DIE USA UND DAS ASIATISCH-PAZIFISCHE FORUM : Abschied vom Alleingang

Nach dem Kurzbesuch in Tokio trifft US-Präsident Barack Obama auf seiner ersten Asienreise an diesem Samstag zum 20. Jubiläumsgipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Singapur ein. Obama bringt eine ganz konkrete Botschaft mit zum Gipfel, dessen 21 Staats- und Regierungschefs die Hälfte des globalen Handels und 40 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren: Amerika, so Obama, hat die Wende geschafft und ist zurück. Unter der Ära Bush dienten Apec-Gipfel vorab der Bekräftigung militärischer Solidarität im Antiterrorkrieg. Freihandel und Integration, die Gründungsziele von Apec, galten für die den Alleingang gewohnten Amerikaner als lästige Pflicht. Also konzentrierten sich Apec-Staaten auf bilaterale Abkommen, während das Apec-Kürzel als Synonym für „A Place to Enjoy Coffee“ belächelt wurde, ein Ort für Kaffeegenuss, oder „Aging Politicians Enjoy Cocktails“ – greise Politiker genießen Cocktails. Der spannendste Gesprächsstoff bestand bei den Treffen gewöhnlich darin, welche Hemden die Führer beim rituellen Gruppenbild tragen. Der damalige US-Präsident Bill Clinton strahlte beim Bogor-Gipfel 1994 im Batikhemd: „Noch etwas mehr von diesem Stoff, dann können Hillary und ich ganz tolle Vorhänge zusammenzaubern.“ kes

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben