Politik : Dresden gedenkt seiner Opfer der Bombardierung

Dresden - Dresden hat am Mittwoch der Opfer der Bombardierung vor 63 Jahren gedacht. Im Beisein von etwa 500 Menschen legten Vertreter von Stadt und Land, Diplomaten aus den USA und Großbritannien auf dem Heidefriedhof Kränze und Blumen nieder. Die Jüdische Gemeinde Dresden nahm daran nicht teil, weil das Gedenken durch Rechtsextreme instrumentalisiert werde. Dresden war am 13. und 14. Februar 1945 von britischen und amerikanischen Bombern in Schutt und Asche gelegt worden. Auf dem Heidefriedhof sind viele der etwa 35 000 Todesopfer begraben. Als Rechtsextreme an die Gedenkmauer traten, verließen wie in den Vorjahren die Teilnehmer der offiziellen Gedenkfeier demonstrativ den Schauplatz. Vor der Kranzniederlegung kam es zu einer Rangelei zwischen Rechtsextremen und Gegendemonstranten. Die Polizei ging dazwischen. Am 13. Februar treffen sich alljährlich Neonazis in Dresden. Sachsen hofft, mit einer Änderung des Demonstrationsrechts vor allem Aufmärsche von Rechtsextremen an solchen Gedenktagen einschränken zu können. dpa

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