Politik : Ehemaliger Hamas-Führer fordert zur Geiselnahme von Israelis auf

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Bei Schusswechseln zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern sind am Montag im Westjordanland zwei Palästinenser getötet worden. Nach Krankhausangaben wurde einer in Nablus im Westjordanland erschossen, der andere in der autonomen Stadt Ramallah. Am Jahrestag der Gründung des Staates Israel kam es in mehreren Orten im Westjordanland und im Gazastreifen zu schweren Zusammenstößen zwischen der israelischen Armee und protestierenden Palästinensern. Dabei wurden insgesamt rund 170 Palästinenser und zwei israelische Soldaten verletzt. Palästinensischen Berichten zufolge gab es noch wesentlich mehr Verletzte.

Bei einem Schusswechsel in Dschenin im Norden des Westjordanlandes wurden ein israelischer Offizier und fünf Palästinenser verletzt, berichteten Augenzeugen und das israelische Militär. Die israelische Armee sei zunächst mit Gummigeschossen gegen Demonstranten vorgegangen. Nach Schüssen auf beiden Seiten sei die Situation eskaliert. In der Nähe von Ramallah erlitt ein weiterer israelischer Soldat bei einer Schießerei mit Palästinensern Verletzungen. In Hebron lieferten sich mehrere Dutzend Palästinenser Kämpfe mit der israelischen Armee.

In Gaza hatten sich etwa 10.000 Menschen zum Gedenken an die "Nakba" (Katastrophe) versammelt, wie die Palästinenser den Gründungstag des Staates Israel im Jahr 1948 nennen. Kommunikationsminister Faludschi, ein ehemaliger Hamas-Anführer, forderte die Teilnehmer der Kundgebung auf, Israeli als Geiseln zu nehmen, weil auch Israel palästinensische Gefangene als Geiseln ansehe.

Unterdessen hat das israelische Kabinett unter Vorsitz von Ministerpräsident Ehud Barak beschlossen, drei arabische Dörfer in der Umgebung Ostjerusalems den Palästinensern zur Verwaltung zu überlassen.

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