Politik : Die Geschichte eines Prozesses

1996: Am 18. Januar geht am Lübecker Hafen ein Asylbewerberheim in Flammen auf: Zehn Menschen sterben, 38 werden zum Teil schwer verletzt. Am 16. September beginnt der Prozess gegen Safwan Eid.

1997: Am 30. Juni verkündet die Jugendstrafkammer des Landgerichts Lübeck das Urteil: Freispruch für Eid und Entschädigung für die rund fünf Monate Untersuchungshaft. Zur Begründung sagt das Gericht, der Vorwurf der Anklage, Eid habe das Feuer gelegt, konnte nach Überzeugung der Kammer nicht nachgewiesen werden. In dem Verfahren seien aber Fragen offen geblieben. Am 7. Juli legt die Familie El-Omari als Nebenkläger Revision gegen das Urteil ein.

1998: Am 24. Juli hebt der BGH den Freispruch für Eid auf. In der Begründung heißt es, das Landgericht Lübeck habe die Verwertung von Abhörprotokollen zu Unrecht abgewiesen. Daraus hätten sich jedoch weitere Anhaltspunkte für seine Schuld ergeben können.

1999: Am 3. September beginnt vor dem Kieler Landgericht der zweite Prozess, 2. November: Das Gericht verkündet Freispruch, nachdem auch die Staatsanwaltschaft diesen beantragt hatte.



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