Drogenbeauftragte : Keine E-Zigaretten für Jugendliche

Viele Raucher sehen sie als die etwas gesündere Alternative. Experten warnen vor falschen Hoffnungen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung kann dem neumodischen Gerät nichts abgewinnen. Sie will dem Verkauf von E-Zigaretten an Jugendliche verbieten.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU).
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU).Foto: imago/Reiner Zensen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), will den Verkauf der umstrittenen E-Zigaretten an Jugendliche verbieten. "Wir müssen die bestehende Gesetzeslücke im Jugendschutz mit Blick auf elektronische Nikotinprodukte schnellstmöglich schließen", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Ein Verkauf von E-Shishas und E-Zigaretten an Kinder und Jugendliche und deren Konsum könne mit dem derzeitigen Jugendschutzgesetz nicht verhindert werden. Jugendliche inhalierten mit den Produkten etwa atemwegreizendes Propylenglykol und krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd, Nickel oder Chrom.

Die Drogenbeauftragte erklärte, bislang könnten lediglich Schulen ihr Rauchverbot auf dem Schulhof auf die elektronischen Rauchprodukte erweitern. Heranwachsende müssten aber auch jenseits des Schulhofes geschützt werden.

Die E-Zigarette ist seit dem in vielen Bundesländern verbreiteten Rauchverbot in Mode, weil sie nicht den typischen Tabakqualm entwickelt. Sie enthält aber ebenso das süchtigmachende Nervengift Nikotin. Ihr Nutzen als Rauchentwöhner ist umstritten. (dpa)

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