Politik : Die Könige an der Krippe

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Vor mehr als 600 Jahren schuf der italienische Maler Masaccio diese „Anbetung der Könige“ für die Kirche Santa Maria del Carmine in Pisa. Nur wenige Zentimeter misst das figurenreiche Bild, das eine Szene der Weihnachtsgeschichte zeigt, die sich allerdings einige Tage nach der Geburt Christi zugetragen hat. Das ursprünglich aus der Sockelzone des Prachtaltars stammende Werk gehört zu den Glanzstücken der Schau „Geschichten auf Gold“, die gegenwärtig in der Ausstellungshalle des Kulturforums zu sehen ist. Die Berliner Gemäldegalerie feiert mit dieser Sonderausstellung besonders glanzvoll ihr 175-jähriges Bestehen. Die Maler des späten Mittelalters und der frühen Renaissance liebten es, ihre Heiligen und Bildhintergründe mit Gold auszuschmücken, um den Gemälden eine Aura des Kostbaren und Zeitlosen zu verleihen. Masaccio allerdings setzte das edle Material sparsam ein, um die Heilige Familie näher an die Wirklichkeit zu rücken. NK

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