Politik : Die CDU-Krise: Stichwort: Adenauer-Stiftung

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) wurde 1964 gegründet. Sie hat die Form eines eingetragenen Vereins und ihren Sitz noch in Sankt Augustin bei Bonn. Zur Aufgabe hat sie sich gestellt, gemeinnützige Zwecke auf christlich-demokratischer Grundlage zu verfolgen. Dazu organisiert die Einrichtung Tagungen und Seminare, vergibt Stipendien an Studierende und Doktoranden und engagiert sich in der Entwicklungspolitik. Sie vermittelt politische Bildung, erforscht und dokumentiert die geschichtliche Entwicklung der christlich-demokratischen Bewegung. Ein Mittel dazu ist das umfangreiche Archiv, in das auch die so genannten Bohl-Akten gelangt sein sollen. Außerdem will sie die internationale Verständigung durch Informationen und Begegnungen pflegen.

Die KAS verfügt über einen Haushalt von zuletzt gut 200 Millionen Mark. Wie alle politischen Stiftungen erhält sie staatliche und private Zuschüsse und ist als gemeinnützige Organisation berechtigt, Spenden entgegenzunehmen. Der größte Teil der Einnahmen stammt jedoch aus Bundesmitteln. Den größten Ausgabeposten macht die Entwicklungshilfe mit über 100 Millionen Mark aus. Die Stiftung fühlt sich dem Werk des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer verbunden.

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