Politik : Die lange Geschichte des Scheiterns

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Bereits bei ihrem letzten Treffen in der jordanischen Hafenstadt Akaba im Juni 2003 hatten Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und Mahmud Abbas versucht, den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. Ein Fehlschlag: Neue Gewalttaten machten alle Hoffnungen zunichte. Per Handschlag besiegelten damals Scharon und der zuvor von Jassir Arafat zum Ministerpräsidenten ernannte Abbas ihr Bekenntnis zur Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates und zum Ende der Gewalt. Im Beisein von USPräsident George W. Bush bekannte sich Scharon erstmals vor der Weltöffentlichkeit zur Gründung eines lebensfähigen Staates der Palästinenser und versprach, mit dem Abbau nicht genehmigter Siedlungen im Westjordanland zu beginnen. Sechs Tage nach dem Gipfel liquidierte Israel einen Hamas- Führer. Die Hamas rächte sich mit einem Bus-Attentat in Jerusalem. Scharon ließ nur wenige Siedlungen räumen, Abbas scheute aus Angst vor einem Bürgerkrieg die Entwaffnung der Radikalen. Zuvor waren bereits mehrere Gipfeltreffen gescheitert. Im Juli 2000 konnten sich der damalige israelische Regierungschef Ehud Barak und Arafat in Camp David nicht auf den zukünftigen Status von Jerusalem einigen. Keinen Frieden hatten auch 1998 und 1999 die so genannten Wye-Abkommen über einen Teil-Rückzug Israels aus dem Westjordanland gebracht. Das erste Abkommen war 1993 in Oslo geschlossen worden. Im September des gleichen Jahres kam es in Kairo zum historischen Händedruck zwischen Ministerpräsident Jitzchak Rabin und Palästinenserpräsident Arafat.dpa/phw

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