Politik : Dreßler bietet Ärzten Kompromiss an - ein Alleingang des Sozialexperten?

Der SPD-Sozialexperte Rudolf Dreßler hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag den Ärzten im Streit um die Gesundheitsreform offenbar im Alleingang einen Kompromiss angeboten. Demnach sollten die Mediziner vom Jahr 2000 an zehn Prozent weniger Arzneien verschreiben, dafür aber von einer Pauschalhaftung bei übermäßigen Verordnungen befreit werden. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Winfried Schnorre, begrüßte laut "SZ" den Vorschlag Dreßlers, der offenbar nicht mit Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) abgestimmt wurde.

Nach der Vorstellung des CDU-Wirtschaftsrats sollten Patienten für jeden Arztbesuch mit 20 Mark extra zur Kasse gebeten werden. Die Vereinigung lehnte in Berlin die von der Regierung geplante Gesundheitsreform als grundlegend falsch ab und legte eigene Gegenvorschläge vor. Sie sehen unter anderem vor, die Krankenversicherung bei geringeren Beiträgen als heute auf eine Basisversorgung zu beschränken. Bundesgesundheitsministerin Fischer bezeichnete die 20-Mark-Forderung der CDU nach Angaben eines Sprechers als "absurde Idee".

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