Politik : Ecuadors Ex-Präsident verhaftet

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Quito Sechs Monate nach seinem Sturz ist der frühere ecuadorianische Präsident Lucio Gutiérrez aus dem Exil zurückgekehrt und verhaftet worden. Gutiérrez war mit einer Privatmaschine aus Kolumbien kommend in der Hafenstadt Manta am Pazifik gelandet, um das Präsidentenamt wieder zu übernehmen. Unmittelbar nach der Verhaftung wurde der ehemalige Staatschef mit einem Militärhubschrauber in die Hauptstadt Quito geflogen. Dort wurde er unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in das Gefängnis „García Moreno“ für normale Sträflinge gebracht, berichteten nationale Medien. Die Justiz wirft ihm Meuterei vor, nachdem er in einem Interview in den USA die Legitimität seines Nachfolgers Alfredo Palacio in Frage gestellt hatte.

In einer ersten Erklärung bezeichnete sich Gutiérrez als „ehrlichen Menschen und als einen Patrioten, der freiwillig zurückgekehrt ist, um die Stirn zu bieten“. Den Haftbefehl kritisierte er als Ausdruck der „Verfolgung eines Unschuldigen“. In Manta hatte die Polizei vor dem Eintreffen von Gutiérrez mehrere hundert seiner Anhänger unter Einsatz von Tränengas vertrieben. Einige hatten versucht, das Flughafengebäude zu stürmen. dpa

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