Diplomatie : EU und Russland kehren zurück an den Verhandlungstisch

Der Konflikt im Kaukasus vor einigen Monaten hatte den diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und der EU ordentlich zugesetzt. Nun soll es wieder Verhandlungen geben - ein Termin steht bereits fest.

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Waren der EU ein Dorn im Auge. Russische Soldaten im Kaukasus. -Foto: dpa

BrüsselRussland und die Europäische Union setzen die bisher auf Eis gelegten Verhandlungen über ein neues Rahmenabkommen Anfang Dezember fort. Darauf einigten sich der französische Staatschef und EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy und sein russischer Kollege Dmitri Medwedew am Freitag in Nizza. Nach Angaben aus zuverlässiger Quelle werden sich die Chefunterhändler am 2. Dezember in Brüssel treffen. Dem gehen Beratungen von Experten am 20. November voraus.

Die Gespräche zwischen Sarkozy und Medwedew markieren nach Angaben von Diplomaten einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen der EU und Russland. Medwedew unterstützte nach Angaben einer Sprecherin auch Sarkozys Vorschlag, 100 Tage nach dem G20-Gipfel vom Samstag in Washington erneut ein Gipfeltreffen über die Neuordnung der Weltfinanzmärkte zu organisieren. Dies solle dem neuen US-Präsidenten Barack Obama Gelegenheit geben, sich an der Debatte zu beteiligen.

Die Verhandlungen über das sogenannte Partnerschafts- und Kooperationsabkommen waren von der EU nach dem Einmarsch russischer Truppen in Georgien ausgesetzt worden. Erst am vergangenen Montag hatten die Außenminister einer Fortsetzung zugestimmt, obwohl Moskau nach Ansicht vieler EU-Staaten den geforderten Truppenabzug nicht verwirklicht hat. Die EU wünscht sich von dem Rahmenabkommen vor allem eine Garantie für Energielieferungen aus Russland. (mpr/dpa)

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