Eine Schande
Kurnaz: "Die amerikanische Regierung war zu dem Schluss gekommen, dass ich keinerlei Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen und zu Al Qaida oder den Taliban hatte. Eine Aussage, die auch deutsche Beamte hinterher bestätigt haben, nachdem sie mich in Guantánamo...verhört haben. Die US-Behörden haben Deutschland angeboten, mich freizulassen. Die Bundesregierung und Steinmeier aber haben dieses Angebot geheim gehalten - vor der Öffentlichkeit und auch vor meiner Familie."

Spricht das nicht für sich?
Kann man sich da hinter angeblichen Zuständigkeiten verschanzen? Zynisch und inhuman die Ansicht, Kuraz ginge Deutschland nichts an. In Deutschland aufgewachsen, ist Kurnaz auch ohne bisher amtliche Einbürgerung irgendwie Deutscher.
Abgesehen davon, wie @timchen ganz richtig bemerkt: Menschenrechte sind unteilbar. Kann man das als anständiger Mensch anders sehen?
Ich bin entsetzt über die Haltung einiger Foristen.
Comment
von aussteiger aussteiger ist gerade offline | 10.12.2008 17:41 Uhr
In Urlaub nur nach Mallorca ?
In welchem Gesetz ist vorgeschrieben wohin man in Urlaub fährt. Mallorca und Frankenwald sind sind ok? Wenn der US-Regierung mein Urlaubsort nicht gefällt, komme ich dann auch in das illegale Foltercamp? Unschuldsvermutung bis zum Urteil, das war wohl mal in Deutschland. In Frankfurt/M. wurde meines Wissens mal einem Beschuldigtem mit Folter gedroht und waren nicht in Ex-Jugoslawien auch einige BND-Mitarbeiter an solchen Aktionen beteiligt?
Freiheit gibt es auch bei uns in Deutschland immer weniger.
Hoch lebe die Sicherheit !!!
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von yogi1954 yogi1954 ist gerade offline | 10.12.2008 17:44 Uhr
nicht aufregen über
hades und Konsorten:
Sie stehen im Einvernehmen zum Innenmister Schäuble. Der findet Folter per se und speziell in Guantanamo völlig okay.

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von jonseid jonseid ist gerade offline | 10.12.2008 17:48 Uhr
Mein Wunsch ist,
dass auch die "coolen" Kommentatoren von solchen schrecklichen Erlebnissen verschont bleiben! Auch nicht der, der auf sein Vierbuchstaben sitzend solche menschenverachtende Kommentare von sich geben kann, hat sowas nicht verdient. Manchmal frage ich mich aber wirklich, warum manche den TSP lesen, und nicht solche Zeitungen, die ihnen mehr passen würden.
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von matzeb2007 matzeb2007 ist gerade offline | 10.12.2008 17:52 Uhr
Ob Kurnaz schuldig war oder nicht
spielt in diesem Falle überhaupt keine Rolle, da das Lager in Guantanamo völkerrechtswidrig ist!Auch Folter ist grundsätzlich abzulehnen und darüber hinaus hat niemand es verdient, ohne vorher in einem rechtsstaatlichen Prozess verurteilt worden zu sein, eingesperrt zu werden! Herr Steinmeier hätte aus humanitären Gründen das Angebot der Amerikaner, Kurnaz freizulassen annehmen müssen.
Warum sich Kurnaz allerdings nur über die Bundesrepublik beschwert und die Türkei, deren Staatsangehörigkeit er immerhin besitzt,nicht mit einer Silbe erwähnt erschliesst sich mir auch nicht!
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von spital8katz spital8katz ist gerade offline | 10.12.2008 18:03 Uhr
Mein Zuhause
ist Bremen. Logisch, wo denn sost? Im Notfall Berlin...
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von gewissensfrage gewissensfrage ist gerade offline | 10.12.2008 18:10 Uhr
Kein Mensch sollte gefoltert werden!
Aber für Guantanamo sind nicht Schröder und Steinmeier verantwortlich sondern Georg W. Bush. Als die Welt bereits von den Lügen im Irak-krieg und von Guantanamo wusste, hat unsere große Menschenrechtspolitikerin Angela Merkel eben diesen Herrn Bush noch zum fröhlichen Wildsau grillen in Meck.Vorpommern eingeladen. Im zeitliche Zusammenhang damit, steht die Entlassung Kurnaz aus Guantanamo. Obwohl sich Frau Merkel mit dem teuren Grillfest Unmut der eigenen Bevölkerung einhandelte hatte diese Aktion doch Sinn. Bush konnte sich an Schröder wegen dem Nein zum Irakkrieg rächen und Frau Merkel konnte Herrn Steinmeier eine Affäre anhängen, die wie man sieht auch heute noch gegen den Herrn Steinmeier eingesetzt werden kann. Es wurden ja danach noch weiter Gerüchte gegen Steinmeier und Schröder von amerik. Seite gestreut und wir haben wochenlang über diese Dinge diskutiert. Ein cleverer Schachzug von dem Team Bush / Merkel.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 10.12.2008 18:31 Uhr
yogi und
die anderen Menschenrechtshüter hier, wer hat geschrieben oder gedacht, das Folter richtig sei?Keiner! Aber es wird doch wohl noch möglich sein, was Herr K. dort gemacht hat. Das schweigt er sich wohlweisslich aus und macht nur Vorwürfe. Das sollte den Aufrechten hier, auch mal zu denken geben. Aner das passt wohl nicht so recht zu Ihren Ansichten.
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von charles charles ist gerade offline | 10.12.2008 18:34 Uhr
Bremen ist sein Zuhause
@spital8katz
Kurnaz' Zuhause ist nun mal Bremen. Was soll also Ihre unpassende Bemerkung? Sie mögen ja alles in bezug auf Kurnaz negativ auslegen. Am Fakt, dass der Mann in Bremen geboren und aufgewachsen ist, kommen sie nicht vorbei - mag Ihnen dies nun gefallen oder nicht.
Comment
von modeski modeski ist gerade offline | 10.12.2008 21:07 Uhr
Staatsbürgerschaft
Ob Kurnaz in Bremen geboren ist, ist völlig irrelevant, er ist Türke und hat einen türkischen Pass, mithin ist die türkische Regierung für ihn verantwortlich.

Natürlich ist es menschen- und völkerrechtswidrig, ihn zu foltern, dafür sind aber die USA verantwortlich. Ich glaube allerdings nicht, dass Neunjährige in Guantanamo einsitzen. Das wüsste man inzwischen.

Im übrigen handelt es sich bei Kurnaz um einen Islamisten, der dafür eintritt, dass Frauen verschleiert herumlaufen müssen. Im Iran werden Frauen gefoltert, die sich nicht verschleiern, vielleicht bringt ihn das mal zum Nachdenken.
Comment
von plasterix plasterix ist gerade offline | 10.12.2008 19:15 Uhr
Kurnaz glaubwürdig?
Wie in den bisherigen Kommentaren auch schon festgestellt wurde, scheint alles um den Fall Kurnaz äußerst fragwürdig zu sein:

Kurnaz hat nie etwas anderes gesehen als Bremen aber er wird in Pakistan verhaftet.

Er war kurz nach den Anschlägen von 9/11 im pakistanisch-afganischen Grenzgebiet, hat aber keinen Kontakt zu Terroristen gehabt.

Er wurde mit Elektroschocks und Waterboarding gefoltert, hat sich aber niemals ein Geständnis herauspressen lassen.

Amerikanische und deutsche Beamte hatten bestätigt er sei harmlos, aber er wurde nicht entlassen und weiter gefoltert.

Er wurde ausgehungert aber mit Übergewicht wieder entlassen.

Er klagt die deutsche Regierung wegen indirekter Akzeptanz von Folter an aber die Türken, deren Staatsbürger er ist, nicht.

Er attackiert regelmäßig seinen Lieblingsgegner Steinmeier, weil er damals nicht reagierte (er hielt ja Kurnaz für gefährlich), aber Busch und die Amerikaner, die seine Folterungen zu verantworten haben, kommen in seiner Kritik erstaunlich selten vor.

Er fühlt sich von Deutschland im Stich gelassen, aber will jetzt unbedingt die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen.

Sicherlich ist es theoretisch möglich, dass sich all dasgenau so zugetragen hat, wie Kurnaz es darstellt. Ich halte ihn allerdings für absolut unglaubwürdig und hoffe sehr, dass man ihm die deutsche Staatsbürgerschaft verweigert.
Comment
von modeski modeski ist gerade offline | 10.12.2008 22:50 Uhr
CIA
Richtig. Wer garantiert uns eigentlich, dass der nicht umgedreht wurde und eine CIA-Pflanze ist?
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von charles charles ist gerade offline | 10.12.2008 19:40 Uhr
Unschuldsvermutung
Zeit-online zu Kuranz' Aufenthalt in Pakistan:

<Er wollte Koranschulen kennenlernen, ein Monat wollte durch Pakistan reisen.... Fest steht: Er hatte weder Waffen noch viel Geld bei sich. Er war in keinem Terrorlager, in seiner Tasche fand sich nur ein Retourticket nach Bremen.>

Womöglich wäre Kurnaz in der Koranschule radikalisiert worden. Man weiß es nicht. Man weiß auch nicht, ob er in diesem Falle überhaupt zum Terroristen geworden wäre. Tausende besuchen Koranschulen und werden keine Terroristen.
Jedenfalls ist seine Unschuld amtlich bestätigt. Was treibt denn manche Leute, trotzdem die in einem Rechtsstaat geltende Unschuldsvermutung außer Kraft setzen zu wollen? Und das jetzt noch nach eindeutiger Entlastung durch CIA und BND.
Ist das primitiver Antiislamismus?
Comment
von modeski modeski ist gerade offline | 10.12.2008 21:24 Uhr
Unschuld
Die Unschuldsvermutung gilt für Gerichte, und nicht für Privatpersonen, die in einem Internetforum posten.

Im übrigens sind die von Herrn Kurnaz erhobene Vorwürfe ja auch nicht gerichtsfest bewiesen.

Comment
von 10827er 10827er ist gerade offline | 10.12.2008 20:34 Uhr
Willkommen zurück Herr Kurnaz,
als ich das erste mal von ihrem Fall las,dachte ich,dass sie so ein radikaler Moslem sind,dem das Wiederfahrenen Recht geschieht.

Mittlerweile wissen wir und ich mehr und es freut mich,dass Herr Kurnaz wieder Anschluss an ein normales Leben in Deutschland gefunden hat.
Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 10.12.2008 20:54 Uhr
Alle Tiere sind gleich, ...
... na ja, fast. Also die Terroristen, denen wir das verlockende Gegenmodell aus Demokratie und Rechtsstaat entgegenstellen wollen, die dürfen wir schon mal foltern. Aber nur ein bißchen, wenn sie unschuldig sind. Wenn die Folter ergibt, daß sie sich schuldig gemacht haben, darf's natürlich ein wenig mehr sein, weil wir ja längst noch nicht alles wissen, aber alles rechtsstaatlich sicher wissen wollen dürfen.

Dann die Mörder und die Entführer. Klar doch, ein wenig Folter kann lehrreich sein. Und die Kinderschänder. Foltert sie, damit wir sicher sein können, daß sie alles gesagt haben. Und die Räuber und Schläger. Es gibt viel aufzuklären.

Dann vorletzten Monat, der Fahrerflüchtling. Wer weiß, wen der noch alles gefährdet hat. Ein wenig foltern wird man ja wohl noch dürfen. Der ist doch selbst schuld. Und wer weiß, welch rücksichtslose Raser sich hinter DEM Autofahrer an sich verbergen. Na los doch, nur ein wenig kitzeln und ein wenig Wasser ins Gesicht.

Und der Fahrradfahrer auf dem Fußweg, der war frech. Macht der das immer so? Kriegen wir raus, keine Frage. Danach hören wir auf, ihn zu foltern. Vielleicht.

Eigentlich müßten wir alle Menschen ein wenig foltern, damit herauskommt, was sie zu verbergen haben. Und dann wieder ein wenig mehr, wenn die Quelle anfängt zu sprudeln. Und überhaupt: Ausgerechnet die Biedermänner, das kennen wir ja, foltert sie!
Comment
von modeski modeski ist gerade offline | 10.12.2008 22:53 Uhr
Folter
Natürlich sollte Folter weltweit verboten sein (für Fahrradfahrer auf dem Gehweg würde ich einen Ausnahme machen, aber nur für die), aber das hat mit der Frage, warum hält sich Kurnaz in der BRD auf, gar nichts zu tun.

Er sollte die Türkei, deren Staatsbürgerschaft er besitzt, dazu bewegen, gegen die USA vorzugehen. Aber wahrscheinlich will er da nicht hin, weil das, was man aus türkischen Gefängnissen hört, mit Guantanamo gut mithalten kann.
Comment
von bigjoe bigjoe ist gerade offline | 10.12.2008 21:15 Uhr
@gewissenfrage, was für Gerüchte?
Hat Herr Steinmeier nicht klar und deutlich vor dem Vertuschunsgsausschuss ausgesagt, er würde jederzeit wieder so handeln ( So auch Joschka Fischer). Im Klartext heißt das doch wohl, wäre es nicht zu einem Regierungswechsel gekommen, dann würde Herr Kurnaz noch heute mit Billigung von Rot/Grün in Guantanomo gefoltert.
Comment
von gegenspiegel gegenspiegel ist gerade offline | 10.12.2008 21:20 Uhr
an alle Gutmenschen
Murat Kurnaz war nachweislich Mitglied der fundamentalistischen Organisations Tablighi Jamaat(kann gegoogelt werden). Er hatte als Hintergrundbild auf sein Handy
das Wort "Dschihad" gespeichert und er reiste mit einem Freund, der schon in Köln von der Polizei aus dem Flieger geholt wurde, weil er seinen Eltern erzählt hatte, er wolle am Dschihad teilnehmen, um die Ungläubigen zu bekämpfen (dies ist inzwischen sogar auf wikipedia nachzulesen). Im Grund ist es unverantwortlich, ihm solch unkritische Fragen zu stellen. Sein Buch lag wie Blei in den Regalen,weil er dermassen mit seinen Folterungsbeschreibungen übertrieben hatte, dass er unglaubhaft wurde. Er möchte natürlich vom deutschen Staat Schmerzensgeld kassieren,obwohl er immer noch türkischer Staatsbürger ist. In Bremen sei er heimisch sagt er,aber diesen Staat, der ihm so viele Freiheiten gewährt, war er bereit zu bekämpfen, das kann ich wiederum nicht entschuldigen, ich oder Angehörige hätten Opfer werden können.

Im übrigen hat sich die USA verpflichtet, in Guantanamo das Rote Kreuz zuzulassen. Dort geht es sicherlich - trotz allem - nicht so schlimm zu wie in anatolischen oder anderen Gefängnissen in islamischen Ländern. Ich finde das Ganze ist eine Farce, die nur noch von blauäugigen linken Gutmenschen, die aus politischer Verblendung eine Politik der ständigen Selbstbezichtigung betreiben, geglaubt wird. Das schreibe ich, weil ich das ganze Geschehen von Anfang an verfolgt habe.
Comment
von unbekannt | 11.12.2008 6:22 Uhr
@gegenspiegel
Ihr Kommentar ist in seiner Klarheit eine Wohltat.

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