Politik : Die Vorsitzenden: Erhard und Schäuble waren am kürzesten im Amt

Die Christdemokratische Union hatte bislang sechs Vorsitzende. Vier davon wurden im Parteiamt zeitweilig auch deutsche Regierungschefs. Nur Rainer Barzel und Wolfgang Schäuble war dies verwehrt.

Konrad Adenauer

(1950-1966)

Der "Alte von Rhöndorf" dominierte als Parteichef und Bundeskanzler die Politk der jungen Republik. Nach einem starken Wählereinbruch 1961 begann sein langer Abschied. Die Parteiführung gab Adenauer erst ein Jahr vor seinem Tode ab.

Ludwig Erhard

(1966-1967)

Als Wirtschaftsminister unter Adenauer wurde Erhard zum "Vater des Wirtschaftswunders". Im März 1966 übernahm der Protestant die Parteiführung. Kurz nach dem Fall seiner Regierung legte Erhard im Mai 1967 auch den Parteivorsitz nieder.

Kurt Georg Kiesinger

(1967-1971)

Erhards Nachfolger als Partei- und Regierungschef war schon als regionaler Geschäftsführer der südwestdeutschen Union mit der Parteiarbeit befaßt.1969 müßte er Willy Brandt als Kanzler Platz machen. Zwei Jahre später legte er den Parteivorsitz nieder.

Rainer Barzel

(1971-1973)

Barzel setzt sich beim Ringen um den Parteivorsitz gegen den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Helmut Kohl durch. Geschwächt durch das gescheiterte Mißtrauensvortum gegen Brandt und die verlorene Bundestagswahl 1972, gab er ein

Helmut Kohl

(1973-1998)

Mehr als ein Vierteljahrhundert prägte Kohl die CDU wie keiner vor ihm. Nach der verlorenen Bundestagswahl im Herbst 1998 trat er als Parteichef ab. Die von ihm hinterlassene Parteispendenaffäre beschäftgt die Republik.

Wolfgang Schäuble

(1998-2000)

Nur etwas mehr als ein Jahr stand Schäuble, der jahrelange "Kronprinz", an der Spitze der Partei. Im Januar 2000 ließ ihn die Kritik an seinem Krisenmanagement das Handtuch werfen.

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