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Deutschlandbesuch : Dalai Lama: Tibet braucht echte Autonomie

Tibet soll nicht unabhängig von China werden, sagt der Dalai Lama zum Auftakt seines Deutschland-Besuchs in Frankfurt. Es brauche aber „echte Autonomie“. Sein Besuch löst bei den hiesigen Politikern ambivalente Reaktionen aus.

Frankfurt/MainDer Dalai Lama besucht Deutschland und spricht über das, was ihm am meisten auf dem Herzen liegen dürfte: Tibet.  Er fordert "echte Autonomie". Das religiöse Oberhaupt der Tibeter sagte in Frankfurt, der ersten Station seiner fünftägigen Reise, aber auch, dass Tibet nicht unabhängig von China werden solle. Bei den Gesprächen mit der chinesischen Führung müsse es Vertrauen geben, um zu einer Lösung zu kommen. "Das fehlt", sagte der 72-jährige Friedensnobelpreisträger. Er äußerte sich sehr betroffen über das verheerende Erdbeben in China. Man werde für die Opfer beten, sagte er.

Der Dalai Lama war nach seiner Ankunft in Frankfurt mit Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) zu einem Frühstück zusammengekommen. Koch sagte, die Situation für Tibet und den Dalai Lama sei derzeit "sehr schwierig". Dies gelte aber auch für die Chinesen nach dem verheerenden Erdbeben. Die Olympischen Spiele in Peking seien eine Chance für China, sich zu öffnen. Die religiösen und kulturellen Rechte der Tibeter müssten geachtet werden, forderte Koch.

Im Laufe des Tages trifft der Religionsführer in Bochum NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Der Dalai Lama war von der "Tibet Initiative Deutschland" eingeladen worden. Deren Vorsitzender Wolfgang Grader forderte die Bundesregierung in einem RBB-Interview auf, bei der chinesischen Führung stärker auf eine friedliche Lösung der Tibet-Frage zu dringen. Man erwarte, dass sich die Regierung "aktiv beteiligt, dass der Tibet-Konflikt friedlich beendet werden kann". Deutschland solle "nicht nur auf stillem diplomatischen Wege, sondern auch offen Druck auf die chinesische Regierung" ausüben und Peking auffordern, die Probleme zu lösen.

Geplantes Treffen mit Wieczorek-Zeul stößt auf Kritik

Das geplante Treffen von Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) mit dem Dalai Lama stößt unterdessen in ihrer eigenen Partei auf Kritik. "Wenn ich die Ministerin wäre, würde ich mich nicht mit dem Dalai Lama treffen", sagte SPD-Fraktionsvize Walter Kolbow dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Wir haben eine China-Politik des Außenministers, die sich an langen Linien orientiert und die Stabilität Chinas im Auge hat."

Deutschland und China wollten gemeinsam den Opfern des Wirbelsturms in Birma helfen. Auch deshalb könnte das Treffen mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter als "Affront" gegenüber China gesehen werden, sagte Kolbow, der sich derzeit zu politischen Gesprächen in Peking aufhält. Weder Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) noch die SPD-Fraktion im Bundestag seien über das Vorhaben der Ministerin informiert gewesen. Der SPD Verteidigungsexperte Jörn Thießen sagte der Zeitung, er halte das Treffen für "einen schweren Fehler der deutschen Außenpolitik".

Kolbow forderte in der in Würzburg erscheinenden "Main-Post" zugleich mehr Rücksicht auf die innenpolitische Situation in China. "Ich glaube, dass auch wir intensiver auf die Stabilität Chinas achten müssen. Wir sollten die Risiken von Fehlentwicklungen in China nicht unterschätzen." Bei den Unruhen im März sei die Gewaltbereitschaft teilweise auch von Tibetern ausgegangen. Die Vorgänge müssten jetzt aufgeklärt werden. Dazu müsse China aber auch ausländische Beobachter in die Region lassen. "Zunächst muss der Abbau von Spannungen im Vordergrund stehen. Dazu muss auch der Dalai Lama seinen Beitrag leisten", sagte Kolbow. (kj/dpa)

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