Politik : Die Queen kommt: Das Empire baut sich ein "offenes Haus"

Die britische Botschaft in Berlin wurde im Eiltempo von gut zwei Jahren auf dem Gelände an der Wilhelmstraße errichtet, wo schon von 1875 bis 1939 die Vertretung des Landes stand. Sie ist die erste der drei Botschaften der ehemaligen Alliierten USA, Frankreich und Großbritannien, die sich wie vor dem Zweiten Weltkrieg wieder rund um das Brandenburger Tor ansiedeln. An die alte Botschaft erinnert in dem Neubau ein im modernen Atrium integriertes Element des früheren Eisentors.

Anders als die USA, die mit ihrem Bau aus Sicherheitsbedenken immer noch nicht begonnen haben, präsentiert sich die britische Vertretung in dieser Hinsicht eher sorglos als bewusst "offenes Haus". Das Gebäude des Architekten Michael Wilford soll zeigen, dass Diplomaten heute nicht mehr hinter verschlossenen Türen arbeiten.

Es gehe darum, das Land einem möglichst großen Publikum zu präsentieren, heißt es. Die Vertretung solle außerdem den Charakter des modernen Großbritannien spiegeln - Vitalität, Dynamik, Offenheit. Im Eingangsbereich und im Innenraum des 75 Millionen Mark teuren Gebäudes wählte Wilford kühne Formen und Farben. Ein öffentlicher Innenhof mit einer britischen Eiche ist fürs Publikum zugänglich. In einem überdachten Atrium leuchtet ein lilafarbenes Konferenzzentrum. Ausstellungen, Modenschauen und andere Veranstaltungen sollen Briten und Berliner gleichermaßen anziehen.

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