Politik : Die Regierungen wurden seit 1966 immer schlanker

-

Berlin Es läuft in Berlin alles auf eine große Koalition zu – doch welchen Zuschnitt das künftige Kabinett haben wird und ob es ein Übergewicht der Union oder eine Parität zwischen Union und SPD geben wird, wird wohl erst am Montag deutlich werden. So sahen frühere Regierungen der Bundesrepublik aus:

Die rot-grüne Koalition seit 2002, die zweite Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), besteht aus 13 Ressorts. Zehn Minister gehören der SPD an, drei den Grünen. Nach dem Rücktritt von Verbraucherministerin Renate Künast, die Grünen-Fraktionschefin im neuen Bundestag wurde, führt Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) beide Ressorts.

Die rot-grüne Koalition von 1998 bis 2002, also das erste Kabinett Schröder, hatte 15 Minister. Elf Ressorts inklusive des Kanzleramtsministers gingen an die SPD, drei an die Grünen. Wirtschaftsminister Werner Müller war parteilos. Die personelle Zusammensetzung wechselte mehrfach, unter anderem nach dem Rücktritt von Finanzminister Oskar Lafontaine (SPD).

Die CDU/CSU/FDP-Regierung von 1994 bis 1998 war die letzte Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl (CDU). Sie hatte 17 Mitglieder einschließlich des Kanzleramtschefs. Zehn Ministerposten gingen 1994 an die CDU, vier an die CSU und drei an die FDP. Das Postministerium (CSU) wurde 1997 aufgelöst. Die CSU bekam 1998 nach einem Wechsel das Bauministerium.

Die große Koalition von 1966 bis 1969 zwischen Union und SPD unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) hatte insgesamt 19 Ressorts. Davon gingen neun an die SPD, sieben an die CDU und drei an die CSU. Tsp/dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben