Politik : Die Afrikanisch-Karibisch-Pazifischen Staaten (AKP) klammern das heikle Thema aus

Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanisch-Karibisch-Pazifischen Staaten (AKP) haben vor dem Beginn einer Konferenz in der Dominikanischen Republik das Thema Korruption von der Tagesordnung gestrichen. Ohne das Wort noch zu erwähnen, hieß es in der überarbeiteten Version nur, die Staaten wollten den transparenten und verantwortlichen Umgang mit Finanzhilfen sicherstellen. Die südafrikanische Delegation sprach von einer verwässerten Agenda.

Die europäischen Staaten wollen ihren ehemaligen Kolonien nur noch dann Hilfen zukommen lassen, wenn sie eine demokratische Ordnung einführen, die Menschenrechte achten und eine "gute Regierung" stellen, also die Korruption bekämpfen. Der stellvertretende Handelsminister von Südafrika, Lindiwe Hendricks, hatte vorgeschlagen, die AKP-Staaten sollten selbst definieren, was eine "gute Regierung" ausmache, und nicht auf Anweisungen aus Europa warten. In dem ersten Vorschlag verpflichteten sich die AKP-Staaten dazu, die Korruption zu bekämpfen.

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