Politik : Die kleinste GUS-Republik ist seit 1994 auf bescheidenem Konsolidierungskurs

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Armenien liegt jenseits vom Kaukasus und ist der flächenmäßig kleinste der GUS-Staaten. Von den 3,6 Millionen Einwohnern sind 97 Prozent Armenier christlichen Glaubens. Die übrigen drei Prozent der Bevölkerung entfallen auf moslemische Kurden und Aseris. In freien Wahlen wurde 1991 Ter-Petrosjan zum Präsidenten gewählt. Er regierte das Land bis 1998. Der Beginn der staatlichen Unabhängigkeit wurde überschattet von dem jahrelangen Konflikt um die armenische Exklave Berg-Karabach, den Armenien mit der Nachbarrepublik Aserbaidschan austrug.

In der Folge der Kriegsausgaben wurde das Land zunächst in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt. Seit der Beilegung des Konfliktes durch einen Waffenstillstand 1994 ist die Wirtschaft des an Bodenschätzen reichen Landes auf bescheidenem Konsolidierungskurs. Der langjährige, gemäßigte Präsident Ter-Petrosjan musste Anfang 1998 auf Drängen des Parlaments seinen Rücktritt erklären. Er hatte 1997 dem Stufenplan der OSZE zur Lösung des Berg-Karach-Konflikts zugestimmt. Bei vorgezogenen Präsidentschaftswahlen siegte der Nationalist Kotscharjan.

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