Ecuador : Noboa erkennt Wahlsieg nicht an

Der rechtsgerichtete Präsidentschaftskandidat, Alvaro Noboa, hat sich geweigert, seinen Gegenkandidaten Rafael Correa als Wahlsieger anzuerkennen - der Wahlverlierer vermutet illegale Wahlkampfspenden.

Quito - "Wir akzeptieren Correa nicht als Wahlsieger und noch weniger als verfassungsmäßigen Präsidenten", so lange diese Unklarheiten nicht geklärt seien, sagte Noboa. Er verdächtigt viele Spender hoher Summen, das Geld durch Steuerhinterziehung erlangt zu haben.

Das Oberste Wahlgericht in Ecuador hatte Correa in der vergangenen Woche zum Wahlsieger der Stichwahl von Ende November erklärt. Es bestätigte damit den Vorsprung des linken Kandidaten von mehr als 13 Prozentpunkten, den auch schon Umfragen und Hochrechnungen in der Wahlnacht ergeben hatten. Eine Klage Noboas wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten wies das Gericht zurück, da die Vorwürfe nicht hätten untermauert werden können.

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler Correa ist ein Freund des linksnationalistischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und ein Gegner der US-Politik. Noboa, der reichste Mann Ecuadors, hatte im Wahlkampf vor einem Bürgerkrieg gewarnt, falls "der König der Hölle" Correa an die Macht kommen sollte. Correa hatte seinen Gegenspieler hingegen als "Diktator" und "rechtsextremen Fundamentalisten" bezeichnet. Correa tritt sein Amt als Präsident Ecuadors am 15. Januar an. (tso/AFP)

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