Ebola-Virus : 35 Neuinfizierte in Sierra Leone und Guinea

In der vergangenen Woche infizierten sich 35 Menschen in Sierra Leone und Guinea mit Ebola. Das ist der höchste Wert seit mehr als einem Monat.

Ein Mann geht in Liberia an einem Gemälde vorbei, das Ebola-Symptome beschreibt.
Ein Mann geht in Liberia an einem Gemälde vorbei, das Ebola-Symptome beschreibt.Foto: dpa

Der Kampf gegen die Ebola-Epidemie hat in Sierra Leone und Guinea einen Rückschlag erlitten: In der vergangenen Woche infizierten sich in den beiden westafrikanischen Ländern 35 Menschen mit dem Virus - das ist der höchste Wert seit mehr als einem Monat, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch mitteilte. In der Woche davor waren in den beiden Ländern lediglich neun neue Fälle bestätigt worden.

Allein in Guinea, wo die Epidemie im Dezember 2013 ausgebrochen war, wurden in der vergangenen Woche 27 neue Fälle gemeldet, 20 mehr als in der Vorwoche. In Sierra Leone, das darauf hoffte, ebenso wie Liberia bald für Ebola-frei erklärt zu werden, stieg die Zahl der Neu-Infektionen nach WHO-Angaben von zwei auf acht. Dort waren die Neuinfektionen in den drei Wochen davor stetig zurückgegangen.

Insgesamt haben sich seit Beginn der Epidemie jüngsten WHO-Zahlen zufolge knapp 27.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, 11.120 von ihnen starben daran - die tatsächliche Opferzahl dürfte aber deutlich höher liegen. Am schwersten betroffen waren neben Sierra Leone und Guinea auch Liberia. Dort ist die Epidemie inzwischen aber beendet: Anfang Mai wurde Liberia für Ebola-frei erklärt.

Besondere Sorge bereitet der WHO der Fall von fünf Neu-Infektionen in Guineas nordwestlicher Grenzregion Boké. Sie entsandte Experten in die Region, um herauszufinden, ob mit dem Virus Infizierte möglicherweise ins benachbarte Guinea-Bissau gereist sind. Die UN-Organisation bedauerte zudem den Fall eines Pflegers, der sich bei seiner Arbeit in einem Ebola-Zentrum unweit von Sierra Leones Hauptstadt Freetown mit dem Virus infizierte. Es ist der erste neue Fall bei medizinischem Personal seit fünf Wochen. (AFP)

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