Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler sprach mit dem Tagesspiegel über seinen Job, Gerechtigkeit im Gesundheitssystem und den Witz mit der Praxisgebühr.
Herr Rösler, Sie machen gerne Witze. Einer geht so: Der Arzt fragt den Patienten: Was fehlt Ihnen? Antwort: Erst mal zehn Euro. Was ist daran witzig?
Es weist darauf hin, dass durch die Praxisgebühr das Arzt-Patienten-Verhältnis leidet. Bevor man über die Beschwerden reden kann, geht es schon um das Bezahlen.
Wenn Sie das als Problem empfinden: Warum schaffen Sie die Gebühr nicht ab?
Dies zu erwägen, wäre unseriös. Die Praxisgebühr erbrachte im vorigen Jahr 1,9 Milliarden Euro. Darauf kann die gesetzliche Krankenversicherung aktuell nicht verzichten. Wir wollen aber ein unbürokratisches Erhebungsverfahren.
Demnächst müssen die Versicherten auch noch Zusatzbeiträge an die Kassen zahlen. Dafür gibt es weder Steuer- noch Arbeitgeberzuschuss. Finden Sie das fair?
Was wir 2010 erleben werden, ist eins zu eins das, was die Vorgängerregierung wollte. Die FDP kann nichts dafür. Und bei den Zusatzbeiträgen gibt es, anders als in dem von uns geplanten Modell der einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeiträge, keinen Sozialausgleich. Ich vertrete die Position: Keine Prämie ohne Sozialausgleich. Nur dann ist sie fair.
Die CDU will die Zusatzbeiträge noch erhöhen. Die Begrenzung auf ein Prozent des Einkommens soll fallen. Machen Sie da mit?
Allein den Deckel anzuheben, bringt keine Lösung. Außerdem sieht der Koalitionsvertrag einen solchen Schritt nicht vor. Und an den halten wir uns.
Krankenkassen, die viele Geringverdiener versichern, sind durch die Ein-Prozent- Klausel schwer benachteiligt …
Ich bin den Menschen verpflichtet, nicht den Kassen. Wir reden von 70 Millionen gesetzlich Versicherten. Für die müssen wir ein vernünftiges, faires System hinbekommen. Daher ist es falsch, die Zusatzbeiträge ohne Sozialausgleich zu erhöhen. Die Ein-Prozent- Klausel wird bleiben.
Ohne Solidarität funktioniert kein Gesundheitssystem. Passt Solidarität mit der Idee des Liberalismus überhaupt zusammen?
Auf jeden Fall. Das sieht auch unser neuer Generalsekretär, Christian Lindner, so. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die FDP auch mit diesem Begriff in Verbindung gebracht wird. Solidarität gehört zum Liberalismus wie Toleranz.
Was heißt das konkret?
Toleranz heißt: auf gleicher Augenhöhe miteinander umzugehen. Solidarität heißt: die Starken helfen den Schwachen. Denn es muss gewährleistet bleiben, dass in kritischen Lebensphasen jeder auf Unterstützung zählen kann.
Wann ist Solidarität falsch?
Nur, wenn man sie falsch versteht. Ich kritisiere, dass Parteien wie die Linke oder auch die SPD bei Solidarität allein an die sozialen Sicherungssysteme denken. Wir Liberale fassen den Begriff breiter: Familie, Verein, Ehrenamt – überall brauchen wir gelebte Solidarität. Denn dort paart sie sich mit Verantwortung.
Was ist solidarisch an Ihrer Kopfpauschale, die einem Manager genauso viel für die Krankenversicherung abverlangt wie seiner Putzfrau?
Der Manager ist ja meist gar nicht mehr gesetzlich, sondern privat versichert, weil sein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Wir sagen: Das Prinzip der solidarischen Krankenversicherung ist, dass die Gesunden den Kranken helfen. Der Ausgleich zwischen Reich und Arm gehört woanders hin: ins Steuersystem.
Das ist gerechter?
Ich halte es für gerechter, weil der Ausgleich durch lohnabhängige Beiträge in der Krankenversicherung nach oben begrenzt ist. Der Manager, der mehr verdient, verlässt das gesetzliche System und zahlt gar nicht mehr für die Putzfrau. Im Steuersystem dagegen wird jeder nach seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit besteuert. Hier wird jeder Starke herangezogen, um dem Schwächeren zu helfen.
Warum nehmen Sie Gutverdienern nicht die Möglichkeit, sich privat zu versichern?
Ordnungspolitisch wäre das nicht zu rechtfertigen: Es gibt nicht die einzig richtig Struktur, Versicherung im Krankheitsfall zu organisieren. Nicht nur ein Weg führt hier zum Ziel. Im Übrigen: Das erlaubt unsere Verfassung auch nicht.
Ihr System funktioniert aber auch nur mit Steuermilliarden. Und gleichzeitig will Ihre Partei die Steuern senken …
Unser Ziel ist es, Wachstumsimpulse zu setzen. Die Steuersenkung ist der Versuch, am Ende mehr Steuern zu erhalten. Außerdem stellen wir das System nicht von heute auf morgen um. Wenn sie etwa den gesamten Arbeitgeberanteil in eine Prämie umwandeln wollen, müssten Sie für den Solidarausgleich sehr hohe Ausgleichsbeträge veranschlagen. Aber genau das wollen wir eben nicht.
Wie soll es dann gehen?
Schrittweise. Schrittgröße und Schrittfrequenz hängen von der Möglichkeit des steuerlichen Zuschusses und der Technik des Ausgleichs ab. Außerdem muss es möglichst unbürokratisch funktionieren.
Wie wollen Sie sicherstellen, dass das Steuergeld nicht für anderes ausgegeben wird?
Das ist immer eine Frage des politischen Willens und der langfristigen Ausgestaltung. Das Primat der Politik gilt auch für das bisherige System.
Sie setzen auf mündige Bürger. Und sagen ihnen, sie sollen sich gegen Schweinegrippe impfen lassen. Das passt nicht zusammen.
Sie hätten recht, wenn es eine Impfpflicht gäbe. Die aber lehne ich ausdrücklich ab. Meine Aufgabe ist es deshalb, für Aufklärung zu sorgen. Der Bürger kann nur entscheiden, wenn er gut informiert ist.
Kritiker sagen, die Politik hat sich hier von der Pharmaindustrie einspannen lassen.
Das ist doch Legendenbildung. Nach der Vogelgrippe hat man gesagt, beim nächsten Mal müssen wir vorbereitet sein und schnell Impfstoff produzieren können. Deshalb hat man die Verträge mit der Industrie gemacht. Es ist originäre Aufgabe des Staates, solche Schutzmaßnahmen zu treffen. Und für die Empfehlungen haben wir Quellen gesucht, auf die sich die Menschen verlassen können, etwa die Experten des Robert-Koch-Instituts.
Wo ist die Grenze für Eigenverantwortung? Soll man Arme künftig wieder am Gebiss erkennen?
Im Koalitionsvertrag steht, dass wir das System nur auf Grundlage des bestehenden Leistungskatalogs ändern. Wir wollen keine Leistungen streichen.
Der medizinische Fortschritt geht weiter …
Es gibt einen Gemeinsamen Bundesausschuss, der bestimmt, was erstattet wird. Das ist kein politisches Gremium, hier sitzen Vertreter der Kassen, Ärzte und Kliniken, aber auch Patientenvertreter. Wir haben nur die Rechtsaufsicht. Ich finde das richtig so. Der Leistungskatalog muss immer dynamisch bleiben. Und die Politik sollte sich dabei raushalten.
Wo wollen Sie denn mehr Eigenverantwortung?
Bei der Prävention. Wenn es keine Einheitsbeiträge mehr gibt, können die Kassen mehr Anreize setzen.
Warum findet sich im Koalitionsvertrag eigentlich kein einziger Sparvorschlag?
Ich kann Ihnen versichern: Es wird keinen Bereich geben, den wir uns nicht ansehen werden. Aber wir wollten uns nicht auf Einzelnes festlegen. Wenn wir das System insgesamt effektiver und effizienter machen, wird die Akzeptanz bei allen zum kostenbewussten Umgang mit den Mitteln auch größer.
Bisher sieht alles nach Politik für die FDP-Klientel aus. Nehmen wir die Apotheker: keine Ladenketten, gebremster Versandhandel. Wo bleibt da der Wettbewerb, den Sie so gern betonen?
Als Apotheker kann man sich überall niederlassen, da ist schon mehr Wettbewerb als bei Vertragsärzten. Der Verkauf von Arznei ist aber etwas anderes als der von Brötchen oder Autos. Es geht um Patientensicherheit. Daher soll die Verantwortung beim einzelnen Apotheker liegen, nicht bei anonymen Großketten. Im Gesundheitssystem muss es auch Grenzen für den Wettbewerb geben. Schließlich gibt es einen Unterschied zwischen Arznei und Brötchen. Oder brauchen Sie beim Brötchenkauf ein Rezept?
Wo darf es ihn dann überhaupt geben? Die niedergelassenen Fachärzte schützen Sie ja auch vor der Konkurrenz der Kliniken.
Wettbewerb muss fair sein. Für ihre Investitionen erhalten die Kliniken Hilfen der Länder, niedergelassene Ärzte müssen alles selbst erwirtschaften. Das ist kein fairer Wettbewerb. Aber wir haben nichts gegen sektorenübergreifende Behandlung, grade im ländlichen Raum ist das wichtig.
Wettbewerb braucht den mündigen Versicherten. Bei der Pflege aber setzen Sie auf Zwang. Alle müssen privat vorsorgen …
Die Akzeptanz zu einer Pflichtversicherung gab es schon 1995, die Pflegeversicherung wurde damals ja schon verpflichtend eingeführt. Was jetzt hinzukommt, ist nur eine Ergänzung des bestehenden Systems: der Versuch, der demografischen Entwicklung mit Kapitaldeckung ein Stück weit Rechnung zu tragen. In der Koalition war das unstreitig: Wir müssen mehr vorsorgen.
Müsste man nicht wenigstens Eltern mit Kindern von dieser Pflicht ausnehmen?
Es gibt ja schon einen kleinen Beitragsunterschied für Kinderlose. Mehr wird es nicht geben. Wir können ja auch nicht voraussagen, ob diese Kinder tatsächlich einmal beitragspflichtig sein werden.
Herr Rösler, Sie haben mal gesagt, mit 45 wollen Sie keine Politik mehr machen. Sie werden jetzt 37 und sind Bundesminister. Halten Sie bis dahin überhaupt durch?
Ich halte durch, denn ich kann jetzt wirklich etwas bewegen. Aber mit 45 wird Schluss sein mit der Politik, das steht für mich fest. Denn Politik verändert die Menschen. Deshalb hat alles seine Zeit.
Das Gespräch führten Armin Lehmann und Rainer Woratschka. Die Fotos machte Thilo Rückeis.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 20.12.2009)
Kommentare [ 76 ] Kommentar hinzufügen »
Noch nie habe ich mich so sehr auf den 45zigsten Geburtstag eines Mitmenschen gefreut.
Nach 8 schlechten Jahren kommen bestimmt wieder 8 gute Jahre, bitte.
Merken Sie eigentlich noch etwas oder sind Sie von den Lobbyisten der Gesundheitspolitik bereits völlig vereinnahmt worden?
Ihr Verständnis von Solidarität deckt sich sicher nicht mit der Mehrheit der Bürger und Ihre Partei wurde lediglich von 15 Prozent gewählt - schon vergessen?
Jeder zahlt ob Mann, Frau oder Kind 140 Euro, dass ist reine Grundversorgung, was immer damit gemeint ist, weiß niemand, jedes bisschen Extra muss Privat aufgebracht werden, dass können sich immer mehr Menschen nicht leisten, dass wird in Kauf genommen und ist gewollt, die Armen sollen früher sterben, ist auch gut für die Rentenkasse, so eiskalt sind die.
Die Geringverdiener werden über das Finanzamt geführt und somit kontrolliert, dass ist so gewollt, Überwachung des Prolitariats.
Diese Partei der FDP ist ein Wolf im Schafspelz, so wie die sich verkaufen, ist das absolute Heuchelei und unehrlich, die wissen garnicht was Solidarität bedeutet und das wollen die auf garkeinen Fall, tun aber so, dass ist verwerflich, ich hoffe die Menschen fallen nicht auf diese falschen Politiker weiter rein, aber wer 1 + 1 zusammenzählen kann, wird diese Looser nicht mehr wählen, denn mit Volksvertretern haben die absolut nichts zu tun, sie zerstören die Gesellschaft und die Solidarität, dass ist verwerflich und mutwillige Zerstörung eines Volkes.
Wenn Sie der Meinung sind, nur Leute, die Rechenprobleme haben, würden FDP wählen, dann....ja dann müssten Sie ja sehr besorgt sein wegen der Bildungspolitik der von Ihnen vergötterten Analphabetisierungspartei SPD. Nur zur Erinnerung das Ergebnis des letzten PISA-Tests:
"Sachsen hat sich im
deutschen Pisa-Ländervergleich an den 15 Rivalen vorbeigeschoben. Der bisherige Spitzenreiter
Bayern ist auf allen Feldern auf Platz zwei verdrängt, der Unterschied zu Schlusslicht Bremen
beträgt zwei komplette Schuljahre."
http://www.le-rs-nw.de/cms/images/pdf/presse/081117%20-%20spo%20pisa-l%E4ndervergleich.pdf
So, und jetzt raten Sie mal, in welchem kleinem Bundesland seit 45 das Bildungsressort in sozialdemokratischer Hand ist.
Aber wie im Falle der wirtschaftlichen und finanziellen Misere Berlins ist da bestimmt auch Hitler, Stalin, Kohl, und die Allianz daran schuld. Nur nicht die SPD-Biildunssenatoren, denn die waren ja alle Sozialdemokraten, und damit unfehlbar!
Bald hat da bestimmt vor lauter Verblödung die FDP die absolute Mehrheit..., wenn Sie denn recht hätten.
In der Realität haben da allerdings SPD, Grüne und STASI-Verniedlichungspartei die Nase kilometerweit in der Wählerunst vorn.
das deckt sich übrigens nicht mit den aussagen des ehemaligen spd-finanzministers steinbrück:
"Gelinge schon im Jahr 2010 ein Etat ohne neue Schulden - zuletzt gab es dies 1969 - werde er "einen ausgeben", kündigte Steinbrück an."
http://www.stern.de/politik/deutschland/haushaltsdebatte-steinbrueck-verteidigt-etatplaene-597459.html
ja, der erste spd-kanzler brandt hat es WAHRLICH schwer gehabt. sein CDU-vorgänger hat ihm einen ausgegelichenen haushalt hinterlassen. da musste er das hemmungslose schulden-machen doch glatt selber efinden...
Sagen Sie mir was die CDU Gutes tut, aber immer nur sagen die SPD versagt, wo die CDU alles viel schlechter macht, also Lutze dann mal ein paar gute Gesetze die die erlassen haben und wie weitsichtig sind die, was nützt das dem Volk??
Ansonsten interessiert mich als passionierter Nichtwähler keine Politik und keine Partei. Ich lese nur gerne die Kommentare in diesen Foren. Wobei Ihre und U.M. vor lauter Hass herausragend sind.
Was Sie unter Hass verstehen ist bei anderen eigene Meinung und Weitblick, am besten fangen Sie noch eine Neiddebatte an, wie Ihr Freund Drachenflieger immer als Argument bringt, wenn ihm nichts einfällt, außerdem wenn Sie nicht wählen, dann können Sie aber auch nicht meckern, dann dürfen Sie niemanden vertreten, ich vertrete die Politik die ich richtig finde und sage klar was falsch ist an der CDU-Politik, Frau Merkel finde ich grausam, aber wenn man etwas hassen sollte, dass ist in der Politik nicht üblich, dass ist normales auseinandersetzen, ansonsten müssten alle Grünen-Politiker und SPD-Politiker die CDU hassen, dass tun die genauso wenig wie ich, sie sind nur anderer Meinung und Merkel ist wirklich unfähig irgendetwas auf die Reihe zu kriegen, auf Nichtstun kann man nicht neidisch sein.
"wie bezeichnen Sie z.B. die Fliegerfraktion und die sonstigen sehr konservativen User, die z.B. Wowereit und rot rot ständig bepöbelen?"
Ich lehne Wowereit, die Tempelhof-Schließung und rot-rot ab, bin aber alles andere als sehr konservativ. Eigentlich bin ich rot-grüner Stammwähler, die SPD werde ich aber bis auf weiteres und insbesondere solange Wowereit dabei ist nicht mehr wählen.
Vielleicht ein bisschen weniger Lagerdenken?
vor dem Durchschlagen der Krise 2007:
In Teilen der Republik wie Bayern oder BW fast Vollbeschäftigung, im Vergleich zu anderen Teilen wie Bremen oder Berlin (totale Hoffnungslosigkeit am Arbeitsmarkt)!
nehman wir mal ein erebnis von 2005, da abe es ja noch spd-länder...heute regieren die ja nur noch, wo die leute völlig schmerzfrei sind.
also:
1 Bayern 533 516
2 Sachsen 523 501
3 Baden-Württemberg 512 512
4 Thüringen 510 493
tja, oli, das sind auf platz 1 bis 4 ja lauter spd-hochburgen...
und weiter hinten:
16 Nordrhein-Westfalen 486 480
15 Hamburg 481 ---
16 Bremen 471 452
ja, hinten die länder, die immer schwarz-gelb waren...
link: http://www.focus.de/wissen/campus/bildungsstandards/news/pisa-tabellen_aid_15430.html
Dann haben Sie in Städten generell mehr soziale Probleme als in ländlichen Regionen bzw. Ländern.
Drittens haben die Sachsen als einziges "Neues Bundesland" nach der Wende nicht komplett das westdeutsche Schulsystem übernommen. Das bedeutet in der Praxis bspw., dass die Schüler mehr Wochenstunden mit Naturwissenschaften verbringen als der Bundesdurchschnitt.
Dass Finnland dreimal in Folge Pisa-Sieger war, führt man übrigens auch zum Teil auf das aus der DDR importierte Schulsystem zurück. (Aber auch hier gilt: Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Finnland unterscheidet sich von Deutschland in vielfacher Hinsicht.)
dass der Herr Rösler offenbar keine Probleme in der Schule hatte. Aber vlt. hat ihm nie jemand gesagt, dass er Migrant sei und deshalb mal ein wenig unter "schlechter Integrationspolitik" leiden darf. Das wussten die "Migrationshintergründler" türk. Herkunft seinerzeit in meiner Klasse scheinbar auch nicht, die haben beide nämlich auch ohne Probleme Abi gemacht. Einer ist meines Wissens nach im Staatsdienst.Wie soll der noch weiter integriert werden????.
Und wie sieht eigentlich gute Integrationspolitik ihrer Meinung nach aus?
Und wenn wir uns besonders die absolut mieserablen Quoten der bayrischen Erzieherausbildung anschauen, bei denen bayernweit gerade mal soviel ausgebildet, wie München Bedarf hat, wissen wir weit mehr, als Sie jemals wussten.
Die Rechnung ist einfach. Aus ganz wenig, statistisch ganz viel machen. Schöne Neue Welt und der Rest kann es ausbaden. Wie Berlin, das zu Lasten die halbe Republik mit Studienabschlüssen versorgt. Berlin macht das, was Länder wie Bayern nie schaffen werden. Dass dabei Berlin auch kein sonderlich hohes Niveau bietet, ist eine andere Seite und der ungerechten Bildungspolitik zu verdanken.
Es ist ja immer wieder schön, anzuhören, was für tolle und leistungsfähige Menschen ein BW, Bayern oder Sachsen hervorbringt. Nützt uns nur nichts, wenn Sie die Gesamtwirtschaft dermaßen stark ausbremsen, weil genau diese Länder ihre Hausaufgaben nicht schaffen und adäquat bilden und ausbilden. Man hat von 20 Fachkräften mehr, als sich mit 2 auf die Schulter zu klopfen.
Von sieben Ländern schneiden Bremer Grundschüler besonders schlecht ab - Ein Jahr Abstand zu Baden-Württemberg
Die Ergebnisse nennt Bildungssenator Willi Lemke (SPD) "äußerst deprimierend": Nach der Iglu-Studie zum Leistungsniveau an Grundschulen fallen die Bremer Schülerinnen und Schüler gegenüber den anderen Bundesländern in fast allen Bereichen deutlich ab.
Trotzdem nennt Lemke den Abstand zu anderen Ländern "Besorgnis erregend".
so lächerlich einfach wie sie machte es sich denn offenbar nicht mal der herr bildungssenator.
http://www.welt.de/print-welt/article289598/IGLU_Studie_Fuer_Bremen_aeusserst_deprimierend.html
"Als Apotheker kann man sich überall niederlassen, da ist schon mehr Wettbewerb als bei Vertragsärzten. Der Verkauf von Arznei ist aber etwas anderes als der von Brötchen oder Autos. Es geht um Patientensicherheit. Daher soll die Verantwortung beim einzelnen Apotheker liegen, nicht bei anonymen Großketten. Im Gesundheitssystem muss es auch Grenzen für den Wettbewerb geben. Schließlich gibt es einen Unterschied zwischen Arznei und Brötchen. Oder brauchen Sie beim Brötchenkauf ein Rezept?"
Selten so gelacht. Da wirft Herr Rösler nichts als Nebelkerzen.
Wer hätte denn schon Mal erlebt, dass er beim Kauf von Aspirin vom Apotheker qualifiziert beraten wird - ungefragt?
Das Zeug wird über den Tresen geschoben und fertig.
Warum also soll ich rezeptfreie Medikamente nicht im Supermarkt kaufen, wenn sie dort billiger sind?
Und natürlich will sich Herr Rösler in Bezug auf Sparmaßnahmen nicht auf Einzelheiten festlegen, nähme ihm das doch die Möglichkeit zur wolkigen Rede.
Im übrigen wedelt auch Herr Rösler nur mit dem Koalitionsvertrag, wenn ihm nichts weiter einfällt.
Es ist ja in Ordnung, wenn Journalisten einige Personen und/oder politische Grundhaltungen nicht leiden können, aber diese Liberalismus-Schlagwort AntiFDP Position ist derart schlecht konstruiert, dass selbst der hinterletzte Un"Liberale" Ausschlag bekommen müsste.
Herr Rösler, Sie machen dabei keine schlechte Figur. Falls Sie doch beschließen früher aus der Politik zu gehen könnte ich mir Sie gut als Fotomodell auf Werbeprospekten in Apotheken vorstellen.
daher vergleichen Sie mal bremen, bayern und bw, da gab es nie wechsel in den kultusministerien. und wer sieht dann alt aus?
und warum fahren so viele bei rot über die Ampel?
Weil es Ihre eigene Entscheidung ist? Oder zwingt Kanzlerin Merkel jemanden zum Verlassen der Schule, oder zum Ignorieren der Ampel?
Aber ich wette, die SPD löst das Problem auf ihre Art, durch Absenken der Standards. Ich bin 6 Jahre mit jemandem zur Schule gegangen in NDS, der ging nach der 6. auf die Hauptschule und dümpelte da so vor sich hin. Nach einer Lehre konnte der, o Wunder, völlig anstrengungsfrei das Bremer Fach-Abitur machen. Ich glaube, das bekommt auch ein durchschnittlich intelligentes Schaf.
Ist doch ne gute Lösung: Abschlüsse verschenken!
gehen diese Menschen noch nebenbei arbeiten. Und weiter, es gibt auch bei den richtigen Abiturienten genung Pfeifen.
"der Unterschied zu Schlusslicht Bremen
beträgt zwei komplette Schuljahre."
http://www.le-rs-nw.de/cms/images/pdf/presse/081117%20-%20spo%20pisa-l%E4ndervergleich.pdf"
Was glauben Sie, welchen "Schwierigkeits"-grad ein Abitur in einem Land hat, wo die Schüler 2 Jahre hinterher hinken?
Da bekommt man das Abi, wenn man seinen Namen unfallfrei schreibt.
Aber das ist Sozialdemokratie. Man darf schliesslich niemandem wg. mangelnder Intelligenz das Abi verweigern. Alle müssen gleich sein!