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Die Geschichte

Georg Elser: Allein gegen Hitler

Die Nazis sind 1939 auf dem Höhepunkt der Macht, das Volk jubelt. Da beschließt Georg Elser, den gerade begonnenen Krieg zu beenden. Am 8. November will er Hitler töten – und scheitert um 13 Minuten.
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Hitler-Attentäter Georg Elser in den 30er Jahren. - Archivfoto: dpa
Goebbels hatte Grund, froh zu sein: „Wäre die Kundgebung wie alle Jahre vorher programmgemäß durchgeführt worden, dann lebten wir alle nicht mehr.“ So notierte er am 9. November 1939 in sein Tagebuch. Am Abend vorher war um 21 Uhr 20 eine Bombe im Münchner Bürgerbräukeller direkt hinter dem Rednerpult explodiert. Aber Adolf Hitler war mit seiner Entourage bereits davongeeilt. Andere hätten das als Glück abgetan. Hitler sprach von der „Vorsehung“, die „mich mein Ziel erreichen lassen will“. Und sein Parteiorgan, der „Völkische Beobachter“ meldete in riesigen Lettern: „Die wundersame Errettung des Führers“.

Georg Elser hatte das Attentat lange geplant. Ein Jahr zuvor war er am 8. November erstmals nach München gefahren, um dabei zu sein, wenn Hitler mit 2000 bierseligen „alten Kämpfern“ der NSDAP die Erinnerung an den Marsch auf die Feldherrnhalle im Jahre 1923 zelebrierte. Elser mischte sich unter die Besucher, beobachtete das Schauspiel genau. Und war überzeugt: Der Bürgerbräukeller würde ein geeigneter Ort für ein Attentat auf Hitler sein.

Johann Georg Elser, wie er mit vollem Namen hieß, kam als ältestes von sechs Kindern am 4. Januar 1903 im württembergischen Hermaringen zur Welt. Er wuchs auf der schwäbischen Alb auf. Nachbarn und Verwandte beschrieben ihn als einen strebsamen und unauffälligen Jungen. Mit 16 Jahren begann er eine Tischlerlehre. Durch Fleiß und Kunstfertigkeit erwarb er sich bald Ansehen als Möbeltischler. Elser schloss sich der Holzarbeitergewerkschaft an, „weil man Mitglied dieses Verbandes sein sollte“. Solange es noch möglich war, wählte er die KPD, und er gehörte auch dem Rotfrontkämpferbund an.

Trotzdem war Elser nicht im engeren Sinne politisch engagiert. Er war weder Ideologe noch Agitator. Seine einzige Lektüre war die Bau- und Möbelschreinerzeitung. Er war musisch begabt, schloss sich einem Trachtenverein an und musizierte im Zitherclub Konstanz. Obwohl eher zurückhaltend, betonten seine Freunde und Arbeitskollegen übereinstimmend, er sei ein warmherziger Mensch gewesen. Und es mangelte ihm nicht an Frauenbekanntschaften.

Georg Elser war also kein besonders gebildeter Mensch. Aber während andere vom nationalen Wahnsinn infiziert wurden, ließ er sich nichts vormachen. Wenn im Radio eine Rede des „Führers“ übertragen wurde, verließ er das Haus. Den Hitlergruß verweigerte er. Im Herbst 1938 fasste Elser den Entschluss zum Attentat. Die Sudetenkrise hatte Europa an den Rand eines Krieges geführt, aber die Westmächte hatten einmal mehr vor Hitlers Entschlossenheit kapituliert und ihm auf Kosten der Tschechoslowakei einen weiteren Landgewinn zugestanden. In deutschen Offizierskreisen sah man die Kriegsgefahr, war sogar über Putschpläne diskutiert worden. Doch die Appeasementpolitik der Westmächte erlaubte es ihnen, sich abwartend zu verhalten – was ihrer Unentschlossenheit sehr entgegenkam.

Einer aber sah klar, was kommen würde, und hatte auch den Mut zum Handeln. Der Handwerker und Pazifist Georg Elser: „Ich stellte allein Betrachtungen an, wie man die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden könnte.“ So formulierte er es später, als die Gestapo ihn verhörte. Elser wusste, dass er durch sein Attentat den NS-Staat nicht würde aus den Angeln heben können. Gleichwohl setzte er sein Leben dafür ein, Hitler, Göring und Goebbels zu beseitigen: „Ich war davon überzeugt, dass der Nationalsozialismus die Macht in seinen Händen hatte und dass er diese nicht wieder hergeben werde. Ich war lediglich der Meinung, dass durch die Beseitigung der genannten drei Männer eine Mäßigung in der politischen Zielsetzung eintreten wird.“ Und er tat alles dafür, dieses Ziel zu erreichen.

In München spielte sich die Politik vor allem auf öffentlichen Versammlungen im Bierkeller ab. Der Bürgerbräukeller an der Rosenheimer Straße war einer der größten. Man konnte dort kommen und gehen, ohne kontrolliert zu werden. Elser sah, hier würde er nicht auffallen. Er beschloss, in die Säule hinter dem Rednerpult eine Bombe einzubauen, die dann explodieren sollte, wenn Hitler sprach. Die durch die Explosion zusammenbrechende Säule, so die Kalkulation, würde dann einen Teil der Decke und der Galerie auf das Pult stürzen lassen und den Redner mit großer Sicherheit töten.

In den Monaten nach seinem ersten Besuch im November 1938 verdingte Elser sich bei verschiedenen Firmen, um an Material zu kommen, und stahl systematisch Explosivstoffe, Zünder und andere Dinge, die er für seine Bombe brauchte. Vor allem aber experimentierte er mit einer Methode, mit Hilfe eines Uhrwerks Sprengstoff zur Explosion zu bringen. Und es gelang ihm, so den Zeitpunkt der Detonation auf mehrere Tage im Voraus exakt zu bestimmen.

Im August 1939 kündigte Georg Elser und zog nach München. Er setzte all seine Ersparnisse ein, lebte nur noch für seine Idee. Abend für Abend ging er in den Bürgerbräukeller, insgesamt mehr als 30 Mal. Er nahm dort eine einfache Mahlzeit ein, versteckte sich später auf der Galerie, wartete dort, bis der letzte Gast gegangen war und der Saal abgeschlossen wurde. Zuerst sägte Elser ein Stück der Vertäfelung an der Säule heraus und fertigte daraus eine rasch herausnehmbare Tür. Danach begann er, den Raum hinter dieser Türklappe auszuhöhlen. Das herausgekratzte Mauerwerk transportierte er am folgenden Tag, meistens gegen Mittag, wenn viel Betrieb war, in einem Köfferchen ab. Als nach vielen Nächten mühevoller Arbeit die Höhlung schließlich fertig war, wurde sie mit Stahlblech und einer Korkschicht ausgeschlagen. Das Stahlblech sollte die Höhle vor Nägeln schützen, mit denen Lampions und Dekorationen bei Tanzfesten befestigt wurden. Der Kork sollte das Ticken des Uhrwerks dämpfen.

Die Konstruktion des Zündmechanismus war eine Meisterleistung, wie auch die ermittelnden Kriminalbeamten später einräumen mussten. Georg Elser richtete nicht nur eines, sondern sogar zwei Uhrwerke so ein, dass sie zu einem festgesetzten Zeitpunkt über zwei unabhängige Übertragungsmechanismen drei Schlagbolzen auslösen, und so die Ladung zur Explosion bringen würden.

In der Nacht vom 1. zum 2. November 1939 baute Georg Elser die Sprengladung in den Pfeiler ein. Zwei Tage später wollte er die Uhrwerke einfügen, aber die Tür, die er benutzen wollte, um in den Saal zu kommen, war zu seiner Überraschung verschlossen. Am Tag darauf versuchte er es erneut und musste feststellen, dass die Aushöhlung zu klein war. Daraufhin nahm er die Uhren wieder mit und baute die Gehäuse um. Am 5. November kam er zurück. An diesem Abend gab es eine Tanzveranstaltung. Elser kaufte eine Eintrittskarte und versteckte sich wieder auf der Galerie. In dieser Nacht gelang der Einbau der Uhrwerke. Sie waren bereits auf 21 Uhr 20 am 8. November eingestellt. Aber Elser wollte ganz sichergehen. In der Nacht vom 7. auf den 8. November ließ er sich ein letztes Mal im Bürgerbräukeller einschließen, um die Einstellung der Uhren zu überprüfen. Alles war in bester Ordnung. Hitler konnte kommen.

Die Kundgebung vom 8. November 1939 war die erste seit dem deutschen Einmarsch in Polen. Gegenüber früheren Jahren war das Programm der Feierlichkeiten „in Hinblick auf den Kriegszustand“ reduziert worden. Der übliche Erinnerungsmarsch entfiel. Stattdessen waren lediglich Kranzniederlegungen an der Feldherrnhalle und an den sogenannten Ehrentempeln auf dem Königsplatz vorgesehen, wo die von der Polizei erschossenen Putschisten des Jahres 1923, die „Blutzeugen der Bewegung“, ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten. Aber die Hitler-Rede, der Höhepunkt der zweitägigen Feierlichkeiten, fand statt.

Doch wegen des bevorstehenden Frankreich-Feldzugs wollte Hitler möglichst in der Reichshauptstadt präsent sein. Er flog erst am Nachmittag des 8. November nach München. Die Wetterlage war unsicher und Hitlers Chefpilot Hans Baur befürchtete, Nebel könnte den Rückflug verzögern. Deshalb entschied Hitler, seinen Sonderzug zu nehmen und die Rückreise noch am selben Abend anzutreten: Planmäßige Abfahrt ab Hauptbahnhof um 21 Uhr 31. Hitler beschränkte seine Rede auf eine gute Stunde und begann nicht wie sonst zur historischen Stunde um 20 Uhr 30, sondern schon 30 Minuten früher. Um 21 Uhr 07 beendete er seinen Auftritt, damit der Sonderzug pünktlich abfahren konnte.

Um 21 Uhr 20 explodierte Georg Elsers Höllenmaschine, genau wie er es berechnet hatte. Der Festsaal versank in Schutt und Asche, doch Hitler bekam davon nichts mehr mit. Die Nachricht von dem Anschlag erreichte ihn erst in Nürnberg. Die Explosion hatte ein riesiges Loch in die Decke gerissen, durch das man den Himmel sehen konnte. Herabgestürzte Balken und Ziegel, zertrümmerte Tische und Stühle, zerschlagene Bierkrüge – alles lag durcheinander und war von einer dicken Schicht aus Kalk und Dreck überzogen. Elser hatte sprengtechnisch die günstigste Stelle gewählt. Zwei Längs- und ein Querträger, die weitere Träger stützten, waren aus ihrer Verankerung gerissen worden, die ganze Dachkonstruktion eingestürzt.

Drei Menschen waren sofort tot, fünf weitere starben im Krankenhaus. Außerdem gab es 63 Verletzte. Eines der acht Opfer war eine Aushilfskellnerin, die zufällig in der Nähe gestanden hatte, die anderen sieben waren nationalsozialistische Funktionäre. Wäre die Veranstaltung programmgemäß verlaufen, wären Hitler und die ihm nächststehenden Parteigrößen umgekommen. Die Aushilfskellnerin Maria Henle wäre nicht unter den Opfern gewesen, weil der Ausschank untersagt war, solange Hitler sprach. Elser hatte diese Umstände bei seinen Planungen bedacht. Dass der Zeitplan in letzter Minute geändert werden würde, konnte er nicht ahnen.

Sobald die Tat bekannt wurde, wucherten die Gerüchte. Viele glaubten an einen fingierten Anschlag zur Erhöhung von Hitlers Popularität. Am 11. November notierte Goebbels: „Bürgerbräu-Attentat noch immer große Weltsensation. London und Paris versuchen uns nach Muster Reichstagsbrand die Schuld zuzuschieben.“ Die Gerüchte erhielten auch dadurch Nahrung, dass Elser nicht vor Gericht gestellt wurde, sondern im KZ verschwand. Der wahre Grund dafür war, dass Hitler nach dem „Endsieg“ einen Schauprozess veranstalten wollte, am liebsten im besiegten London.

Georg Elser war am 8. November nach Konstanz gefahren. Dort wurde er um 20 Uhr 45, also noch vor dem Attentat, bei dem Versuch des illegalen Grenzübertritts verhaftet. Bereits am folgenden Tag war seine Verbindung zu dem Anschlag klar und Elser wurde nach München überführt, wo er tagelang verhört und brutal gefoltert wurde. Nach vier Tagen gestand er. Elser bestand aber darauf, er habe alles alleine gemacht. Durch die Fülle seiner technischen Detailkenntnisse gelang es ihm, die ermittelnden Kriminalbeamten davon zu überzeugen.

Adolf Hitler dagegen glaubte, dass der britische Geheimdienst hinter der Sache steckte. Hitler war tief enttäuscht, dass die Briten Deutschland den Krieg erklärt hatten. Seine Rede im Bürgerbräukeller war eine einzige Hasstirade gegen England gewesen. Da traf es sich günstig, dass es der SS am 9. November gelang, aus einem niederländischen Grenzort zwei britische Geheimagenten nach Deutschland zu entführen. Nach ausführlichen Verhören war bald klar, dass die beiden Agenten des Secret Intelligence Service nichts mit dem Münchner Attentat zu tun hatten, aber für das in der NS-Presse gezeichnete Bild der Tat taugten sie wunderbar. Am 21. November fügte Hitler diesem Bild noch eine weitere Farbe hinzu. Er ließ verbreiten, der britische Geheimdienst habe den Anschlag in Auftrag gegeben und finanziert.

Georg Elser wurde unterdessen weiter verhört. Erst als man ein über 100 Druckseiten umfassendes Geständnis aus ihm herausgeprügelt hatte, ließen Gestapo und Kriminalpolizei von ihm ab. Er kam ins Konzentrationslager Sachsenhausen, gegen Kriegsende dann nach Dachau. Am 5. April 1945, der nationalsozialistische „Endsieg“ war in weite Ferne gerückt, gab das Reichssicherheitshauptamt die Anweisung, Elser „in absolut unauffälliger Weise ... zu liquidieren“. Eigentlich sollte dies im Zuge eines Luftangriffs geschehen, aber die SS hatte in jenen Tagen andere Sorgen als die Vertuschung eines einzelnen Mordes. Als der Befehl am 9. April eintraf, wurde Elser sofort erschossen und seine Leiche verbrannt. Ein Grab bekam er nicht.

Der Reichskriminaldirektor Arthur Nebe, der die Sonderkommission Elser geleitet hatte, war nach Abschluss der Verhöre im Gespräch mit einem Kollegen zu einem sehr zutreffenden Urteil über Georg Elser gekommen: „Dieser Mann aus dem Volke liebte das einfache Volk; er legte mir leidenschaftlich und in simplen Sätzen dar, Krieg bedeute für die Massen aller Länder Hunger, Elend und millionenfachen Tod. Kein ‚Pazifist’ im üblichen Sinne, dachte er ganz primitiv: Hitler ist der Krieg, und wenn dieser Mann weg ist, dann gibt es Frieden ...“ Wie recht dieser Handwerker aus Hermaringen doch hatte und wie wenige seinem Beispiel gefolgt sind – das ist der Kern der deutschen Tragödie.



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 01.11.2009)
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von papuatriade papuatriade ist gerade offline | 6.11.2009 15:18 Uhr
"Nichts ist schwieriger...
...und fordert mehr Charakter als allein gegen den Strom zu schwimmem und nein zu sagen".Soweit sinngemäss K.Tucholsky.
Georg Elser hat darüber hinaus erkannt,dass Fundamentalisten
etc.nur eine Sprache verstehen,ihre eigene.Heute haben wir es
mit jede Menge Chamberlains zu tun - ein Elser ist nicht in Sicht
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von zacha zacha ist gerade online | 6.11.2009 15:24 Uhr
Georg Elser
Vermutlich kann man gar nichts an ihm aussetzen, zumindest dem Artikel nach. Er hat zu einem sehr gerechtfertigten Zeitpunkt den Enschluss gefasst, dass hier der Zweck tatsächlich die Mittel heiligt, seine Befürchtungen haben sich erfüllt so dass er es auch vollzog, mit großer Genauigkeit und Hingabe und Präzision, und ohne Spekulation sondern mit größtmöglicher Gewissheit über die Notwendigkeit dieser Tat, nicht aus persönlichem Idealismus oder gar Ideologismus sondern um wahrlich furchtbares das unmittelbar drohte zu vermeiden oder zumindest abzuschwächen. Wenn nichts anderes negatives über ihn bekannt ist, ist er ein Musterbeispiel an Zivilcourage gewesen dessen Name viel zu wenig bekannt ist.

Das alles gesagt, sollten wir heute aber vielleicht nicht zu sehr trauern das der Anschlag schief ging, denn die Schrecken dieses Krieges liegen lange hinter uns, während ein erfolgreicher Anschlag sicherlich Hitler zu einem Märtyrer gemacht hätte und das, wie wir heute wissen, Ende des Faschismus im Jahre 1945 so nicht stattgefunden hätte. Wer weiß, wie die Welt heute aussehen würde... was faschistische Staaten mit Atomwaffen getan hätten, auch ohne Hitler, Göring und Goebbels... eine düstere Vorstellung. Aber das ist nur aus heutiger Sicht betrachtet und soll das Andenken an Elser nicht im mindesten schmälern.
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von nyarlat nyarlat ist gerade offline | 6.11.2009 15:57 Uhr
Das wirft wieder die Frage auf
was ein Terrorist ist?
War Elser einer? Oder doch ein Freiheitskämpfer?
Aber ein drittel der Deutschen war sicher damals anderer Meinung.

Was lernen wir daraus für den heutigen Krieg gegen den Terror?
Kann es sein das wir im Irak und Afghanistan die größeren Terroristen sind?

Sind Bush und Cheney nicht auch Terroristen? Sollte man sie nicht anklagen und verurteilen?
ich meine ja!
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von titanic titanic ist gerade offline | 6.11.2009 17:38 Uhr
@nyarlat
Nur zur Erinnerung:

Nazis und Islamisten waren Verbündete!

Die deutschen Nazis wurden von den Alliierten komplett niedergekämpft.

Die islamistischen Faschisten legten hingegen nach 1945 erst so richtig los.

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von dali dali ist gerade online | 6.11.2009 20:54 Uhr
Das ist glatte Geschichtsfälschung @titanic
denn der Großmufti von Jerusalem repräsentierte weder "den" Islam, nicht mal den arabischen.
Auch wäre es nett,
wenn titanic mal definiern könnte,
was "islamischer Faschismus" ist,
da bin ich schon richtig neugierig...
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von andrej andrej ist gerade online | 6.11.2009 22:18 Uhr
ach deshalb, @dali,
haben die engländer nach dem krieg den grossmufti nicht nach yugoslawien ausgeliefert. sie trauten sich nicht, weil er völlig unbekannt und unbeliebt in der arabischen welt war, und sich kein araber aufgeregt hätt. ja, ne, ist klar, dali...
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von dali dali ist gerade online | 6.11.2009 23:33 Uhr
Auch in diesem Bereich glänzt @andre (22:18)j
ma wieder mit Halbbildung und Ignoranz,
ich habe weder behauptet dass der damalige Großmufti von Jerusalem in SEINEM Sprengel (ein Großmufti wäre vergleichbar einem Erzbischof, von denen es ja bei den Papisten auch den einen oder anderen gibt),
ebenfalls nicht,
dass die "arabische Welt" mit Begeisterung an der Seite der Briten und Franzosen stand,
nur eben, dass dieser Großmufti ganz sicher nicht, auch nur ansatzweise für die sunnitischen Muslime und schon gar nicht für schiitische Muslime sprechen konnte bzw. diese repräsentierte.
Abgesehen davon
bleibt auch hier die Frage (nicht beim Mufti selbst, sondern bei den Menschen dort) IMMER die Frage,
ob da nicht vielfach der Satz "der Feind meines Feindes ist mein Freund" galt, was wir in Zusammenhang mit einer Ausstellung in Berlin diskutiert haben...
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 10:47 Uhr
ach, dalilein,
man braucht doch auch nicht meeresforscher zu sein, um zu wissem, dass wasser keine balken hat.
und sie können ihr ganzes ganzes leben mit dem studium des marxismus verschwenden, funktionieren wird das ganze trotzdem genauso wenig, wie backsteine schwimmen können.
im übrigen kann ich nichts für meinen strammen anti-marxismus - als abhängig beschäftigter bestimmt bei mir nunmal das Sein das Bewusstsein! nur wenn man ohne bewusstsein, also geistig ohnmächtig rumläuft, kann man die kollektive armut in sozialistischen ländern als sozialen fortschritt betrachten.
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von dali dali ist gerade online | 7.11.2009 13:05 Uhr
Es ist schon peinlich, @andrej (10:47)
wenn man auf seine Bildungsferne auch noch stolz ist:
"Marxismus"
ist die bisher einzige Wirtschaftstheorie, mit der man die (Wirtschafts-)Geschichte des Menschen nachvollziehen kann.
Auf ihm kann man die unterschiedlichsten politischen nd gesellschaftlichen Modelle und Konzepte aufbauen.
Mit ihm als vorliegender Analyse kann man sich sowohl einen Leninismus/Stalinismus als auch die mittelfristigen Börsenkurse basteln.
Er ist heute Grundlage der meisten, auch konservativer (Volks-)Wirtschaftsmodelle, sofern sie nicht positivistisch/psychologistisch sind.

Allerdings ist es natürlich für tumbe Antikommunisten sehr bequem, dies alles durcheinander zu bringen,
denn dieses System würde ja ein Mindestmaß an Auffassungsgabe erfordern, auf die man scheinbar gerne verzichten kann...
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 14:41 Uhr
niedlich, dali....
ich wusste gar nicht, dass ich promovierter bildungsferner bin. was es heutzutage für titel gibt an der uni...
kein wunder, dass sie da nie weg wollten.
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von dali dali ist gerade online | 7.11.2009 15:55 Uhr
Ach gottchen @andrej
Promoviert?
Wohlmöglich in 'nem "naturwissenschaftlichen" Fach?
Ich kenne 'n Haufen z.B. Mediziner, die sich für gebildet halten,
aber nichts weiter sind als "one trick ponys"...
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 11:14 Uhr
schön, dali, wenn man
mal wieder nichts verstanden hat. es geht nicht darum, ob irgendwer gegen engländer und franzosen war - man muss kolonialmächte nicht wirklich lieb haben als kolonialisierter.
aber ob man einem völkermörder seine sympathien schenken muss, das ist eine ganz andere frage. und das haben offenbar genug leute getan. warum sonst hätten ihn die engländer wohl einfach laufen lassen sollen, obwohl er u.a. von yugoslawien als kriegsverbrecher gesucht wurde???
und zu der frage, wen er repräsentierte, lass ich einfach mal einen anderen repräsentanten sprechen:
"Noch im Jahre 2002 sprach Arafat Angaben von Palestinian Media Watch zufolge in einem Interview von „unserem Helden al-Husseini“."
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini
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von dali dali ist gerade online | 7.11.2009 13:27 Uhr
Völlig a-historisch @andrej (11:14)
wenn bis heute die Alliierten behaupten,
von den Vernichtungslagern bis 44 nichts gewusst zu haben,
dann ist es selbstverständlich, dass "die Araber" das natürlich immer gewusst haben. Ich glaub' auch gerne, dass sie es im Zweifelsfall, gar nicht hätten wissen wollen,
aber ihre primären Feinde waren nun mal die englischen und französischen Besatzer und die Juden, die in immer größerer Zahl das Land besiedelten, auf dem Araber 2000 Jahre lang gelebt hatten.
Ich will auch den Mufti gerne ausnehmen, zudem ich einige seiner Schriften kenne und eine sogar hier habe.
Allerdings zweifle ich daran, dass er davon auch nur eine Zeile je gelesen, geschweige denn geschrieben hat.
Jedenfalls
ist es völlig verquer
aus der damaligen Haltung der Araber zu den Kriegsparteien eine heutige politische Haltung zu basteln
und ist nur aus einer Haltung tief sitzenden Hasses auf alles islamische zu erklären.
Wer so denkt ist weder an Deeskalation noch an Integration interessiert, sondern sucht die Konfrontation...
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 14:37 Uhr
völlig ahistorisch, @dali
ist es auch, die nicht-verhaftung und nicht-auslieferung dieses herrn in den Jahren nach dem krieg, und vor allem das jahr 2002, vor das jahr 1944 zu verlegen, nur um recht behalten zu wollen.
1944 war der mufti noch in berlin, im gegensatz zu den engländern. die waren da bestenfalls bis frankreich gekommen.
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 15:20 Uhr
ich kenne übrigens, mein durch
und durch gebildeter freund @dali, eine web-seite wo sich leute die wirklich weder an Deeskalation noch an Integration interessiert, sondern [...] Konfrontationinteressiert sind, zu dem muft äußern. nennt sich islamicawakening...
da fand man vor kurzem:
The Palestinian People, on the eve of UN resolution 181 (the Partition resolution) of 29 November 1947, needed political leadership to lead their fighting and struggle. The only prominent Palestinian leader at the time was Haj Amin Husseini who was abroad. If Haj Amin dared to enter Palestine at that time to be among his people, the Palestinian situation would have been better."
Wer Haj Amin H

können Sie heute leider nur noch nachlesen bei:
http://toolbar.google.com/archivesearch?q=haj+amin+husseini&scoring=t&hl=en&ned=tus&sa=N&sugg=d&as_ldate=1947&as_hdate=1947&lnav=dt
(ganz unten auf der seite)
war den herren wohl mittlerweile etwas zu brisant geworden, auch im jahre 2009 noch den alten völkermörder und hitler-freund als prominenten palästinenser-Führer öffentlich zu würdigen, da haben sie den zugang zur seite auf ausgewählte fanatiker beschränkt...
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von zacha zacha ist gerade online | 6.11.2009 17:59 Uhr
@nyarlat
Ein Terrorist, das passt nicht. "Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen." (Wikipedia) Dies war ein Attentat auf 3 Personen. Die Grenzen mögen da teilweise fließend sein, hier ist aber Terrorismus nicht festzustellen.
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von dali dali ist gerade online | 6.11.2009 20:49 Uhr
Das ist @nyarlat
billig und widerlich und obendrein von A-Z falsch:

wenn man GWB und den um ihn drappierten Kleptokraten "Terrorismus" vorwerfen will,
so kann man dies nur unter dem Begriff "Staatsterrorismus" subsummieren, der wesentlich andere Merkmale hat als der "Tyrannenmord".
Dieser wird schon in der Antike kontrovers diskutiert.
Diese beiden entgegengesetzten Auffassungen grifen auch bei einem Fall wie dem Elsers.
Auch die zonitypische Reflexreaktion, dass 38 nur ein Drittel "damals anderer Meinung (als Elser) war" (die dann nach 45 die "nazifreie" DDR gründeten) ist natürlich nicht haltbar...
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von amritsar amritsar ist gerade offline | 6.11.2009 16:35 Uhr
Terrorismus
ist eine Frage Zeit.
Comment
von chien.sibelois chien.sibelois ist gerade offline | 6.11.2009 16:35 Uhr
Als Kommunist und somit
Parteigänger von Stalin, der ebenfalls den Weltkrieg durch den Einmarsch in Polen angezettelt hat, fehlt Elser jede Legimation.
Comment
von mimimat mimimat ist gerade offline | 6.11.2009 19:43 Uhr
Nicht gelesen?
Elser hat das Attentat begangen, weil er eben GEGEN den Krieg war. Da stand noch was von "nicht besonders politisch engagiert".
Da klingt weder nach Stalin noch nach Kriegsfreude. Dass er die KPD gewählt hat - nun, keiner ist perfekt.
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von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 7.11.2009 10:56 Uhr
@ andrej | 6.11.2009 22:32 Uhr
Ja, ja, die bösen Kommunisten. Die haben die ja auch die KZs zur industriellen Vernichtung von Menschen betrieben, haben ganz Europa in einen Krieg gezogen, haben Städte wie Hamburg und Dresden in Schutt und Asche gelegt.

Jeder Kommunist ein Stalinist und Maoist. Und jeder Christ ein Folterer und Hexenverbrenner.

Was lernen wir daraus? Dass unreflektierte Vorurteile keine Geschichtskenntnisse ersetzen können.
Comment
von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 11:26 Uhr
@wilhelm: gähn....
haben ganz Europa in einen Krieg gezogen
na, fragen Sie doch mal die Polen, die leben ja nicht so weit von Berlin weg, oder die Finnen, ob die Herrn Stalin auch für so pazifistisch halten wie Sie!
zum thema jesus, aus welchen gründen auch immer sie damit ankommen...ich bin nicht der papst oder dergleichen....
aber gut: wenn Sie mir noch ein Jesus-Zitat liefern, dass zu diesen kriegen aufruft, dann können wir ja darüber diskutieren.
bis dahin betrachte ich die "diktatur des proletariats" eher als aufruf zu gewaltherrschaft als "mein reich ist nicht von dieser welt"!
Comment
von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 7.11.2009 11:46 Uhr
@ andrej | 7.11.2009 11:26 Uhr
Gähnen erhöht die Sauerstoffzufuhr im Gehirn. Nun, dann lesen Sie meinen Kommentar noch einmal und antworten dann auf das, was dort steht und was damit gesagt wird.
Comment
von dali dali ist gerade online | 7.11.2009 13:39 Uhr
Ist @andrej eigentlich schon mal aufgefallen, (11:26)
das Stalin hat Millionen Kommunisten umbringen lassen?
Wenn nicht kann er ja mal zu dem einen oder anderen Buch eines gewissen Wolfgang Leonhard greifen.
Vor allem aber

DER BEGRIFF DIKTATUR DES PROLETARIAT STAMMT NICHT VON MARX, ENGELS,
SONDERN AUS DER VORGESCHICHTE DER KPDSU!!!

Aber was stört einen strammen Antikommunisten schon die Realität...
Comment
von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 14:52 Uhr
lustig mit ihnen, dali,
jede web-seite von marx-gläubigen mit besserem büchschran widerspricht ihnen. beispiel gefällig?
„Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andere. Der entspricht auch eine politische Übergangsperiode, deren Staat nichts anderes sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletariats.“ K. Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 28.
war das n anderer marx???
Comment
von dali dali ist gerade online | 7.11.2009 16:40 Uhr
Das kommt davon@andrej
beim vielen googlen kann schon mal ein Inhalt verloren gehen.
Marx verwendet in der Kritik den Satz im Sinne von Macht der Straße im Moment der revolutionären Situation,
keinesfalls im Sinne einer Staatsform und schon gar nicht,
wie Lenin (und Mao) es tut, als die Einführung der permanenten Revolution und diese Ausübung dieser revolutionären Kraft der Partei zuschreibt.
Erst die Veränderungen haben ihn zu dem von den Leninisten gemachten Inhalt geführt, der dann von Reaktionären gern übernommen wird.
So wird das jedenfalls nix...
Comment
von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 18:14 Uhr
na, gut dass man auf
der Strasse nicht getötet werden kann, mein lieber Vorzeige-Akademiker @dali. Und damit meine ich nicht im Verkehr.
Wenn die Macht der Strasse, wie Sie es nennen, harmlos ist...na, war es die SA, oder Robespierre, dann auch, oder wie ist das zu deuten?

Aber ich kann Sie ja verstehen, dass Sie den ollen Marx so verteidigen, auch wenn die Liebe unerwidert bleibt (s. Kritik am Gothaer Programm, ein Programm eines Vorgängers Ihrer Partei).
Der olle MArx musste in London bei den Manchester-Kapitalisten im Exil hocken, und statt dass er richtig schön unterdrückt wurde, konnte er noch schriftlich die Revolution herbeisehnen. Und ein Kapitalist zahlte sein täglich Brot.
Da kann man schon verbittern, wenn man so am Martyrium gehindert wird.
Genauso hart trifft es ja fast Sie. Sie müssen in einer Institution arbeiten, die u.a. von einer Regierung aus grinsenden Haien bezahlt wird, wenn ich die SPD-Wahlplakate im Sommer richtig verstanden habe. Da kann man schon verbittern, während man zum Wohle der Arbeiterklasse das Mittelalter in der Lego-Welt einer alma mater erforscht.

In einem muss ich Sie enttäuschen: Ich bin kein Mediziner, und für ein Pony ist meine Schulterhöhe (so bei 1,75m) zu gross.
Comment
von dali dali ist gerade online | 7.11.2009 23:42 Uhr
Immerhin @andrej,
hat er was gemerkt,
nämlich das Marx die Feststellung der sozialen Revolutionen IMMER auch mit ein Außerkraftsetzen bisheriger staatlicher Ordnung durch die schiere "Macht der Straße" sich vollzog.
Das war im übergang der Sklavenhalter-Gesellschaft zum Feudalismus, von dem zur frühbürgerlichen Gesellschaft und von dort zur bürgerlichen Geselllschaft NIE anders.
Wenn nun Marx postulierte, dies würde auch vom Übergang von einer bürgerlichen zu einer sozialistischen Gesellschaft geschehen, benennt er eigentlich nur ein Binse.
Nun kommt aber der Gag:
Andrej setzt Revolution, bzw. revolutionäre Situation gleich mit Gewalt (übrigens ein gern vollzogene Übeung aller Reaktionäre),
die Sache hat nur'n Haken.
sowohl Ghandis Kampf um die Unabhängigkeit UND DER MAUERFALL!!! waren ebenfalls REVOLUTIONÄRE SITUATIONEN,
BEIDE Situationen
überwanden mit der Macht der Straße die staatliche Ordnung.
Das war auch in diesen beiden Fällen
DIKTATUR DES PROLETARIAT.
Die haben einfach nicht 'ne Eingabe an die zuständige Behörde gemacht, sondern nahezu anarchisch gehandelt.

Aber beim Rest der Ausführungen ist andrej einiges durcheinander gegangen.
ICH verdiene mein Geld an den Börsen dieser Welt, die Uni war immer Hobby.
Vor allem aber kennt andrej Ponys nicht,
denn sonst wüsste er,
dass einem auch mit 1.95 ein tempramentvoller Isländer ganz schön das Schwitzen beibringen kann,
aber das wäre ien anderes Thema...
Comment
von kosmopolit kosmopolit ist gerade offline | 7.11.2009 17:32 Uhr
Um Himmels willen
Welcher Prophet hat bisher ein Kriegsufruf begannen? Mit welchen pseudo Argumenten hier nur diskutiert wird.
Der Kampf gegen die Faschisten sollte International sein und nicht von einem einzigen Munde heraus.
Über den Faschismus und Kommunismus gibt es hier viele Argumente. Dazu sollten auch Nicht-Religiöse hinzugehören.Wenn gegen irgendeinen Volk etwas unternommen wird, ist es schon ein Faschismus. Unabhängig aus welcher Nation es auch stammen mag...
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 11:43 Uhr
ach wilhelm...
geschichtlich ein bischen unbeleckt?
"Als Stalin seinem britischen Verbündeten im Sommer 1942 bei einem Treffen in Moskau erregt vorwarf, England lasse die Sowjetunion im Stich, besänftigte Churchill ihn mit dem Versprechen, den britischen Kriegsbeitrag zu verstärken: Die RAF werde "nahezu jede Wohnung in fast jeder deutschen Stadt" zerstören. "M. Stalin smiled and said that would not be bad", heißt es im Protokoll des Treffens. "
http://www.spiegel.de/spiegelspecial/0,1518,273930-2,00.html
Alliierte Bomber sind zeitweise sogar zum Auftanken auf sowjetisches Gebiet geflogen während des Krieges.
Aber immer schön, wenn man anfängt, die eigenen Propaganda-Märchen zu glauben!
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von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 7.11.2009 11:56 Uhr
@ andrej | 7.11.2009 11:43 Uhr
Schön. 1942! Soll das nun ein Argument für Ihre oder meine Position sein?! Wer flog die Angriffe auf deutsche Städte? Wer hatte den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen?

Und Sie werfen mir vor, „geschichtlich unbefleckt“ zu sein und meinen „eigenen „Propaganda-Märchen zu glauben“?

Sie haben nicht richtig gelesen und scheinen deshalb zu glauben, ich verteidigte Stalin. „Ach wilhelm“?
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 12:08 Uhr
entschuldigung, wilhelm...
ich habe da was vergessen. stalin war ja kein kommunist. der war ja nur stalinist! jemand wie lenin hätte nie mit fremden, imperialistischen mächten zusammengearbeitet, und ist deshalb nie im versiegelten waggon durch das kaiserreich gefahren, um in st. petersburg revolution zu machen. und marx hat ja auch das exil im imperialistischen empire abgelehnt, um heldenhaft den reaktionären preussen zu trotzen. war der wenigstens marxist?
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von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 7.11.2009 12:29 Uhr
@ andrej | 7.11.2009 12:08 Uhr
Stalin war kein Kommunist. Da gibt’s nichts zu vergessen. Er war ein Diktator, der Kommunismus als ideologisches Machtinstrument missbrauchte. Auf sein Geschwätz sind viele Zeitgenossen hereingefallen; das Bekanntwerden der tatsächlichen Verhältnisse in der UdSSR hatte ein böses Erwachen zur Folge. Wir wissen das heute. Wer dennoch behauptet, Stalin (und Mao und Honecker) hätten die Realisierung des Kommunismus angestrebt, der folgt wider besseres Wissen (oder doch Wissen-Könnens) der seit Adenauer so beliebten Propaganda, deren Ziel primär gar nicht die Diffamierung des Marxismus ist, sondern das Ablenken von eigenen Defiziten.
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 12:53 Uhr
dass es nach 45
in diesem land plötzlich keinen mehr gab, der vor 45 nazi war, das ist ja ein bekanntes phänomen.
dass es aber heute plötzlich heisst, bisher habe es noch nie irgendwo, irgendwann kommunisten gegeben, das ist mir neu.
Comment
von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 13:01 Uhr
apropos....
das Ablenken von eigenen Defiziten.
kann man noch verzweifelter von den defiziten eines systems kommunismus/marxismus/whateverismus ablenken, als wenn man leugnet, dass es ihn bisher gab, und dass alle bisherigen experimente unter diesem namen bloss fehl-titulierungen waren???
ja, klar, irgenwann, beim 532sten oder 10.397sten versuch klappt der marxismus schon, ganz bestimmt!
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 12:14 Uhr
und sie haben mit dem lesen
meiner kommentare auch so ihre probleme. beleg:
Wer hatte den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen?
polen und finnland jedenfalls nicht, oder?
sondern deutschland. ironie der geschichte: das ist das land, dem ein herr stalin nach seinem pakt mit einem herrn ribbentrop das öl für den frankreichfeldzug lieferte.
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von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 7.11.2009 12:36 Uhr
@ andrej | 7.11.2009 12:14 Uhr
Beleg?? Und was wollen Sie mit Ihrem Kommentar zum Ausdruck bringen? Hitler-Stalin-Pakt. Bekannt. Bruch durch Hitler. Auch bekannt. Was besagen also die Öl-Lieferungen an einen (noch) Verbündeten? Das Deutsche Reich hat während des Ersten Weltkrieges Kohle an Frankreich geliefert.
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 12:48 Uhr
beleg? bitte sehr:
"11. Februar 1940 Ein Handelsabkommen mit der Sowjetunion stabilisiert Deutschlands Kriegswirtschaft. Das Reich exportiert Rüstungsgüter und erhält Getreide, Öl und Metall."
http://www.abendblatt.de/vermischtes/journal/article636986/Chronologie.html
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von andrej andrej ist gerade online | 7.11.2009 12:41 Uhr
zum thema wer flog die angriffe...
noch folgendes, willi:
"Im Zweiten Weltkrieg kam es nach Kriegsbeginn mit der Sowjetunion schon am 23. Juni 1941 zu einigen Bombenangriffen auf Königsberg durch die sowjetische Luftwaffe, die mit dem Verlust der Flugplätze infolge des schnellen Vorrückens der deutschen Wehrmacht allerdings bald zum Erliegen kamen."
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_(Preu%C3%9Fen)
im übrigen wollen sie doch wohl nicht ernsthaft behaupten, ausgerechnet die Rote Armee wäre zivilisten-schonender vorgegangen als ihre westl. verbündeten, oder?
Comment
von wilhelm wilhelm ist gerade offline | 7.11.2009 14:35 Uhr
andrej
Ausgangspunkt war zum Einen die Behauptung von chien.sibelois, wer Kommunist sei, habe keine Legitimation für ein Attentat auf Hitler und zum Anderen das Gleichsetzen von Kommunismus und Stalinismus. Was sollen da Ihre historischen Beispiele? Ausgerechnet die Rote Armee? Was wollen Sie damit sagen? Das Vorgehen von SS und Reichswehr relativieren? Die Bombardierung deutscher Städte durch die Alliierten auch dann noch, als dies für den Kriegsausgang keine Rolle mehr spielte?

Was Sie da „belegen“, war gar nicht infrage gestellt. Lesen Sie nach!

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