Dokumentiert : Israelischer Gesandter zu Grass

Mit seinem Gedicht hat der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Günter Grass international für Empörung gesorgt. Der israelische Gesandte in Deutschland, Emmanuel Nahshon, äußerte sich kritisch zu Grass' Gedicht. Hier die offizielle Stellungnahme.

Israelkritik oder Antisemitismus? In welche Richtung Grass tendiert - darüber wir derzeit debattiert.
Israelkritik oder Antisemitismus? In welche Richtung Grass tendiert - darüber wir derzeit debattiert.Foto: Olaf Malzahn/dapd

"Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.

Was auch gesagt werden muss ist, dass Israel der einzige Staat auf der Welt ist, dessen Existenzrecht öffentlich angezweifelt wird. So war es schon am Tag seiner Gründung, und so ist es auch heute noch.

Wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn in der Region leben. Und wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist.

Botschaft des Staates Israel, 04.04.12"

Die Stellungnahme des Gesandten Emmanuel Nahshon veröffentlichte die Botschaft des Staates Israel am Mittwoch auf ihrer Internetseite.

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