Politik : Drei Tote bei Explosionen in Thailand

Bangkok - Eine Serie von Granatenangriffen auf das von Soldaten geschützte Finanzviertel hat die Spannungen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok weiter geschürt. Nach Angaben der Regierung kamen am Donnerstag drei Menschen ums Leben, 75 andere wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Verletzten waren nach Darstellung aus Krankenhäusern auch vier Ausländer. Die Armee erklärte, die fünf Granaten vom Typ M-79 seien aus einem benachbarten Geschäftsviertel abgefeuert worden, das von Zehntausenden Anhängern der Opposition besetzt ist.

In Erwartung eines Angriffs der Sicherheitskräfte begannen die Rothemden mit dem Bau von Barrikaden. Die Armee forderte die Regierungsgegner auf, das von ihnen besetzte Viertel zu verlassen. Ihnen bleibe nicht mehr viel Zeit vor einer gewaltsamen Räumung, sagte Armeesprecher Sunsern Kaewkumnerd. Ziel der Granatenangriffe war eine Versammlung Hunderter Anhänger der Regierung in dem Finanzviertel. Fünf Menschen wurden festgenommen. Anführer der Rothemden wiesen den Vorwurf zurück, hinter den Granatenangriffen zu stecken.

Trotz der angespannten Lage hat das Auswärtige Amt (AA) in Berlin bislang keine Reisewarnung für Thailand ausgesprochen. „Wir verfolgen die Entwicklung sehr aufmerksam und passen die Reisehinweise laufend der aktuellen Situation an“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. In den Reisehinweisen auf der AA-Website heißt es unter anderem, es werde dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen im Allgemeinen weiträumig zu meiden.“ Phuket und die Tourismusregionen im Süden Thailands seien von den Demonstrationen derzeit nicht betroffen. rtr/dpa/AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben