Politik : DGB-Chef für Normalisierung im Umgang mit Linkspartei

-

Berlin - DGB-Chef Michael Sommer hat sich für eine Normalisierung im Umgang mit der Linkspartei ausgesprochen. Nach einem Treffen mit dem Vorstand der Linksfraktion im Bundestag sagte er vor Journalisten in Berlin, der Deutsche Gewerkschaftsbund behandele die Linksfraktion so wie die anderen demokratischen Fraktionen im Bundestag auch. Er kündigte an, dass auf dem nächsten DGB- Bundeskongress neben Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Müntefering auch die Vorsitzenden aller Fraktionen im Bundestag – also auch der Linksfraktion – sprechen würden.

Sommer traf zum zweiten Mal offiziell mit Politikern der Linkspartei zusammen. Es war aber der erste Besuch beim Vorstand der Fraktion. „Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein“, sagte Sommer.

Linksfraktionschef Gregor Gysi sagte, seit dem vergangenen Jahr würden die Gewerkschaften wieder erstarken. „Es gibt eine Veränderung des Zeitgeists.“ Der andere Fraktionsvorsitzende Oskar Lafontaine sagte, die Linkspartei suche die Zusammenarbeit mit dem Gewerkschaftsbund und den Einzelgewerkschaften. „Die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Monaten verbessert.“

Bei der Pressekonferenz bezeichnete der DGB-Chef die mögliche Wiedereinführung der Erwerbsunfähigkeitsrente als Schritt in die richtige Richtung. Er beklagte aber erneut, dass das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre heraufgesetzt werden soll. Das sei nichts anderes als ein „Rentensenkungsprogramm“, sagte Sommer. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) habe allerdings mittlerweile erkannt, dass es schwierig sei, die Rente mit 67 im Alleingang durchzusetzen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben