Dokumentation : Die Bush-Rede in Auszügen

US-Präsident George W. Bush hat in der Nacht zum Mittwoch vor dem Kongress in Washington seine jährliche Rede zur Lage der Nation gehalten.

Dabei sagte Bush unter anderem ...

Zu Freiheit und Tyrannei:

«Unsere Nation ist dem historischen, langfristigen Ziel verpflichtet, die Tyrannei in der Welt zu beenden. Einige tun dieses Ziel als fehlgeleiteten Idealismus ab. (...) Jeder Schritt in Richtung Freiheit in der Welt macht unser Land sicherer, und so werden wir mutig für die Sache der Freiheit wirken.»

Zu Iran:

«Freiheit ist die Zukunft aller Nationen im Nahen Osten, weil Freiheit das Recht und die Hoffnung der Menschheit ist. Das gleiche gilt auch für Iran, einer Nation, die von einer kleinen religiösen Elite als Geisel gehalten, unterdrückt und isoliert wird. (...) Heute Nacht möchte ich direkt zu den Bürgern in Iran sprechen: Amerika respektiert Sie, und wir respektieren Ihr Land. Wir respektieren Ihr Recht, Ihre eigene Zukunft zu wählen und Ihre Freiheit zu erlangen. Unsere Nation hofft, dass sie eines Tages der engste Freund eines freien und demokratischen Iran sein wird.»

Zur Hamas-Bewegung:

«Die Palästinenser haben gewählt, und jetzt müssen die Führer von Hamas Israel anerkennen, abrüsten, dem Terrorismus abschwören und für einen dauerhaften Frieden arbeiten.»

Zum Irak-Krieg:

«Ein plötzlicher Rückzug unserer Streitkräfte würde unsere irakische Alliierten Tod und Gefangenschaft ausliefern, Männern wie Bin Laden und Sarkawi ein strategisch wichtiges Land überlassen und zeigen, dass ein Versprechen Amerikas wenig bedeutet.»

Zur Demokratisierung in Nahost:

«Die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen demokratische Reformen im erweiterten Nahen Osten. Wahlen sind grundlegend, aber sie sind nur der Anfang. Eine Demokratie aufzubauen erfordert rechtstaatliche Prinzipien, den Schutz von Minderheiten und starke, rechenschaftspflichtige Institutionen, die mehr als eine Wahl überdauern.»

Zum Anti-Terror-Kampf:

«Wir müssen wählen, entweder selbstbewusst die Feinde der Freiheit zu verfolgen oder uns unseren Pflichten zu entziehen, in der Hoffnung auf ein leichteres Leben. (...) Terroristen wie Bin Laden meinen es ernst mit Massenmord - und wir alle müssen ihre erklärten Absichten ernst nehmen. (...) Wenn wir diese bösartigen Angreifer sich selbst überlassen, werden sie uns nicht in Ruhe lassen. (...) Es liegt kein Frieden im Rückzug, und Rückzug ist keine Ehre.»

Zur Öl-Unabhängigkeit:

«Wir haben ein ernstes Problem. Amerika ist süchtig nach Öl, oft aus instabilen Teilen der Welt importiert. Der beste Weg, diese Abhängigkeit zu beenden sind neue Technologien... Wir müssen auch die Energien für Autos verändern. Wir werden die Forschung für bessere Batterien der Hybrid- und Strom-Autos verstärken... Der Durchbruch mit diesen und anderen neuen Technologien wird es uns ermöglichen, ein anderes großes Ziel zu erreichen, nämlich bis 2025 die Erdölimporte aus dem Nahen Osten um 75 Prozent zu reduzieren. Wenn Amerika seine Begabungen und Technologien richtig einsetzt, wird eine dramatische Verbesserung der Umwelt möglich, kann die Öl-Abhängigkeit unserer Wirtschaft und unsere Abhängigkeit vom Nahost-Öl überwunden werden.»

Zur Wirtschaft:

«In einer komplexen und herausfordernden Zeit scheinen Isolationismus und Protektionismus einladend zu sein, aber sie würden in Gefahren und Abstieg enden..... Unsere Wirtschaft ist gesund und stark, sie wächst schneller als in den die anderen großen Industriestaaten. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir 4,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen... Aber wir könne es uns nicht leisten, selbstzufrieden zu sein... In einer dynamischen Weltwirtschaft sehen wir neue Wettbewerber wie China und Indien. Das schafft Unsicherheit, was es einfach macht, den Menschen Angst einzujagen... Amerika sollte keine Angst vor der ökonomischen Zukunft haben. Damit die USA wettbewerbsfähig bleiben, ist vor allem Wirtschaftswachstum nötig... und dazu die Fortsetzung der Steuerkürzungen.» (tso/dpa)

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