Politik : Diplomat und Dichter

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Eine Sternstunde hatte Dominique de Villepin in den Vereinten Nationen. Staatsmännisch bezog er als

französischer Außenminister im Weltsicherheitsrat Anfang 2003 Position

gegen den Kriegskurs der USA im Irak. Villepin, am 14. November 1953 in Marokkos Hauptstadt Rabat als Sohn eines Senators geboren, ist Absolvent der französischen EliteHochschule Ena. Prägend waren für den Parteilosen seine zwei Jahre in Washington, wo er die Presseabteilung der französischen Botschaft leitete. Präsident Jacques Chirac machte ihn dann zum Generalsekretär im Élysée-Palast, von 1995 bis 2002 gehörte Villepin zu seinen engsten Beratern. Danach übernahm er das Außenministerium , konzipierte die französische Irakpolitik und definierte auch maßgeblich die Europapolitik. Nach den Regionalwahlen im März 2004 übernahm er von

Nikolas Sarkozy das

Innenministerium . De Villepin hat unter den Konservativen auch Widersacher. Sarkozy etwa ließ nicht unerwähnt, dass sich der

aristokratisch auftretende Diplomat nie einer Wahl gestellt hat. Das Bad in der Menge ist nicht Villepins Sache, lieber schreibt er Gedichte . Auf sein neues Amt aber hat sich der unermüdliche Planer bestens vorbereitet. dpa

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