Politik : Diepgen und das Mahnmal - "Fernbleiben spricht für sich und für ihn"

Wie bewerten Sie das Fernbleiben von Eberhard Diepgen, fragte Igal Avidan, Korrespondent der israelischen Tageszeitung "Maariv", Deutsche und israelische Politiker. Bundeskanzler Gerhard Schröder: "Diepgens Fernbleiben spricht für sich und für ihn". Bundesinnenminister Otto Schily: "Eine Schande für die Stadt Berlin. Diepgen hat sich in eine Ecke manövriert und soll sich dafür schämen". Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Andreas Nachama: "Diepgen bestraft nur sich selbst". Der isralische Parlamentarier Eli Goldschmidt: "Eine sehr unempfindliche und sehr schlimme Tat, besonders, weil die Zeremonie in Berlin stattfindet." Das Parlamentsmitglied Nachum Langental (Nationalreligiöse Partei), dessen gesamten Familie im Holocaust ermordet wurde und der zum ersten Mal Deutschland besuchte, begrüßte die Errichtung des Holocaust-Mahnmals. Langental bezweifelte zugleich, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit von der deutschen Bevölkerung mitgetragen wird. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel: "Ich muss nicht Herrn Diepgen vorschreiben, was er tun oder nicht tun sollte."

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