Rechtsextremismus : SPD zeigt NPD-Chef wegen Holocaust-Leugnung an

In Auschwitz könnten niemals sechs Millionen Juden ermordet worden sein, erklärte NPD-Chef Udo Voigt gegenüber iranischen Journalisten und hoffte dabei auf finanzielle Unterstützung aus Teheran. Der SPD-Parlamentarier Edathy hat ihn nun dafür angezeigt.

Voigt
NPD-Chef Udo Voigt. -Foto: ddp

BerlinDer Vorsitzendes des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), hat Strafanzeige gegen NPD-Chef Udo Voigt wegen Leugnung des Holocausts erstattet. Edathy habe damit auf ein Interview von Voigt reagiert, berichtete die ARD-Sendung "Report Mainz". Voigt hatte im Gespräch mit iranischen Journalisten den Holocaust verharmlost. Die Aussagen hatte "Report Mainz" ausgestrahlt. Demnach sagte Voigt zur Zahl der Holocaust-Opfer: "Sechs Millionen kann nicht stimmen. Es können maximal 340.000 in Auschwitz umgekommen sein." Es mache einen Unterschied, ob Deutschland für sechs Millionen Opfer zahle oder für 340.000.

Außerdem forderte Voigt in dem Interview die Rückgabe ehemals deutscher Gebiete. Auch Voigts Stellvertreter Sascha Rossmüller hatte den iranischen Journalisten ein Interview gegeben. Darin bat der NPD-Funktionär Iran um finanzielle Unterstützung für die NPD. Rossmüller äußert außerdem die Hoffnung, dass der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad als "Bündnispartner für ein neues Deutschland zur Verfügung stehen wird". (jvo/ddp)

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