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Partnerprogramm mit NPD

Politiker drohen Amazon mit Boykott

Das US-amerikanische Internet-Versandhaus Amazon führt eine Homepage der NPD in einem "Partnerprogramm", das der rechtsextremen Partei einen stetigen Geldzufluss bietet. Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei drohen dem Internet-Versandhaus nun mit Boykott.
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Berlin  -  Die NPD steckt im Finanzchaos und sucht verzweifelt nach neuen Geldquellen. Da darf man nicht wählerisch sein, und so wurde die Partei fündig beim sonst so geschmähten US-amerikanischen Kapitalismus: Das Internet-Versandhaus Amazon führt die Homepage des Kreisverbands Barnim-Uckermark der rechtsextremen Partei in einem „Partnerprogramm“, das der NPD einen stetigen Zufluss von Einnahmen bietet. Auf der Homepage „Nationales Netztagebuch“ ist eine Rubrik unter dem Titel „Kaufen & Helfen“ eingerichtet, die mit Amazon.de verlinkt ist. Geworben wird in der Rubrik für einschlägige Literatur zu „Judenfragen“ und zu Rudolf Heß, die über Amazon zum Kauf angeboten wird. Die NPD verdient einige Prozente mit, wenn ein Käufer über den Link zu Amazon gelangt und sich dann mit rechtem Lesestoff eindeckt. Und nicht nur das: Es fließt auch Geld in die Kasse der Partei, wenn über den Link der Kauf eines anderen, unverdächtigen Produkts zustande kommt. Die NPD freut sich: In der Rubrik steht „Vielen Dank dafür“.

Die seltsame Geschäftsbeziehung hat der Brandenburger Verfassungsschutz entdeckt. „Amazon nennt das Werbekostenerstattung“, schreibt der Nachrichtendienst auf seiner Homepage, „andere könnten das eine wirtschaftliche Partnerschaft mit verfassungsfeindlichen Extremisten nennen“. Auch der Berliner Verfassungsschutz hält die Partnerschaft zwischen Amazon und der NPD für „absolut problematisch“. Härtere Worte noch sind in allen demokratischen Parteien zu hören – bis hin zur Drohung mit einem Aufruf zum Boykott von Amazon. Es sei „unmöglich“, dass sich der Internetkonzern mit Rechtsextremisten einlasse, sagt der Präsident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD). Und er droht, „wenn Amazon die Partnerschaft mit der NPD nicht kündigt, muss man die Firma boykottieren“. Nahezu wortgleich äußert sich der Chef der Grünenfraktion, Volker Ratzmann. Außerdem müsse Amazon „sein Sortiment auf rechtsextremes Material durchforsten und das sofort rausschmeißen“.

Das sieht Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) genauso. Und sie erwartet, „dass Amazon auf der Stelle die Geschäftsbeziehung zur NPD beendet“. Sollte das nicht passieren, will Pau „alle Demokraten aufrufen, nicht mehr bei Amazon zu kaufen“. Solange Amazon die Partnerschaft mit der NPD nicht beende, „werde ich bei Amazon nicht kaufen“, sagt der Chef der Berliner FDP, Markus Löning. Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank Henkel, hofft auf Einsicht bei Amazon: „Wenn die Firma sich und ihre Geschäftsbedingungen ernst nimmt, sollte sie den Vertrag umgehend kündigen“.

Amazon prüft Partnerprogramm

In den „Teilnahmebedingungen“ des Partnerprogramms von Amazon.de steht, das Unternehmen sei jederzeit berechtigt, eine Anmeldung zurückzuweisen, „wenn wir nach unserem eigenen Ermessen feststellen, dass die Partner-Website sich nicht für die Teilnahme am Amazon.de Partnerprogramm eignet“. Als Kriterien werden unter anderem „diskriminierende Inhalte, basierend auf Rasse, Geschlecht, Religion, Nationalität, Invalidität, sexueller Orientierung oder Alter“ genannt. Rassistische Diskriminierung findet sich auf der Website „Nationales Netztagebuch“ schnell: Unter der Überschrift „Einwanderungswahnsinn – gab es das wirklich schon immer?“ verkündet die NPD-Pressestelle, „kulturell und ethnisch Fremden“ sei „niemals eine Einbürgerung zu gestatten“.

Amazon selbst reagiert auf eine Anfrage des Tagesspiegels so: „Wir prüfen derzeit die Einhaltung der Teilnahmebedingungen unseres Partnerprogramms durch die Website und werden nach Abschluss der Prüfung adäquate Maßnahmen treffen“. Im Mai hatte die Firma dem Brandenburger Verfassungsschutz mitgeteilt, sollte „ein offizielles Verbot“ zu den im „Nationalen Netztagebuch“ beworbenen Artikeln „oder zu der Seite selbst geschehen, werden wir diese selbstverständlich umgehend aus dem Angebot beziehungsweise aus dem Partnerprogramm entfernen“. So geschah nichts. Und auf die Frage des Tagesspiegels, warum Amazon überhaupt rechtsextremistische Schriften anbietet, antwortet die Firma, sie übernehme „stets die Einschätzung“ von Gerichten, Staatsanwaltschaften und der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Ansonsten nehme man „bei der Beantwortung der Frage, ob ein Produkt vertrieben werden sollte, keine eigene Wertung vor“.
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Kommentare [ 85 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von ernstwalter ernstwalter ist gerade offline | 4.6.2009 16:17 Uhr
Amazon
Wo das Geld regiert schweigt die Wahrheit.
Wer mit Nazis paktiert wird isoliert.
Ich verabschiede mich von Amazon.
Häftlinge in Guatanamo und Nazis als Geschäftspartner.
Donnerwetter.
Walter Wasilewski
Comment
von s.theile s.theile ist gerade offline | 4.6.2009 16:37 Uhr
Mein Gott
Große Lettern, gelber Hintergrund, Aufschrift "Exklusiv" - und ich dachte, es ist wieder ein Flugzeug abgestürzt.

Da hat Amazon eben nicht aufgepaßt, die Seite wird wieder ausgelistet und damit ist es gut.
Im übrigen, um mal hier eine Lanze für Amazon zu brechen, kenne ich keinen kundenfreundlicheren Versandhändler als diese Firma.
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von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 11:50 Uhr
@ s.theile
Zwischen "nicht aufgepasst" und dem ignorieren von berechtigten Hinweisen zu Amazons "Partnern" und deren Gesinnung, liegt ein bedeutender Unterschied. Dass Amazon nicht alle Partner genaustens überprüft, ist verzeihlich, dass sie jedoch nicht auf die Hinweise reagieren, ist es nicht!
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von jan.dark jan.dark ist gerade offline | 4.6.2009 17:08 Uhr
Boykott der Heuchler
Die gleichen Leute, die kein Verbot der NPD zu stande bekommen und uns sogar noch erzählen, dass es zwingend notwendig sei, dass Staatsbedienstete in grosser Zahl für die NPD tätig sind (wegen der das NPD-Verbot nicht zustande kam, weil man NPD und Verfassungsschutz nicht unterscheiden konnte), tun bei anderen heuchlerisch so, als wäre die NPD verboten.

So viel Heuchelei ist keinen Boykott wert. Sorry. Holt die Staatsdiener endlich aus der NPD raus, verbietet die NPD endlich. Dann braucht man keinen Byokot von Amazon, das man wegen des eigenen Versagens politisieren will. Heuchlerische Trittbrettfahrer, die ihre Arbeit schlecht machen und sich an Amazon für ihre eigenen Versäumnisse auslassen wollen.

Eine Schande für den Rechtsstaat sind die Heuchler (wie auch die NPD).
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von unbekannt | 4.6.2009 17:10 Uhr
mal ne frage
...ist die npd schon verboten?

meines wissens nicht,also stellt sich hier nur die moralische frage!
und gerade die linken regen sich wieder mal auf?

aso..ich bin nicht rechts und auch kein sympathisant der npd!muß man hier ja sagen!

die politik sollte erst ihre hausaufgaben machen und die partei verbieten-aber damit ist man bisher immer gescheiter.....
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von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 12:24 Uhr
@ weddingglatze
1. Was leider noch nicht verboten ist, ist nicht gleich automatisch gut und unterstützenswert.

2. Nicht nur "Linke" sondern auch Personen der demokratischen Mitte, kritisieren die Publikation rechter Schriften!
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von benutzer benutzer ist gerade offline | 5.6.2009 18:08 Uhr
Abstimmung mit der Maus
Die Politik brauchen wir in diesem Fall gar nicht. Einfach nicht mehr dort kaufen. Ich kaufe ja auch keine Thor-Steinar-Kleidung.
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von toolazytoo toolazytoo ist gerade offline | 4.6.2009 17:47 Uhr
Amazon als Zensor?
Von Amazon zu fordern, keine rechtsextremistischen Schriften zum Kauf anzubieten halte ich fuer problematisch. Auf welcher Grundlage soll denn ein Buchversand entscheiden was akzeptabel ist, wenn nicht auf der Basis gueltiger Gerichtsurteile? Ich jedenfalls moechte nicht, dass sich mein Buchhaendler als Zensor betaetigt, egal welche politische Richtung davon betroffen waere.
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von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 11:54 Uhr
@ toolazytoo
Es wird Amazon mit der Forderung des Entfernens rechter Schriften ja keine fremde Meinung aufgedrängt. Sie werden nur aufgefordert, die Einhaltung ihrer eigenen (!) Richtlinien von ihren "Partnern" einzufordern.
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von blumentopfche blumentopfche ist gerade offline | 4.6.2009 17:50 Uhr
ja und?
wer weiß denn auf welchen obskuren seiten amazon noch verlinkt ist.

manche meiden den verein, wegen seiner nähe zu google und der datensammelei.
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von vasafay vasafay ist gerade offline | 4.6.2009 17:57 Uhr
Kann passieren....
"Da hat Amazon eben nicht aufgepaßt" Ja, kann passieren... vielleicht. Aber wenn man nicht reagiert, nachdem man darauf aufmerksam gemacht wurde und dann mit 'Ist ja nicht verboten.' kommt... Ich finde, das spricht für sich - guter Kundenservice hin oder her.
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von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 4.6.2009 19:29 Uhr
Was spricht denn für sich ? @vasafay
Da die NPD noch nicht verboten ist, sind somit alle Aktivitäten rechtens, so lange wie man sich im Rahmen der gelten Gesetzen bewegt. Und bitte nicht mit der Moralkeule kommen, denn die Moral haben unsere Politiker schon lange abgelegt. Es spricht also nichts für sich, auch wenn Sie das gerne so hätten.

Was will uns dieser TS Artikel eigentlich mitteilen ? Das die NPD auf "legalem" Wege Geld verdient ? Scheint wohl das Sommerloch zugeschlagen zu haben und man brauchte mal wieder einen entsprechenden "Reißer" mit dem entsprechendem Gezeter der "Berufsempörten". Als wenn sich Amazon nun fürchten muss wenn die Berufsempörten zum Boykott aufrufen. Amazon ist Welt weit tätig, da fallen die paar Typen in Deutschland, die eventuell auf die Sache mit dem Boykottaufruf anspringen, wohl kaum auf. Von der kostenlosen Werbung für Amzon, in Ländern die das wesendlich gelassener sehen, mal ganz abgesehen.

Tscha, so ist das halt wenn man, aus welchen Gründen auch immer, kein Verbot der NPD zustande bekommt.

Jetzt noch "rasch" ein paar Gelder mehr im K(r)ampf gegen rechts locker machen, bzw. entsprechendes fordern und die Welt ist wieder in Ordnung.

Mir ist schon wieder sowas von schlecht, angesichts diesem ganzen verlogenen Mainstream und der verlogenen Politikerbande. Verbietet die NPD doch entlich. Aber so lange wie die Politik das nicht zustande bekommen verschont die Leute/Leser mit Artikeln rund um die NPD. Denn dabei kommt eh immer nur das selbe bei raus, nämlich die ganzen "Berufsempörten" wollen sich mal wieder in Szene setzen. Das hängt einem langsam aber sicher zum Halse raus.
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von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 12:01 Uhr
@ kritiker_01
Ich teile Ihre Meinung nicht. Nur weil die NPD leider (noch) nicht verboten wurde, heisst das noch lange nicht, dass ihre Ziele und ihr Vorgehen legitim ist!

Amazon behält sich in den eigenen Nutzervorschriften vor, Inhalte, die gegen diese verstossen, zu entfernen. Amazon sollte sich für eine konsequente Umsetzung ihrer Richtlinien einsetzen!
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von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 6.6.2009 8:21 Uhr
Na dann lassen Sie mal raus ... @hobbit
was an dem Ziel "Geld verdienen" nicht legetim ist. Die anderen Ziele lassen wir jetzt mal außenvor, denn um die ging es in diesem Artikel überhaupt nicht. In dem Artikel geht es ausschließlich darum das die NPD mittels Werbung über Amazon Geld verdient, so wie das auch jede andere Partei/Firma auch tun kann. Was darn illegal sein soll, erschließt sich mir leider nicht.
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von s.theile s.theile ist gerade offline | 4.6.2009 20:33 Uhr
vasafay vom 04.06. um 17:57 Uhr
Was Sie schreiben, ist ja richtig. Ich glaube aber dennoch, daß es nur so weit kam, weil irgendjemand, der vielleicht auch nicht viel zu entscheiden hatte, geschlafen hat und auch keinen rechten Überblick über die Seiten hatte, die da kreuz und quer miteinander verlinkt sind.

Wenn ich darauf hinweise, daß Amazon ein vorbildlicher Dienstleister ist, dann meine ich damit, daß dort nicht der Gewinn über alles gestellt wird. Amazon wird z.B. seine herausragende Kundenfreundlichkeit einiges Geld kosten.
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von lupo lupo ist gerade offline | 4.6.2009 18:11 Uhr
„andere könnten das eine wirtschaftliche Partnerschaft mit verfassungsfeindlichen Extremisten nennen“
Also, wenn die NPD denn verfassungsfeindlich ist, dann wär's doch ein leichtes, sie ganz zu verbieten !

Sie ist aber nicht verboten, also auch nicht verfassungsfeindlich, und damit hat sie dieselben Rechte wie alle anderen Parteien auch.

Oder ?
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von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 4.6.2009 19:56 Uhr
So könnte man meinen @lupo
Aber die Vergangenheit und die Erfahrungen/Artikel rund um die NPD zeichnen ein anderes Bild.

Da alle Beteiligten "unfähig" sind sich mittels "sachlichen" Argumenten oder anderen "sachlichen" Dingen mit der NPD auseinander zu setzen, bzw. die NPD auf diese Weise zu bekämpfen. Verlegt man sich lieber auf entsprechende Verunglimpfungen, Behinderunegn etc. pp.. Man nehme als Beispiel nur einmal wenn die NPD eine Parteisitzung abhalten möchte, wonach sie laut Gesetz zu verpflichtet ist. Was wird da für ein TamTam usw. veranstaltet um die NPD daran zu hindern.

Mir geht dieses ganze scheinheilige Getue rund um die NPD in der Zwischenzeit sowas von auf den Sender man glaubt es kaum. Diese ganze Scheinheiligkeit der Berufsempörten und ihrem/ihren Gefolge/Anhängern ist einfach nur noch wiederlich. So lange wie die NPD nicht verboten ist, kann diese Partei, im Rahmen der Gesetze, tun und lassen was sie gerne möchte. Und wem das nicht paßt, der zeigt nur das er immer noch nicht verstanden hat wie eine "Demokratie" eigentlich funktioniert. "Sachliche" Auseinandersetzung mit der NPD mittels Argumenten und Fallbeispielen usw. "JA", alles andere wie z.b. "Behinderungen", "reißeriche" Artikel wie z.B. dieser hier oder ähnliches "NEIN".

Und so nebenbei könnte man ja beginnen die V-Leute aus der NPD abzuziehen, um die NPD dann verbieten zu können. Aber so lange wie dies nicht geschehen ist, also der Abzug und das Verbot der NPD, solange hat die NPD die gleichen Rechte und Pflichten wie jede andere Partei auch und muss auch dementsprechend, wie jede andere Partei auch, behandelt werden. Und jeder Politiker der sich wie in diesem TS Artikel äußert ist nur eines, nämlich absolut unglaubwürdig.
Comment
von ernstwalter ernstwalter ist gerade offline | 4.6.2009 18:34 Uhr
Nein zu Nazis
Wer die Nazios erlebte Angehörige verlor der sieht es etwas anders als hier kommentiert.
Als Hitler an die Macht kam war ich 6 Jahre - Soldat wurde ich 1944 mit 16......1945 mit 18 wurde ich aus der Kriegsgefangenschaft "entlassen"
Hier fand man dann bis in die Justiz und Regierung alte Nazis wieder. Dennoch wer Nazis unterstützt...nein mit mir nicht.
Walter Wasilewski
Comment
von jan.dark jan.dark ist gerade offline | 4.6.2009 20:45 Uhr
Nazis oder NPD?
Es geht hier nicht um Nazis wie Filbinger (NSDAP), Hans-Martin Schleyer (NSDAP), FJS (NSKK), Kurt Georg Kiesinger (NSDAP) oder Waffen-SS Mitglieder wie Günter Grass. Da haben Sie völlig recht, solche Menschen zu boykottieren.

Es geht um die NPD, die bei Amazon Geld verdient. Am 30.3.2001 hat der Deutsche Bundestag (neben Bundesrat und -regierung) ein Verbotsverfahren angestrengt. "Die Verfahren wurden vom Bundesverfassungsgericht am 18. März 2003 aus Verfahrensgründen eingestellt, nachdem bekannt geworden war, dass die NPD mit V-Leuten des Verfassungsschutzes durchsetzt war."

Weder Otto Schily (SPD) noch Wolfgang Schäuble (CDU) waren bereit, die Unterstützung der PD duch Bundesbedienstete zu beenden. Seit 1998 gehört z.B. Petra Pau dem Bundestag an. Ihr ist es weder gelungen,d en Bundestagsverbotsantrag durchzusetzen, noch die Bundesregierung, die sie als Abgeordnete kontrolliert, dazu zu bewegen, die Bundesbediensteten aus der NPD abzuziehen.

Es ist heuchlerisch, mit den Verbrechen der Kiesingers, Filbingrs, Grass und anderer "Mitläufer" mit den Wendehälsen die Unfähigkeit des Deutschen Bundestages zu übertünchen, dem NPD-Spektakel endlich ein Ende zu bereiten. Es ist nahezu widerlich, Amazon vor seinen Karren spannen zu wollen, wenn man hauptberuflich scheitert. Demokratische Größe wäre es, "Mein Kampf" endlich zu legalisieren wie in allen anderen demokratischen Staaten und dennoch den Rechtsextremen keinen Zentimetr Luft zu lassen durch seriöse Arbeit in den demokratischen Parlamenten.

Amazon hat völlig recht, wenn es auf klare Regeln von Gesetzgeber und Justiz pocht. Konsumentenboykott kann keine Alternative für politisch vorsätzliches Staatsversagen sein. Dann muss der Staat geändert weren, dass keine NPD mehr möglich wird, statt Schäuble weiter die NPD personell unterstützen zu lassen. Es tut sich ja sogar die Frage auf, ob die Brandenburger Verfassungsschützer auch NPD-Mitglieder sind.
Comment
von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 4.6.2009 21:17 Uhr
Treffender ... @jan.dark
kann man die Situation schonnicht mehr beschreiben.

Auch die Sache mit dem Buch "Mein Kampf" trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist mir von jeher unverständlich warum man sich in einer "Demokratie" solcher Mittel bedienen muss. Wer "Mein Kampf" unbedingt lesen möchte braucht dazu nur in den Urlaub zu fahren, kann in fast jedem anderem Land gekauft werden. Was bringt also so ein Verbot ? Glaubt Deutschland wirklich das jeder der "Mein Kampf" liest der "Demokratie" abschwört ?

Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los das sehr sehr viele unserer Politiker nicht verstanden haben was "Demokratie" bedeutet und wie diese eigentlich funktioniert, bzw. funktionieren sollte.
Comment
von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 11:39 Uhr
@ kritiker_01
Es ist richtig, rechte Bücher zu verbieten und zwar aus zwei zentralen Gründen:

1. Sollen die Urheber solcher Bücher nicht an der Verbreitung ihres Gedankenguts auch noch verdienen und somit weitere Finanzmittel zur Volksverhetzung zur Verfügung haben.

2. Muss sich eine Demokratie gegen Angriffe auf die demokratische Grundordnung entschieden wehren und dadurch ihre Verpflichtung gegenüber dem Schutze der Menschenwürde aller (auch von Minderheiten!) gerecht werden.

Dass andere Länder dies anders beurteilen und die Verbeitung rechter Werke ermöglichen, ist bedauerlich. Deutschland hat hier jedoch eine Verpflichtung, hier einzuschreiten.
Comment
von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 6.6.2009 8:29 Uhr
Wieso kommt eigentlich ... @hobbit
bei "Schutz" immer gleich Verbot bei raus ? Ist denn keiner in der Lage entsprechende Schriften o.ä. mit sachlich fundierten Argumenten anzugreifen und somit der "Lächerlichkeit" preiszugeben ? Scheint fast so, denn es kommt immmer nur Verbot, Verbot, Verbot und nochmals Verbot. Das es aber äußerst "bedenklich" ist, wenn man solchen Schriften oder ähnliches keine "sachlichen" Argumente etc. entgegen zu setzen hat, bzw. versucht über den entsprechenden Dialog/Diskussion die Leser/Leute in ihrem Gespür um was es sich eigentlich handelt so sensibilisieren, geht dabei völlig unter den ganzen Verbotswahn unter.

Und was das Geld verdienen angeht, dazu muss ja erstmal ein Markt für vorhanden sein. Jenen Markt aber kann man mit entsprechender Aufklärung etc. sehr klein halten. Ganz weg bekommt man diesen auch mit Verboten nicht. Da ist es schon besser man hat es unter kontrolle, wieviele Bücher in D über den Tisch gehen.
Comment
von hresa hresa ist gerade offline | 6.6.2009 23:33 Uhr
@kritiker_01: "Mein Kapf" 'überall' kaufen
Hallo,
es gibt einen englischen Verlag[1], der legal das Buch "Mein Kampf" drucken darf, in einer Sprache (englisch).
Kein anderer Verlag darf das Machwert neu drucken. Auch Veröffentlichungen im Internet verstoßen gegen Gesetze.

Alte Bücher, also solche, die vor 1945 gedruckt wurden, oder solche, die früher von den englischen Verlag gedruckt wurden, können, übrigens auch in Deutschland, gehandelt werden.

Denn:

Das Verbot des Buches wird von den aktuellen Rechteinhabern nur über das Urheberrecht geführt. Und diese läuft Anfang Mai 2015 aus.

Der Rechteinhaber ist der Freistaat Bayern

-------------

[1]
Dieser Verlag ist der einzige Verlag, der außerhalb Deutschlands überhaupt eine Nachdruckerlaubnis erhalten hatte. Und das schon vor 1933
Comment
von hobbit hobbit ist gerade offline | 4.6.2009 18:58 Uhr
Amazon
Dass Amazon bei der Fülle an Produkten und Subanbietern nicht alle ständig überprüfen kann, leuchtet mir durchaus ein. Da muss sich ein Unternehmen darauf verlassen, dass die AGBs wirklich gelesen wurden und sich die Partner daran halten.

Nicht verantworlich ist jedoch die Reaktion von Amazon auf Hinweise auf Verletzung ihrer Nutzerbedingungen. Hier sollte man konsequente, zeitnahe Massnahmen erwarten können!
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 4.6.2009 19:02 Uhr
wie
war das nochmal? Wehret den Anfängen, und es gibt in Berlin genug Buchhandlungen, die man unterstützen sollte. Meine nich die Ketten, sondern genug kleine, in denen man hervorragend beraten wird.
Comment
von zivilist zivilist ist gerade offline | 4.6.2009 19:10 Uhr
Nüchtern betrachtet...
Amazon ist ein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen. Es geht darum, im gesetzlich zugelassenen Rahmen möglichst viel Umsatz zu machen. Solange die NPD nicht verboten ist, besteht für so einen Konzern kein logischer Grund, die betreffenden Produkte aus dem Sortiment zu nehmen und dadurch die Gewinne zu reduzieren
Ein Boykott hingegen schmälert den Gewinn des Konzerns. Und wenn der Imageverlust mehr Umsatzeinbußen verursacht, als die Einnahmen aus NPD-nahen Schriften einbringen, rechnet sich die Partnerschaft nicht mehr und wird seitens Amazon gekündigt.
Kapitalismus hat mit Moral nun einmal nichts zu tun, sondern allein mit Gewinnmaximierung. Da ist jedes Mittel recht.
Comment
von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 4.6.2009 19:14 Uhr
Da ist es wieder !
das scheußliche "Exclusiv"-Banner im schreienden Atommüll-Gelb.

Was für eine Geschmacksverirrung.
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 4.6.2009 20:12 Uhr
vielflieger
ich habs aufgegeben, dagegen zu opponieren, ist wohl zwecklos, die Macher finden es wohl toll. Bei ner Meldung, die nur der TSP hat oder nen Interview, finde ich ja ok, aber wegen jedem Mist........
Comment
von invinoveritas invinoveritas ist gerade offline | 4.6.2009 19:15 Uhr
Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei drohen dem Internet-Versandhaus nun mit Boykott.
Na, wenn da amazon da nicht erschrocken zusammenzucken muss ob der geballten Politikerfront. Kriegen es nicht gebacken, eine ihnen unliebsame Partei zu verbannen und wollen Unternehmen vorschreiben, mit wem sie Geschäfte machen und mit wem nicht. Nee liebe Freunde der Politik, macht erst einmal Eure Hausaufgaben, bevor Ihr Unternehmen boykottieren wollt.
Comment
von josse josse ist gerade offline | 4.6.2009 19:24 Uhr
Na, wenn die Petra Pau wieder eine sozialistische Kaufhalle aufmacht
dann kann amazon boykottiert werden. Sonst lieber doch nicht.
Übrigens gibt es in diesem Lande nicht nur die Wahl-Freiheit, die man so ausüben kann, wie man eben gesinnt ist, es gibt auch die Vertrags-Freiheit. Die besagt, dass jeder mit dem Geschäfte tätigen kann, mit dem er es für richtig und lohnend hält.
Ausgerechnet die LINKE betätigt sich wie einst als Gegener der Freiheit. Wie kann man sowas bloß wählen?!
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 5.6.2009 10:18 Uhr
frau pau....
ist eine eigenständige politikern, die für die linke mit direktmandat
in den bundestag gewählt worden ist.

sie ist es, die monatlich eine kleine anfrage nach misstaten stellt,
die rassistischen und rechtsgerichteten ursprungs sind. vertreter
anderer parteien war das egal.

in talkshows nehme ich frau pau als besonnene politikerin wahr
und finde, dass sie ein gewinn für das parlament ist.

im übrigen: auch angela merkel stammt nicht aus "keinen sehr
klaren demokratischen Denkverhältnissen".
Comment
von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 12:09 Uhr
@ Josse
Ja, es gibt in Deutschland Vertragsfreiheit. Was am Fall Amazon jedoch unverständlich ist, ist, dass Amazon einen Verstoss gegen ihre eigenen (!) Vertragsinhalte, zu denen auch ihre Teilnahmebedingungen am Partnerschaftsprogramm gehören, in Kauf nimmt...
Comment
von deranalyst deranalyst ist gerade offline | 4.6.2009 19:40 Uhr
NPD
Die NPD ist nunmal eine in Deutschadn erlaubte Partei, mögen noch soviele Politiker der etablierten rumschreihen. Niemand käme auf die Idee die Firma Luftballon Meier anzuschwärzen weile sie eine Geschäftsbeziehung zur SPD unterhält. Ich halte absolut nichts von der NPD, doch mögen sich die die jetzt rumschreien an die Regeln in diesem Lande halten und ein Parteiverbot bei erwiesener Verfassungsfeindlichkeit auch durchsetzen.
Comment
von spital8katz spital8katz ist gerade offline | 4.6.2009 19:50 Uhr
Amazon
hat wohl noch nichts vom "K(r)ampf gegen Rechts" gehört?
Comment
von Walkuere Walkuere ist gerade offline | 18.8.2009 21:52 Uhr
Rechts oder Links?
Man sollte statt Kampf gegen Rechts endlich mal den Vaterlandsverrätern und den deutschfeindlichen Linken den Kampf ansagen. Hat man denn als sogenannter freier Bürger kein Recht mehr? Warum wühlt man immer nur in der deutschen Geschichte herum? Man sollte auch mal den Blick über den Tellerrand wagen und da ist genug Müll um den Kampf gegen Lüge, Hetze und Verrat zu bekämpfen. Solange sich die eigenen Deutschen prügeln wird nichts besser. Aber Deutschland wird mit seiner deutschfeindlichen Einstellung noch bitterlich büßen.
Comment
von ws ws ist gerade offline | 4.6.2009 20:05 Uhr
BOYKOTT
wenn Rechte mit Boykott drohen, steht der Staatsanwalt auf der Matte. Aber wenn Abgeordnete/parteien nach Boykott rufen finde ich das sehr gefährlich. Kann man dann in Zeitungsanzeigen/Hompages etc. Aufrufe der Parteien finden nach dem Motto : "Deutsche wehrt euch ! Kauft nicht bei Amazon !"

Sollte das jemandem bekannt vorkommen ist das natürlich "reiner Zufall"
Comment
von hobbit hobbit ist gerade offline | 5.6.2009 12:15 Uhr
@ ws
Der Boykott-Aufruf hatte (wie im Artikel beschrieben) einen Vorlauf, im Rahmen dessen Amazon die Möglichkeit und Zeit gegeben wurde, selbst Massnahmen zu ergreifen. Von diesen Massnahmen wurde offenbar bewusst (noch) kein Gebrauch gemacht. Es wurde somit eine einvernehmliche und wenig öffentlichkeitswirksame Lösung zunächst angestrebt, von der Amazon aber keinen Gebrauch gemacht hat.
Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 4.6.2009 20:25 Uhr
Ein Affiliate-Programm ...
... wird bei allen großen Unternehmen von Amazon bis Symantec automatisch verarbeitet, vom Affiliate händisch als Link in die Homepage eingepflegt, und mehr geschieht nicht. Dahinter stehen keine Absichtserklärungen (außer: "Für jeden Klick bekommst du einen Apfelkern.") Also wird Amazon.de darauf hingewiesen, was die NPD ist, die Muttergesellschaft trifft eine Entscheidung und wird damit leben.
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade offline | 4.6.2009 21:43 Uhr
@kritiker_01
Ich glaube feststellen zu können, lieber @kritiker_01, dass Sie in diesem Forum mehr und mehr monothematisch unterwegs sind. Die Themen NPD, DVU, DSU etc. scheinen Ihnen ja wirklich SEHR am Herzen zu liegen. Ihr gutes, demokratisches Recht...

Wie Sie schon sagen, die sind ja alle nicht verboten. Es würde Ihre Argumentation aber etwas weniger angreifbar machen, wenn Sie ab und zu auch zu anderen Themen mal etwas "rechts-unverdächtiges" beizutragen hätten, oder? Von wegen Demokratie und so.

mog
Comment
von kritiker_01 kritiker_01 ist gerade offline | 5.6.2009 9:51 Uhr
Ich such mir meine Themen ...@mogberlin
immer noch selbst aus zu denen ich etwas schrieben möchte. Und das ich nur noch sporadisch schreibe liegt einfach daran das mir hier zu viele aus der linken Ecke kommen. Und gerade das vorletzte Thema "Wahlplakate" hat mir wieder einmal mehr gezeigt das wenn zwei das selbe tun, es noch lange nicht das gleiche ist und das "Linke" immer im Recht sind. Linke können tun und lassen was sie möchten, es ist immer richtig und steht außerhalb jeglicher Kritik. Aber "Gnade Gott" jemand aus einem anderen politischen Lager tut genau das gleiche, dann ist "High Life" angesagt. Tut mir leid, dieses verlogene Spiel spiele ich nun mal nicht mehr mit. Das ist das gleiche "verlogene" Spiel wie beim Thema NPD.

Und ich wäre Ihnen doch sehr verbunden wenn Sie mir erklären würden warum es meine Argumentation angreifbar macht, wenn ich nicht auch zu anderen Themen schreibe. Denn was haben andere Themen mit diesem hier und meiner entsprechenden Argumentation zu diesem Thema hier zu tun ? Richtig, absolut überhaupt nichts. Aber auch dieses Spielchen, was Sie gerade mit mir zu spielen versuchen, gehört mit zum "linken" Programm. Nämlich versuchen den Gegner "unglaubwürdig" erscheinen zu lassen, wenn man selbst keine entsprechenden "Gegenargumente" in die Waagschale werfen kann. Nach dem Versuch mit dem "unglaubwürdig" machen erfolgt dann meist die Diffamierung/Verunglimpfung durch das hervorholen und schwingen der entsprechenden Keule. Schon dumm das die anderen so langsam aber sicher wissen wie die Reihenfolge "linker" Taktiken aussieht. Liegt wohl daran das diese Taktik ständig und immer wieder auf neue gebraucht wird und von daher leicht vorhersehbar geworden ist.

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