Dialogstopp : Nordkorea droht Südkorea mit ''Militäraktionen''

Nordkoreas Militär bekräftig seine Drohungen gegenüber Südkorea und kündigt die Einstellung des innerkoreanischen Dialogs an. Regierungsvertreter aus Südkorea sollen künftig nicht mehr über die Grenze ins Land gelassen werden.

SeoulDas kommunistische Nordkorea hat Südkorea erneut mit "Militäraktionen" gedroht. Gleichzeitig wies Pjöngjang den Appell Südkoreas zurück, den Konfrontationskurs gegen die neue Regierung in Seoul zu beenden. Die neue Drohung habe ein Vertreter der Volksarmee
ausgesprochen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Welche militärischen Schritte konkret gemeint seien, habe er nicht gesagt. Es könnte aber bedeuten, dass der Norden den innerkoreanischen Dialog einstellen und die Grenze des Landes für südkoreanische Regierungsvertreter sperre, sagte ein Ministeriumssprecher.

In den staatlich kontrollierten Medien Nordkoreas hieß es unterdessen, Südkorea sei dafür verantwortlich, dass der Dialog und die Durchfahrt an der innerkoreanischen Grenze eingestellt würden.

Nach einer Reihe von Drohungen und Verbalattacken aus dem Nachbarland hatte Südkorea am Mittwoch an Nordkorea appelliert, solche Angriffe sofort zu beenden. Das Verteidigungsministerium in Seoul wies zugleich eine Forderung Nordkoreas zurück, sich für
Äußerungen des südkoreanischen Generalstabschefs Kim Tae Young zu entschuldigen. Dieser hatte eine Woche zuvor gesagt, Südkorea könnte einen Gegenschlag gegen Atomeinrichtungen in Nordkorea ausführen, sollte Pjöngjang versuchen, den Süden mit Nuklearwaffen anzugreifen. Daraufhin hatte Nordkoreas Militär mit dem Stopp aller Kontakte mit dem Süden gedroht. (sgo/dpa)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben