Politik : Die Queen denkt nicht ans Aufgeben

NAME

London (dpa). Die britische Königin Elizabeth II. (76) hat nach 50 Jahren im Amt erklärt, sie werde nicht abdanken und den Thron nicht vorzeitig für ihren Sohn Prinz Charles (53) freimachen. In einer Rede vor beiden Häusern des britischen Parlaments dankte die Queen Parlamentariern und Bevölkerung für ihre Unterstützung während „50 unvergesslicher Jahre“. Sie fügte hinzu: „Vor allem aber möchte ich meine Entschlossenheit bekunden, dieser großen Nation mit Unterstützung meiner Familie auch weiterhin zu dienen.“ Nach der Rede der Königin – es war erst die fünfte selbst verfasste, die sie vor Parlamentariern hielt – spekulierten britische Medien darüber, Prinz William (19) könne direkt die Thronfolge antreten. Der Buchmacher William Hill halbierte unmittelbar nach der Rede die Quote für entsprechende Wetten: Wer jetzt auf William und darauf setzt, dass Charles bei der Thronfolge übergangen wird, kann bei einem Einsatz von 100 Pfund nur noch mit 400 Pfund rechnen – vor der Rede waren es noch 800 Pfund.

Nur 40 Prozent der Briten sind nach einer am Mittwoch von der Boulevardzeitung „The Mirror“ veröffentlichten Umfrage dafür, dass die Königin bis zu ihrem Tod im Amt bleibt. 25 Prozent sind für einen sofortigen Rücktritt, 28 Prozent für einen Rücktritt in den kommenden Jahren.

Die Rede der Königin am Dienstag in der Westminster Hall vor den Mitgliedern des Ober-und Unterhauses galt als offizieller Auftakt zu den Jubiläumsfeiern. Am Mittwoch brach die Königin zu einer Rundreise durch das ganze Land auf, bei der sie sich feiern lassen wird. Prinz Charles wäre einer der ältesten Thronfolger in der britischen Geschichte, falls er erst nach dem Tod seiner Mutter zum König wird. Sollte seine Mutter so alt wie deren Mutter „Queen Mum“ (101) werden, so wäre er bei der Thronbesteigung fast 80 Jahre alt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar