"Die Linke" : Bisky und Lafontaine schätzen die Doppelspitze

Die künftige Partei "Die Linke" soll gleichberechtigt von den beiden Vorsitzenden Lothar Bisky und Oskar Lafontaine geführt werden.

Berlin - Linksparteichef Bisky wandte sich in der "Berliner Zeitung" gegen Befürchtungen, es werde einen Konkurrenzkampf und eine "Hackordnung" in der neuen Doppelspitze geben. Mit Blick auf Lafontaine sagte er, allen leitenden Funktionären bei der Linkspartei sei klar, "dass wir ihn brauchen". Es gehe darum, "wie wir mit unterschiedlichen Traditionen dem Anspruch gerecht werden, sozial gerecht und gesamtdeutsch zu sein", sagte Bisky weiter.

Auch Lafontaine machte deutlich, dass er keinen Konkurrenzkampf mit Bisky sehe: "Das wird genauso ausgehen wie die Prognose, dass die beiden eitlen Pfauen Gysi und Lafontaine nicht miteinander können. Wir sind erwachsene Männer und wir wissen, wie wir miteinander umgehen müssen, so dass jeder seinen Raum hat", sagte Lafontaine der Zeitung. Der frühere SPD-Vorsitzende leitet seit Herbst 2005 gemeinsam mit Gregor Gysi die Linksfraktion im Bundestag.

Die Linkspartei und die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) wollen sich auf einem Gründungsparteitag am 16. Juni in Berlin offiziell zur neuen Partei "Die Linke" zusammenschließen. Dort werden auch die neuen Vorsitzenden gewählt. (tso/AFP)

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