Politik : DGB-Chef verlässt SPD-Vorstand in Stuttgart

Stuttgart - Wenige Tage vor ihrem Landes-Parteitag muss die baden-württembergische SPD mit ihrer angeschlagenen Vorsitzenden Ute Vogt einen schweren Rückschlag verkraften. DGB-Landeschef Rainer Bliesener will nach parteiinternen Querelen auf seinen Platz im SPD-Vorstand verzichten. „Die Entscheidung ist sicherlich kein gutes Signal“, sagte Vogt. Bliesener erklärte seinen Rückzug damit, die SPD-Landesführung wolle den linken Flügel ausschalten. „Die Schmerzgrenze ist für mich erreicht“, sagte er.

Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler (SPD) nannte Blieseners Schritt „fatal“. Vor allem bei der SPD-Stammklientel, den Arbeitnehmern, hinterlasse die Entscheidung einen „verheerenden Eindruck“. Vogt sagte: „Ich habe aber keine Möglichkeit gesehen, seine persönliche Entscheidung rückgängig zu machen.“ Der Schritt stelle aber keinen Bruch mit den Gewerkschaften dar. „Ich sehe nicht, dass daraus ein Zerwürfnis abgelesen werden kann.“ Bliesener hatte Vogt jüngst als führungsschwach kritisiert und eine Urwahl für die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2011 ins Spiel gebracht. dpa

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