DIE SCHANGHAI-ORGANISATION : Ein Viertel der Weltbevölkerung

Das Vorläuferbündnis der Schanghai-Organisation, die Shanghai Five, ist 1996 von Russland, China und drei zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken gegründet worden. Sie befasste sich zu Beginn vor

allem mit Grenzfragen. 2001 wurde aus dem Fünferbündnis die Schanghai-Organisation. Neben Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan wurde nun auch Usbekistan in das Bündnis aufgenommen. Beobachterstatus haben die Mongolei (seit 2004), Pakistan, Indien, aber auch der Iran (seit 2005).

Irans Präsident, Mahmud Ahmadinedschad, drängt auf eine Vollmitgliedschaft. Inzwischen will die Schanghai- Organisation für Zusammenarbeit (SCO) vor allem Terrorismus, Separatismus und Extremismus bekämpfen. Die Mitgliedsstaaten repräsentieren 1,455 Milliarden Menschen und damit ein Viertel der Weltbevölkerung. Die Länder haben sich verpflichtet, für Frieden, Sicherheit

und Stabilität in ihrer Region einzutreten. Dazu sollen das gegenseitige Vertrauen und gute nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt werden. Das mittelfristige Ziel der Organisation ist die Schaffung einer

Freihandelszone. Außerdem arbeitet sie in Militärfragen

zusammen. Neben einem

Generalsekretariat in Peking hat die Organisation auch

noch ein Anti-Terror-Zentrum in Taschkent (Usbekistan).

Arbeitssprachen sind Russisch und Chinesisch. Jedes

Jahr findet ein Gipfeltreffen statt. win/dpa

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