DIE LINKSPARTEI IM WESTEN : Nichts auslassen

Stand für die PDS früher regelmäßig die Frage, ob sich das Risiko eines Wahlantritts bei Landtags- und Kommunalwahlen im Westen lohnt, herrscht jetzt der Übermut. Der Parteivorstand der Linken verabschiedete am Wochenende ein Strategiepapier für einen „politisch heißen Herbst“ – in der Folge seien Resultate von sechs bis acht Prozent bei den Landtagswahlen in Hessen, Niedersachsen und Hamburg „drin“. Im Herbst 2008 soll, so die von Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch und Wahlkampfchef Bodo Ramelow verfasste Vorlage, der Einzug in den bayerischen Landtag „politisch-symbolisch den Siegeszug der Linken krönen“. Auch für die Bundestagswahl 2009 gibt sich die Linke forsch – und peilt „zehn Prozent plus XXL“ an. Die Linke wolle den gewohnten Ergebnisrahmen kleiner Parteien in Deutschland „sprengen“. Ans Mitregieren im Bund denkt sie angeblich 2009 noch nicht. Stattdessen solle sich durch Stimmen für die Linke der „Zuwachs an Protest“ ausdrücken, so das „politische System insgesamt“ zu Korrekturen gezwungen werden.m.m.

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