Politik : Die Welt freut sich auf das Finale

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Weltwelt wird ein Rekord an Fernseh-Zuschauern für das Spiel in Yokohama vorhergesagt. Der Marketing-Direktor des Fußball- Weltverbandes Fifa, Paul Ruschetti, rechnet für alle WM-Spiele mit 33 bis 35 Milliarden Zuschauern. Die WM 1998 in Frankreich sahen insgesamt 33 Milliarden Menschen. Der brasilianischen Sender TV Globo will beim Finale gegen Deutschland erneut die Marke von 90 Prozent Marktanteil überspringen – bei dieser WM gelang das schon zweimal.

In Deutschland kann das ZDF mit einer Rekord-Zuschauerzahl rechnen. Das Viertelfinale gegen die USA verfolgten bereits 19,38 Millionen, beim Halbfinale gegen Südkorea saßen 20,34 Millionen vor den Fernsehern. Dieses Spiel war die meistgesehene Sendung des Jahres. An einem Dienstagnachmittag.

Die Begeisterung wird auch auf den Straßen zu sehen sein. In den deutschen Innenstädten werden hunderttausende Fans erwartet. Schon beim Halbfinale jubelten Hunderttausende in Hamburg, Leipzig oder Dresden. In Berlin wird am Sonntag vorsorglich die West-City gesperrt.

Die deutsche Mannschaft ist sich der Euphorie im Land bewusst. Alle Spieler versprachen am Samstag, trotz ihrer Außenseiterrolle den Titel zu holen. Teamchef Rudi Völler sagte: „Der individuellen Klasse der Brasilianer werden wir unser Kollektiv entgegen setzen.“ Sorgen bereitet der Mannschaft allein die Gesundheit von Carsten Jancker. Der Stürmer leidet an einem grippalen Infekt und fehlte am Samstag beim Abschlusstraining. Sein Einsatz im Finale ist fraglich.

Brasilien kann in Bestbesetzung spielen. Den Sturm führt Ronaldo an, der bei der WM schon sechs Tore schoss. Auch Ronaldinho, der seine Rotsperre im Halbfinale abgesessen hat, kann auflaufen. Das Stadion wird mit 72 370 Zuschauern ausverkauft sein.

Einen ersten Eindruck von den Jubelfeiern brachte das Spiel um Platz drei. Dabei gewann die Türkei mit 3:2 gegen Südkorea. Vor 63 483 Zuschauern in Daegu trafen Hakan Sükür und Ilhan Mansiz mit zwei Treffern für die Türken, deren Kapitän Sükür mit dem 1:0 nach elf Sekunden das schnellste Tor der WM-Geschichte gelang. Für die Koreaner waren Lee Eul-yong und Song Chong-gug erfolgreich.

Gestört wurde die WM-Stimmung am Samstag durch ein Seegefecht zwischen Nord- und Südkorea mit mindestens vier Toten. Beide Staaten beschuldigten sich der Provokation.

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