E-Mail-Spionage : Bahn ließ offenbar auch SPD-Fraktion bespitzeln

Auch Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind offenbar Opfer der Spitzelaktionen der Deutschen Bahn geworden. Über Jahre hinweg soll das Unternehmen den verkehrspolitischen Sprecher der SPD ausspioniert haben.

BerlinDie Deutsche Bahn hat offenbar bei der Überwachung des E-Mail-Verkehrs über ihren Server auch Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion bespitzelt. Wie der Tagesspiegel am Sonntag erfuhr, gibt es Hinweise, dass ein Referent des verkehrspolitischen Sprechers der SPD, Uwe Beckmeyer, von dem Staatskonzern über Jahre überwacht worden ist. Er soll auf der rund 30 Namen umfassenden Liste von Bahn-Kritikern stehen, deren E-Mail-Verkehr mit Bahn-Beschäftigten das Unternehmen seit 2005 in der Aktion "Leakage" hatte filtern lassen.

Bislang war nur bekannt, dass der Mitarbeiter eines FDP-Abgeordneten auf der Liste steht - Mitarbeiter von Regierungsfraktionen dagegen nicht. Daneben wurde der E-Mail-Verkehr von Bahn-Kritikern, Forschern, Verbandsvertretern und Journalisten von der Bahn überwacht. Tsp

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