Politik : „Die Terrorgruppen verlieren an Boden“

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Iraks Premier Ijad Allawi hält an den für den 30. Januar vorgesehenen Wahlen fest: „Es wird keine Verschiebung geben“, betonte er am Freitagabend bei seinem Berlinbesuch. Seit der Einnahme von Falludscha würden die Terrorgruppen an Boden verlieren. Jetzt gehe es darum, alle Gruppen zu integrieren. „Ich bin in ständigem Kontakt mit sunnitischen Geistlichen und Stammesführern, wir wollen, dass alle sich am politischen Prozess beteiligen“. Bei den Wahlen werde es Iraker geben, die gemäß ihrer ethnischen oder religiösen Gruppenzugehörigkeit wählen würden. Er sei aber im Gespräch mit Persönlichkeiten, um eine vereinte irakische Liste zu bilden.

Über die ausländischen Truppen sagte Allawi, dass „kein Iraker fremde Truppen in seinem Land wünscht“. Er hoffe, dass der Irak stärker werde, damit man die multinationalen Truppen bitten könne, das Land zu verlassen. Er wies aber darauf hin, dass jede größere Militäraktion von der irakischen Regierung genehmigt werden muss. So habe man viele Aktionen verhindert.

Allawi dankte der Bundesregierung für die „positive und edle“ Hilfe beim Schuldenerlass. Er wies darauf hin, dass dem Irak laut einem Bericht des Ölministeriums durch Anschläge Öleinnahmen von 7 bis 8 Milliarden Dollar entgangen seien. clw

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